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Down Under entsteht ein Meeresparadies

Australien plant eine radikale Ausweitung der Meeresschutzgebiete. An den Küsten des Kontinents soll das weltweit größte Netzwerk an maritimen Schutzzonen entstehen.

Über 500 Nationalparks mit einer Gesamtfläche von rund 28 Millionen Hektar gibt es in Australien. Die Parklandschaften machen vier Prozent der Fläche des Kontinents aus, weitere sechs Prozent sind Naturschutzgebiet.

Zu den Nationalparks zählen auch 13 Marine Parks wie der Great Barrier Reef Marine Park. Diese Meeresschutzgebiete will die australische Regierung jetzt deutlich ausweiten. Im Juni 2012 wurde die Schaffung des weltweit größten Netzwerkes von Schutzzonen in Küstennähe angekündigt. Es soll 44 Meeresparks umfassen und sich über ein Drittel der australischen Küste auf insgesamt 3,1 Millionen Quadratkilometer erstrecken.

Die Regierung plant unter anderem, in diesen Gebieten den Fischfang einzuschränken und zum Schutz von Riffen und Fischbeständen schärfere Bestimmungen für die Erkundung von Gas- und Ölvorkommen einzuführen. Korallenbestände und Riffe sollen bis weit in den Ozean hinaus geschützt werden.

Während Australiens Umweltminister Tons Burke die Vorreiterrolle des Landes beim Schutz der Ozeane herausstreicht, warnt die Australian Marine Alliance als Vertretung der australischen Fischereiindustrie vor den wirtschaftlichen Folgen des Projekts. Der Fischereiindustrie drohen Kompensationszahlungen in Millionenhöhe. De Pläne der Regierung könnten zu schweren Einbußen beim Fischfang führen, rund 70 Fischtrawlern drohe das Aus.

 

Mehr Informationen:

www.environment.gov.au/coasts/mbp/reserves/index.html

 

Bild: Commonwealth of Australia

 

Veröffentlicht am 09.07.2012



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