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Weltneuheit für Elektroschrott-Recycling aus Mailand

Das italienische Unternehmen Relight erzielt mit einem neuen Verfahren zur Verwertung ausgedienter Leuchtstofflampen und Fernsehröhren Reinheitsgrade von bis zu 97 Prozent.

Die im Mailänder Vorort Rho beheimatete Firma Relight hat eine Methode entwickelt, mit der im Elektroschrott enthaltene, seltene Mineralien isoliert und in der Industrieproduktion neuerlich verwertet werden können. Das Verfahren dient dem Recycling ausgedienter Leuchtstofflampen und Fernsehröhren. Gestartet wurde das Projekt anlässlich der Teilnahme an dem seit 2009 von der EU-Kommission finanzierten Forschungsprogramm „HydroWeee".

Das Relight-Verfahren konzentriert sich bisher auf Metalle Yttrium und Indium, die zu den für die Produktion von High-Tech-Geräten wichtigen Seltenen Erden zählen. Auf den internationalen Märkten werden für diese Metalle inzwischen bereits Preise von 130.000 Euro je Tonne erzielt.

In einer Pilotanlage auf dem Werksgelände in Rho verfeinert Relight die neue Recyclingmethode. Ziel ist es, möglichst sortenreines Material zu gewinnen, derzeit werden Reinheitsgrade von 97 Prozent erzielt. Für die gewerbliche Nutzung der Weltneuheit wurden bereits vier internationale Patente angemeldet. Bis Ende 2012 will man alle Genehmigungen eingeholt haben, 2013 soll dann die industrielle Produktion starten.

Relight ist 1999 aus einer Kooperation mit dem Elektrokonzern Philips entstanden. Am Standort Rho werden jedes Jahr 22.500 Tonnen Elektroschrott zerkleinert und wiederaufbereitet, das Material stammt größtenteils aus den Lagern des Sammelkonsortiums „Ecolamp".

 

Relight-Homepage

http://www.relightitalia.com/en_index.htm

 

Veröffentlicht am 01.08.2011



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