Gewerbegeräte

Neues Tarifmodell für Gewerbegeräte

Was sind Gewerbegeräte?

Ganz einfach: Gewerbegeräte sind Produkte, die nicht für den privaten Haushalt bestimmt sind. Darunter fallen beispielsweise Kühlanlagen für den Handel, Standkopierer in Büros oder elektrische und elektronische Produkte für Großküchen. Hinsichtlich ihrer Bauart und ihres sogenannten „Anfalls“ kann man Gewerbegeräte nicht mit Produkten aus privaten Haushalten vergleichen. Unter „Anfall“ versteht man den Ort, wo der Abfall entsteht bzw. wo das Gerät defekt wird. Im Fall von Gewerbegeräten sind dies ausschließlich Unternehmensstandorte.

Wie funktioniert die Sammlung und Verwertung?

Das UFH bietet Ihnen als Hersteller zwei unterschiedliche Lösungen für die Sammlung und Verwertung von Gewerbegeräten an: zum einen das Systemkonzept der UFH Elektroaltgeräte Systembetreiber GmbH und der UFH Altlampen Systembetreiber GmbH, zum anderen das Dienstleistungskonzept der UFH Holding.

Wie läuft das Systemkonzept ab?

Beim Systemkonzept verrechnet das UFH einen Tarif schon bei Inverkehrsetzung des Geräts – das heißt, sobald das Produkt zum Verkauf bereitgestellt wird. Sie können das Elektroaltgerät an einer vom UFH eingerichteten Sammelstelle abgeben.

Welche Pflichten übernimmt das UFH beim Systemkonzept?

Das UFH erfüllt sämtliche übertragbare Pflichten der Produzenten, die sich aus der Elektroaltgeräteverordnung (EAG-VO) ergeben:

  • die kostenlose Rücknahme von Gewerbegeräten, sofern keine andere Vereinbarung mit dem Kunden abgeschlossen wurde.
  • Stichtag ist der 13. August 2005: Alle Hersteller, die Gewerbegeräte vor diesem Tag in Verkehr gesetzt haben, müssen die Geräte zumindest unentgeltlich zurücknehmen, wenn sie diese durch ein gleichwertiges Neugerät ersetzen, das dieselben Funktionen wie das alte Produkt erfüllt. Nach dem Stichtag in Verkehr gesetzte Geräte müssen in jedem Fall zurückgenommen werden.
  • die ordnungsgemäße Wiederverwendung und Behandlung
  • die jährliche Meldung der in Verkehr gesetzten Massen
  • die jährliche Meldung über die Wiederverwendung und Behandlung
  • die Registrierung im elektronischen Datenmanagement des BMLFUW (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft).

Was muss ich als UFH-Kunde tun?

Folgende verpflichtende Maßnahmen der Hersteller können wir für Sie nicht übernehmen:

  • Einhaltung der Stoffverbote, Marktüberwachung und CE-Kennzeichnung
  • Beim grenzüberschreitenden Transport von gebrauchten Elektro- und Elektronikgeräten: Nachweis, dass es sich nicht um Elektroaltgeräte handelt, also um Geräte, die noch verwendet werden können.
  • Produkt-Kennzeichnung mit dem Symbol der durchgestrichenen Mülltonne
  • Information für Betreiber von Behandlungsanlagen

Was passiert beim Dienstleistungskonzept?

Anders als bei der oben beschriebenen Systemlösung bezahlen Sie beim Dienstleistungskonzept erst, sobald Sie den Service in Anspruch nehmen. Zuvor erhalten Sie ein individuelles Offert. Bei dieser Lösung können Sie aus zwei unterschiedliche Varianten wählen: Das UFH holt das Gewerbegerät auf Anfrage direkt an der Anfallstelle ab (beim Unternehmen), oder das UFH richtet eigene Sammelstellen für Sie als Hersteller ein.

Welche Pflichten übernimmt das UFH beim Dienstleistungskonzept?

Beim Dienstleistungskonzept können keine Verpflichtungen an das UFH übertragen werden –  außer die vertraglich vereinbarten.

Was muss ich als UFH-Kunde noch beachten?

Um Gewerbegeräte kostenlos abgeben zu können, müssen Sie bitte das UFH Gewerbesystem Freigabeblatt ausfüllen. Das Freigabeblatt liegt bei allen UFH Sammelstellen für Gewerbegeräte auf und steht unten zum Download zur Verfügung.

Egal ob System- oder Dienstleistungskonzept: Das UFH behandelt und verwertet Ihre defekten Gewerbegeräte auf höchstem umwelttechnischem Niveau.

 

Downloads: Preisliste Gewerbegeräte und Freigabeblatt Gewerbegeräte