Wie lange reichen die Ressourcen der Erde noch aus?

Wenn wir unseren ökologischen Fußabdruck auf der Erde nicht schleunigst verbessern, steuert unser Planet ungebremst auf einen Kollaps zu. Zu diesem Schluss kommt der neue „Living Planet Report" des WWF.
Schon heute, das ist in der WWF-Studie zum Zustand unseres Planeten zu lesen, benötigen die rund 6,8 Milliarden Menschen auf der Erde rechnerisch einen halben Planeten mehr, als sie tatsächlich zur Verfügung haben. Bis 2030 werden wir voraussichtlich zwei Planeten brauchen, um die Bedürfnisse aller Menschen stillen zu können, bis 2050 bereits fast drei.
Das ungebremste Bevölkerungswachstum ist eines der größten Probleme für den Planeten. Die Nachfrage nach Nahrung, Wasser und Energie steigt immer schneller, die Ausbeutung der Erde schreitet schneller voran, als sich der Planet erholen kann.
Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung nach Schätzung von Experten auf neun bis zehn Mrd. Menschen ansteigen, die Situation wird sich dadurch noch verschlimmern. Zwei von drei Menschen werden dann in Städten leben, in Afrika und Asien wird die Bevölkerungsexplosion besonders deutlich zu spüren sein.
Große Probleme auch in westlichen Industriestaaten
Die Belastung des Planeten ist deshalb zu hoch, weil die Menschen weltweit viel zu viel Energie (Erdöl, Kohle, Gas) verbrauchen. Vor allem der westliche Lebensstil geht an die Energiereserven der Erde. In Europa und den USA wird nicht nur zu viel Energie verbraucht, sie wird zum Teil auch verschwendet.
Auch beim Nahrungsmittelkonsum schneiden die großen Industrieländer in der WWF-Beurteilung schlecht ab. Die Problematik weggeworfener Lebensmittel im Müll wird schon seit Monaten heiß diskutiert, außerdem werden weltweit Nahrungsmittel durch falsche Lagerung, ineffiziente Landwirtschaft oder verfehlte Agrarpolitik verschwendet.
Bild: WWF Logo
Veröffentlicht am 13.06.2012
