Müllabfuhr extrem am Mount Everest

Schon seit einigen Jahren bemühen sich die nepalesischen Sherpas darum, den Abfall dutzender Expeditionsteams am Mount Everest einzusammeln. Unter der Führung des siebenfachen Everest-Bezwingers Namgyal wollen die 20 besten Kletterer auch 2011 Müll aus der über 8000 Meter liegenden „Todeszone“ beseitigen.
Jahr für Jahr lassen die Expeditionen auf dem 8848 Meter hohen Berg größere Mengen an Konservendosen, Wasserkochern, Sauerstoffflaschen, Flaggen, Seilen, Zelten, und anderem Kletterzubehör zurück.
Das Team von Projektleiter Namgyal hat am Everest bereits 1,5 Tonnen Abfall gesammelt und begann 2010 mit der Entsorgung in der besonders schwer zugänglichen „Todeszone“. Ziel des Projekts ist es, einen Berg aus zwei Tonnen Müll sozusagen als Mahnmal im Basislager auf der nepalesischen Seite aufzutürmen. Zwar müssen die Expeditionsteams inzwischen bei den nepalesischen Behörden rund 4000 Euro Kaution hinterlegen und anschließend nachweisen, dass es alle Gegenstände, die mit nach oben genommen wurden, auch wieder nach unten gebracht werden. Doch allem Anschein nach ist diese Regelung schwer durchzusetzen, also sind Räumkommandos am Everest bis auf weiteres die einzige Lösung.
Im letzten Jahr fanden die „Müllmänner“ in über 6000 Meter Höhe neben größeren Mengen Abfall und auch fünf Leichen, von denen zwei geborgen wurden. Seit der Erstbesteigung im Jahr 1953 durch Sir Edmund Hillary starben am Mount Everest rund 300 Bergsteiger.
Veröffentlicht am 23.02.2011
Foto: EcoHimal
