Kohlendioxid im Wasser ändert Verhalten von Fischen

Das Treibhausgas Kohlendioxid ist farb- und geruchlos und löst sich gut in Wasser auf. Da die CO2-Belastung in der Atmosphäre unvermindert ansteigt, nimmt auch die Kohlendioxidkonzentration in den Gewässern zu. Mit gravierenden Folgen für die Ökosysteme der Unterwasserwelt, wie ein internationales Forscherteam herausgefunden hat.
Im Fachmagazin „Nature Climate Change" berichten die norwegischen, australischen und italienischen Wissenschaftler, dass ein hoher CO2-Spiegel im Wasser zu unvorsichtigem Verhalten und zu höherer Aktivität von Fischen führen kann. Bei den Tieren lassen sich Veränderungen in der Orientierung und in der Sinneswahrnehmung beobachten, sie reagieren vor allem anders auf Gerüche.
Besonders fatal: Fischlarven werden von Gerüchen angelockt, die von Räubern und suboptimalen Lebensräumen ausgehen. Die Forscher simulierten in ihrem Experiment mit jungen Clownfischen und Keil-Demoisellen allerdings einen Kohlendioxidgehalt im Wasser, den Experten erst für das Ende des Jahrhunderts erwarten. Noch wäre also Zeit, die Fische vor CO2-bedingten Verrücktheiten zu bewahren. Ob die Menschheit das schafft, darf freilich bezweifelt werden.
Bild: Ich-und-Du / pixelio.de
Veröffentlicht am 31.01.2011
