Neuer Dachverband für Erneuerbare Energien

Präsident Josef Plank
Die Spartenverbände der Regenerativen Energiewirtschaft haben sich in einem neuen Dachverband zusammengeschlossen. Im „Bundesverband Erneuerbare Energie Österreich“, der am 4. Februar 2010 formal gegründet wurde, sind acht Organisationen vertreten: die IG Windkraft, Kleinwasserkraft Österreich, Oesterreichs Energie, Photovoltaik Austria, Austria Solar, der Österreichisch Biomasse-Verband, die ARGE Kompost und Biogas sowie proPellets Austria. Präsident ist der Geschäftsführer der RENERGIE Raiffeisen und ehemalige niederösterreichische Landesrat Josef Plank. Laut eigenen Angaben repräsentierten die Gründungsorganisationen schon jetzt rund 70 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs und 30 Prozent des Wärmeverbrauchs. In der Mitteilung heißt es weiter, man beabsichtige mit der Gründung des Bundesverbandes eine „wichtige Weichenstellung für die österreichische Energiepolitik“. Durch die Bündelung der Kompetenzen soll der Bundesverband zur Innovationsdrehscheibe der österreichischen Energiepolitik werden.
Vorrang für nachhaltige Energien
Als Hauptziele definiert der Verband die Umstellung auf erneuerbare Energien und mehr Energieeffizienz bei Strom- und Wärmeverbrauch. Neben einer stabilen Energieversorgung wird auch die Nachhaltigkeit der österreichischen Energiewirtschaft postuliert. Um in Österreich eine „Energiewende“ hin zu mehr Ökostrom zu erreichen, wolle man noch mehr Meinungsbildner gewinnen und die Politik „motivieren“. Präsident Plank setzt sich zudem für ein neues Ökostromgesetz und eine CO2-Steuer ein. Nach Einschätzung des neuen Dachverbandes könnte Österreich übrigens im Jahr 2020 die gesamte Energieversorgung zur Hälfte und die Stromversorgung nahezu zur Gänze aus erneuerbaren Energien decken.
Veröffentlicht am 23.02.2011
