UFH startet Handy-Sammelaktion an Schulen in Österreich

Veröffentlicht am 15.10.2014

Kooperation mit Jane Goodall Institut-Austria / Erlös kommt Umweltprojekten in Afrika zugute.

Das UFH, Sammel- und Verwertungssystem für Elektroaltgeräte, hat gemeinsam mit dem Jane Goodall Institut-Austria (JGI-Austria) eine Handy-Sammelaktion an Österreichs Schulen ins Leben gerufen, um die wertvollen Bestandteile ausgedienter Mobiltelefone zu recyceln. Der Hintergrund: Handys enthalten über 50 Rohstoffe wie etwa Gold, Silber, Kupfer oder Zink. Der Abbau in den Regenwäldern Afrikas ist aufwendig, hat einen hohen Flächen-, Energie- und Wasserverbrauch und wirkt sich dramatisch auf die ökologisch sensiblen Gebiete aus. Die Folge ist eine Zerstörung der natürlichen Lebensräume der lokalen Bevölkerung sowie der Tier- und Pflanzenwelt.

Am Beispiel der Schimpansen sieht man das Ausmaß deutlich: waren es vor 50 Jahren noch 1,5 Mio. Schimpansen, die im Kongo, in Uganda und in 18 anderen afrikanischen Staaten lebten, sind es heute nur noch rund 200.000.

Mitmachen, Schimpansen retten und wertvolle Ressourcen sichern
Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, bietet das UFH ab Oktober allen heimischen Schulen kostenlose Handy-Sammelboxen an. Denn Millionen Mobiltelefone ruhen ungebraucht in Österreichs Schubladen oder landen schlimmstenfalls im Restmüll. „Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, die im Handy enthaltenen Rohstoffe langfristig vollständig in einem geschlossenen Kreislauf zu führen – soweit dies technisch möglich ist. Wenn Altgeräte optimal recycelt werden, kann der Bedarf an neuen Rohstoffen drastisch gesenkt werden“, ist UFH-Geschäftsführer Thomas Faast überzeugt. Für jedes eingeworfene Handy erhält das JGI-Austria einen Euro. Damit unterstützen die Schüler Projekte des JGI-Austria wie etwa jenes zum Schutz der Schimpansen und zur Hilfe für die Menschen in den betroffenen Regionen.

Masse macht Klasse
Im April 2015 werden die Sammelboxen vom UFH wieder kostenlos aus den Schulen abgeholt. Die Aufarbeitung der Handys erfolgt in einem gemeinnützigen Betrieb, der im Auftrag des AMS langzeitarbeitslose Menschen qualifiziert, befristet beschäftigt und wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert. Die ausrangierten Mobiltelefone werden im ersten Schritt sortiert und getestet. Offensichtlich kaputte Geräte werden aussortiert und direkt dem Recycling in österreichischen Anlagen zugeführt. Positiv getestete Geräte gelangen zum so genannten Refurbishing, hier werden sie gereinigt, allenfalls vorhandene SIM-Karten entfernt und zerstört, sowie ein Fabriks-Reset durchgeführt. So wird sichergestellt, dass vorhandene Daten nicht missbraucht werden. Akkus werden ebenfalls getestet und gegebenenfalls dem gesonderten Recycling zugeführt. Die geprüften Re-Use-Handys (Gerät, Akku, Ladegerät) werden einzeln verpackt in Gebrauchtwarenshops der Sozialwirtschaft im EU-Raum vertrieben.

Schüler machen mobil
Das JGI-Austria ruft im Zuge der Aktion zu einem Wettbewerb auf: Den Schulklassen, die am fleißigsten sammeln, winken tolle Preise wie etwa ein Besuch im Tiergarten Schönbrunn oder im Naturhistorischen Museum. Gleichzeitig fordert das UFH alle teilnehmenden Bildungseinrichtungen auf, ein Projekt-Maskottchen zu entwerfen. Dabei sollen Schüler bis Ende März ihre Zeichnungen an das UFH schicken.

www.ufh.at
www.janegoodall.at

Über das UFH
Die UFH Holding GmbH, der auch die UFH RE-cycling GmbH mit der Kühlgeräte-Recyclinganlage im niederösterreichischen Kematen/Ybbs angehört, hat ihren Sitz in Wien. Unter ihrem Dach sind die UFH Elektroaltgeräte Systembetreiber GmbH und die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH als Sammel- und Verwertungssysteme von Elektroaltgeräten tätig. Die UFH-Gruppe erzielte 2013 mit 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von rund 10 Mio. Euro und betreute ca. 650 Kunden. Ferner ist das UFH an der Reclay UFH GmbH beteiligt, die seit 2010 auch im Bereich gewerblicher Verpackungen für mehr Wettbewerb sorgt. Das UFH ist ein Netzwerkpartner des FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.

Über das Jane Goodall Institut-Austria
Jane Goodall Institute haben sich der konsequenten Umsetzung eines ganzheitlichen Artenschutzes, insbesondere von Schimpansen und anderen Primaten, verschrieben, was nur im Kontext sozialer und wirtschaftlicher Aspekte erreicht werden kann. Die Förderung eines respektvolleren Umgangs mit Menschen und Tieren und eines ebenso respektvollen wie nachhaltigen Umgangs mit der Natur stellen daher die Basis für unsere Arbeit dar.