Batterien

Faktencheck Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus

Batterien entsorgen: Wir kümmern uns um die umweltbewusste Verwertung von Batterien und Akkus.

Immer mehr elektronische Geräte bedeuten auch immer mehr Batterien und Akkus. Deshalb gehört die stoffliche Verwertung von Batterien heute zu den wichtigen Säulen einer umweltgerechten Abfallpolitik.

Batterien entsorgen, aber welche? Welche Akkus und Batterien betrifft die Batterienverordnung? Die Verordnung betrifft alle Typen von Batterien und Akkus, unabhängig von Form, Gewicht oder Verwendung, lose oder eingebaut. Einige Beispiele:

 

  • Alle Arten von Gerätebatterien und -akkus (wie Handy- und Notebook-Akkus, Knopfzellen in PCs oder Uhren)
  • Industriebatterien

Wir kümmern uns um die umweltbewusste Entsorgung aller Batterientypen:

 

  • Meldung an die Behörde (bei Gerätebatterien erforderlich)
  • Sammelstellen in ganz Österreich
  • Verwertung und umweltgerechte Entsorgung

Wie bei den Elektroaltgeräten kann das UFH auch bei der Behandlung, Verwertung und Entsorgung von Batterien auf Spezialisten zurückgreifen, die unsere höchsten Ansprüche an umweltgerechte Behandlung erfüllen. Mit unseren rund 100 Sammelstellen in ganz Österreich können wir schon bei der Sammlung auf eine hervorragende Infrastruktur zurückgreifen. Insgesamt gibt es 2.270 kommunale Sammelstellen, wo Privatpersonen Batterien entsorgen und kostenlos abgeben können.

Hohe Recyclingquote

Funktionierende Sammelsysteme und moderne Verfahren ermöglichen bei Altbatterien, abhängig von der Batterieart, inzwischen sehr hohe Recyclingraten von über 80 Prozent. Die Sammelquote der pro Jahr österreichweit verkauften Gerätebatterien (ca. 4.100 Tonnen) liegt bei rund 50 Prozent. Altbatterien dürfen keinesfalls im Restmüll entsorgt werden.

Die Batterien-VO betrifft alle, die Batterien zum ersten Mal in Österreich in Verkehr setzen: Österreichische Hersteller, Importeure, Händler bei direktem Bezug aus dem Ausland.

Hinweis: Bei der Sammlung von Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus gilt es, ein paar einfache Sicherheitshinweise zu beachten. Lesen Sie hier, warum:

Sebastian Bremer Pixelio

Foto: Sebastian Bremer / pixelio.de

 

Faktencheck: Was Sie über den sicheren Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien- und -Akkus wissen müssen

Ob Handy, Laptop, Digitalkameras, Akkuschrauber oder E-Bike – als Energielieferanten für moderne Elektronikgeräte sind leistungsstarke Lithium-Ionen-Batterien- und Akkus schon seit Jahren die erste Wahl. Denn die kleinen Speicherwunder haben es in sich: Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien punkten Li-Ionen-Batterien und -Akkus mit kürzerer Ladedauer, längerer Akkulaufzeit und geringerem Gewicht. Ein weiterer Vorteil liegt im Fehlen des sogenannten Memory-Effekts. Das heißt: Bei früheren Nickel-Cadmium-Akkus ging Leistung verloren, wenn der Akku nicht komplett entladen oder aufgeladen wurde. Dies ist bei modernen Lithium-Ionen-Batterien- und Akkus nicht mehr der Fall.

Brandgefahr durch Li-Ionen-Batterien und -Akkus?

Der wachsende Einsatz von Li-Ionen-Batterien und -Akkus bringt auch einige Gefahren mit sich. Unfälle mit den Energiespeichern sorgen immer wieder für spektakuläre Schlagzeilen. Denn aufgrund der hohen Energiedichte können bei Beschädigung, Überladung durch falsche Ladegeräte oder starker Erwärmung Kurzschlüsse entstehen. In Folge entwickeln sich Brände mit sehr hohen Verbrennungstemperaturen und einer großen Menge an giftigen Rauchgasen.

Wie geht man richtig mit Li-Ionen-Batterien und -Akkus um?

Bei sachgemäßem Gebrauch sind Li-Ionen-Batterien und -Akkus weitgehend sicher. Allerdings gibt es einige Regeln, die unbedingt zu befolgen sind:

  • Verwenden Sie die Geräte, in denen Li-Ionen-Batterien und -Akkus enthalten sind, nie bei hohen Temperaturen.
  • Laden Sie die Produkte nur unter Aufsicht und keinesfalls in der Nähe von brennbaren Gegenständen auf.
  • Verwenden Sie nur Original-Ladegeräte und -Zubehör. Somit vermeiden Sie Überladungen und Kurzschlüsse.
  • Vorsicht bei hinuntergefallenen Geräten: Einen beschädigten Energiespeicher erkennt man beispielsweise daran, dass er sich selbst im abgeschalteten Zustand erwärmt oder Flüssigkeit ausläuft. Verformte Metallgehäuse und Schmelzstellen am Kunststoffgehäuse sind weitere Indizien für schadhafte Li-Ionen-Batterien und -Akkus.
  • Lassen Sie Akkukontakte nicht in Berührung mit metallischen Gegenständen kommen, wie etwa Münzen oder Schlüsseln.
  • Mit Ausnahme von speziellen wasserfesten und staubdichten Handys sollte Ihr mobiles Gerät nach Möglichkeit niemals nass werden.

Wohin mit ausgedienten Li-Ionen-Batterien/Akkus?

Defekte Li-Ionen-Batterien und -Akkus sollten Sie nicht in größeren Mengen zu Hause sammeln bzw. lagern. Und auf keinen Fall gehören sie in den Hausmüll! Die Energiespender können Sie entweder kostenlos im Handel abgeben – meist in den dafür vorgesehenen Kartons – oder bei kommunalen Abfallsammelstellen. Das UFH empfiehlt eine möglichst geschützte Lagerung, z.B. eingewickelt in ein Kunststoffsackerl oder in die Originalverpackung. Schützen Sie die ausrangierten Li-Ionen-Batterien und -Akkus außerdem vor Feuchtigkeit und kleben Sie die Batteriepole unbedingt mit Isolierband ab, da ansonsten das Risiko eines Brandes entsteht.

Li-Ionen-Batterie und -Akku sind eine wertvolle Rohstoffquelle

In den Abfallsammelstellen werden die Energiespeicher richtig verpackt und gelagert bzw. für den Weitertransport vorbereitet. In den Aufbereitungsanlagen der Verwerter, wo die Li-Ionen-Batterien und -Akkus letztendlich landen, werden mehr als 50 Prozent der Batteriebestandteile in Rohstoffe umgewandelt.