Kunstsonne für Naturrasen

In so manch großer Fußballiga macht König Fußball auch im Winter keine Pause - eine große Aufgabe für die "Greenkeeper" der Vereine, denn in der kalten Jahreszeit trifft normalerweise zu wenig Licht auf das Grün. Der Rasen kann in diesen Wochen nicht richtig wachsen, graubraune Rasenflächen und der gefürchtete "Krautacker" sind die Folge.
Die holländische Firma Stadium Grow Lighting (SGL) hilft den Klubs, die ihren Fans auch im Winter ein attraktives Spielfeld bieten wollen, aus der Bredouille. Das Unternehmen hat ein Beleuchtungssystem entwickelt, welches die Grashalme in modernen Fußballstadien auch rund um den Jahreswechsel sprießen lässt. Die Lampen erzeugen ein goldgelbes Licht und wirken wie eine Kunstlichtinstallation. Und weil in jeder Arena andere Verhältnisse herrschen, erstellt die Company für die optimale Rasenbeleuchtung den jeweils passenden Beleuchtungsplan, den die Platzwarte auf einem Firmenserver abrufen können.
Nico van Vuuren, Chef von SGL und von Beruf Rosenzüchter, hat das System selbst entwickelt. Van Vuuren kam zu dem Schluss, dass in modernen Fußball-Arenen, wo die Zuschauerränge gleich neben den Außenlinien steil nach oben angebaut sind, über viele Wochen im Jahr das nötige Licht für das satte Grün fehlt. Der Holländer experimentierte deshalb so lange mit künstlicher Beleuchtung, bis er mit seinem "Goldlicht" die richtige Mischung für den künstlich beleuchteten Fußballrasen gefunden hatte.
Im Sommer, wenn das natürliche Licht ausreicht, bleibt das Kunstlicht oft über Monate ausgeschaltet. Auf das SGL-System schwören heute fast alle Top-Klubs der englischen Premier League, Deutschlands Rekordmeister Bayern München (in der Allianz-Arena beheimatet) und der niederländische Spitzenklub PSV Eindhoven.
Homepage der Firma SGL
Bild: SGL
Veröffentlicht am 26.04.2011
