Erster Internationaler E-Waste Tag schafft Bewusstsein für das Recycling von Elektroaltgeräten

Veröffentlicht am 08.10.2018

Der allererste Internationale E-Waste Tag findet am 13. Oktober statt und hat zum Ziel, weltweit das Recycling von Elektro- und Elektronikgeräten zu fördern.

Der Internationale E-Waste Tag wurde vom WEEE Forum, einer internationalen Vereinigung von Sammel- und Verwertungssystemen für Elektro- und Elektronikgeräte, gemeinsam mit 26 seiner Mitglieder ins Leben gerufen. 40 Organisationen aus 20 Ländern sind daran beteiligt. Der Tag wird genutzt, um die Öffentlichkeit für das Recycling von Elektroaltgeräten zu sensibilisieren und die Verbraucher dazu zu animieren, ihre ausgedienten Elektrogeräte zu einer Sammelstelle zu bringen, damit sie ordnungsgemäß entsorgt werden. Dies soll zu einer Erhöhung der Recyclingquote beitragen.

Laut Schätzungen werden 2018 weltweit 50 Millionen Tonnen Elektroschrott erzeugt. Die Hälfte davon sind persönliche Geräte wie Computer, Bildschirme, Smartphones, Tablets und Fernseher, der Rest sind größere Haushaltsgeräte sowie Heiz- und Kühlgeräte.

Nur 20% des weltweiten Elektroschott-Aufkommens werden jedes Jahr recycelt. Das bedeutet, dass 40 Millionen Tonnen Elektroschrott pro Jahr entweder deponiert, verbrannt oder illegal gehandelt und unter schlechten Bedingungen behandelt werden. Und das obwohl für 66% der Weltbevölkerung gesetzliche Vorschriften in Bezug auf Elektroaltgeräte gelten. Dies führt zu einem enormen Verlust an wertvollen und kritischen Rohstoffen aus der Wertschöpfungskette und verursacht schwerwiegende gesundheitliche, ökologische und gesellschaftliche Probleme durch illegale Verbringung von Abfällen in Entwicklungsländer.

Das UFH nützt den Internationalen E-Waste Tag, um neben der Sensibilisierung für die richtige Entsorgung von Elektroaltgeräten auch auf eine aktuelle Aktion hinzuweisen. Gemeinsam mit dem Jane Goodall Institut-Austria (JGI-Austria) wurde eine Handy-Sammelaktion in Österreichs Schulen ins Leben gerufen, um die wertvollen Bestandteile ausgedienter Mobiltelefone zu recyceln. Der Hintergrund: Handys enthalten über 50 Rohstoffe wie etwa Gold, Silber, Kupfer oder Zink. Der Abbau dieser Rohstoffe in den Regenwäldern Afrikas ist aufwendig, hat einen hohen Flächen-, Energie- und Wasserverbrauch und wirkt sich dramatisch auf die ökologisch sensiblen Gebiete aus. Die Folge ist eine Zerstörung der natürlichen Lebensräume der lokalen Bevölkerung sowie der Tier- und Pflanzenwelt. Für jedes gesammelte Handy erhält das JGI-Austria einen Euro, der direkt den betroffenen Regionen zu Gute kommt.

Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei zum E-Waste Tag: „Das ist eine wichtige und zeitgemäße Initiative, weil Elektroaltgeräte weiterhin an Volumen zunehmen und die darin enthaltenen Materialien für die Herstellung neuer Produkte und die Deckung der Nachfrage nach Elektronikprodukten unerlässlich sind. Er fuhr fort: „Selbst in der EU, die beim Recyceln von Elektroaltgeräten weltweit führend ist, werden nur 35% der Elektroaltgeräte offiziell als gesammelt und recycelt gemeldet. Sensibilisierungsinitiativen, die sich positiv auf die Sammelquoten auswirken, werden nicht nur den Mitgliedsländern helfen, die Ziele der WEEE-Richtlinie zu erreichen, sondern auch Europa bei der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft von Nutzen sein.“

Pascal Leroy, Generalsekretär des WEEE Forums, fügte hinzu, „Konsumenten sind der Schlüssel zum Recycling von Elektroaltgeräten und wir haben hohe Erwartungen, dass diese Kampagne einen großen Einfluss auf ihr Verhalten haben kann.“
In Österreich wurden 2017 pro Einwohner durchschnittlich 13 Kilogramm Elektroaltgeräte zu einer Sammelstelle gebracht, im Vergleich zu den Vorjahren ist das bereits ein positiver Trend. Trotzdem verschwinden jährlich 15.000 Tonnen Elektroaltgeräte durch illegale Exporte ins Ausland. „Aktionen wie der Internationale E-Waste Tag sind wichtig, um Bewusstsein für die richtige Entsorgung von Elektroaltgeräten zu schaffen“, zeigt sich Marion Mitsch, Geschäftsführerin der UFH Holding GmbH, überzeugt.

Weitere Informationen zum E-Waste-Tag:
http://www.weee-forum.org/international-e-waste-day-0

Über das UFH
Die UFH Holding GmbH, der auch die UFH RE-cycling GmbH mit der Kühlgeräte-Recyclinganlage im niederösterreichischen Kematen/Ybbs angehört, hat ihren Sitz in Wien. Unter ihrem Dach sind die UFH Elektroaltgeräte Systembetreiber GmbH und die UFH Altlampen Systembetreiber GmbH als Sammel- und Verwertungssysteme von Elektroaltgeräten, Altlampen und Altbatterien tätig. Die UFH-Gruppe erzielte 2017 mit rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 10 Mio. Euro und betreute 986 Kunden. Ferner ist das UFH an der Reclay UFH GmbH beteiligt, die im Verpackungmarkt aktiv ist. Das UFH ist ein Netzwerkpartner des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

Rückfragehinweis:
Mag. Marion Mitsch
Geschäftsführerin/General Manager
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