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Daten und Fakten zum Staunen: Was man über Müll, Entsorgung und Recycling (auch) wissen sollte…

Neuer Öko-Akku für E-Cars

Einen Akku für Elektroautos, dessen Kohlenstoff aus Baumwolle gewonnen werden kann, hat das japanische Unternehmen „Power Japan Plus" entwickelt. Der neue Energiespeicher mit dem Namen „Ryden Dual Carbon Battery" soll leistungsfähiger und zugleich auch viel günstiger als ein Lithium-Ionen-Akku sein. Die Kathode und die Anode des Akkus bestehen aus Kohlenstoff, auch das flüssige Elektrolyt besteht aus einem organischen Material. Die Hersteller beschreiben ihre Entwicklung als echten Bio-Akku, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Akkus soll die „Ryden Dual Carbon Battery" keine Schwer- oder Edelmetalle enthalten. Laut Entwicklerangaben sind die Speicherzellen nach ihrem Produktleben zudem recyclingfähig. Power Japan Plus hat den Akku zusammen mit Forschern der Kyushu Universität in Fukuoka entwickelt. Nun arbeitet das Unternehmen an einem neuen Material namens „Carbon Complex". Dieses wird aus Baumwolle gewonnen und soll künftig in Akkus das Lithium ersetzen.

 

Bild: Power Japan Plus

 

Veröffentlicht am 24.06.2014
Grüne und weniger grüne Touristen

Wie umweltfreundlich reisen Europäer? Das Online-Reiseportal Opodo führte zu diesem Thema kürzlich in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien eine Umfrage durch. Das Ergebnis: 98 Prozent der Europäer können mit dem Begriff „Nachhaltiges Reisen" etwas anfangen. Für zwei Drittel der Befragten bedeutet dies, bewusst Rücksicht auf die Natur und fremde Kulturen zu nehmen. Und stolze 90 Prozent der Befragten denken sogar über die ökologischen Auswirkungen ihrer Reise nach. Länderspezifisch betrachtet sind die Franzosen die umweltfreundlichsten Touristen (96 %), Deutsche investieren gerne in Öko-Angebote (76 % sind bereit, für umweltfreundliche Leistungen im Urlaub mehr zu bezahlen), Briten trennen fleißig Müll (60 % trennen auch auf Reisen aktiv Abfall) und Italiener fahren im Urlaub nicht gerne mit dem Rad.

 

Bild: Opodo Logo

 

Veröffentlicht am 24.06.2014
Halb Auto, halb Ketchup

Der Autohersteller Ford plant eine ungewöhnliche Kooperation mit dem US-amerikanischen Ketchup-Produzenten Heinz (H.J. Heinz Company). Ford will künftig beim Fahrzeugbau stärker auf Bio-Materialien setzen und gemeinsam mit Heinz aus Tomatenresten Bio-Kunststoffe entwickeln. Was sich anhört wie ein verspäteter Aprilscherz, ist ein durchaus realistischer Ansatz: Aus Haut, Samen und Stilen von Tomaten soll leichtes, haltbares Bioplastik gewonnen und für Kabelbaum-Klemmen oder Ablagen im Innenraum genutzt werden. Die Fasern der Tomate bilden nach Einschätzung der Ford-Entwickler eine gute Basis für nachhaltige, leichte und stabile Verbundwerkstoffe der Zukunft. Heinz verarbeitet jährlich mehr als zwei Millionen Tonnen Tomaten. In einer gemeinsamen Presseerklärung betonten die Unternehmen, die Nutzung der anfallenden Tomatenreste sei auch ökonomisch sinnvoll.

 

Bild: Meike Pantel / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 24.06.2014
Am stillen Örtchen Wälder retten

Rund 6500 Rollen Klopapier verbraucht jeder von uns bis zu seinem 90. Lebensjahr. Das entspricht fast einer Tonne Papier, wofür im Normalfall zehn stattliche Bäume gefällt werden müssen. Wer dagegen zu Recycling-Toilettenpapier greift, und zusätzlich Freunde, Bekannte und Verwandte zum Umstieg auf Recyclingprodukte überredet, kann auf diese Weise quasi auf dem Klo einen ganzen Wald retten.

 

Quelle: Tu was!-Buch, 77 Denkanstöße für den Alltag, Hrsg.: Greenpeace-Magazin, 172 Seiten

 

Bild: Greenpeace

 

Veröffentlicht am 24.06.2014
Goldgrube Kuhmist?

1,27 Milliarden Tonnen Kuhmist und andere Rückstände aus der Tiermast fallen Jahr für Jahr allein in der EU an. Zu Zeit arbeiten einige Forscher in Europa und den USA an Lösungen, wie man den Mist aus der Viehhaltung besser nutzen könnte. Das europäische Forschungsprojekt heißt ManureEcoMine und wird von der EU mit 3,8 Millionen Euro unterstützt. Wissenschaftler aus Deutschland, Belgien, Spanien, den Niederlanden und auch Österreich sind daran beteiligt. Im Fokus stehen die Pflanzennährstoffe in der Gülle, vor allem die Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Europas Landwirte zahlen für Dünger, der diese beiden Komponenten enthält, 15,5 Milliarden Euro pro Jahr. Laut Professor Siegfried Vlaeminck von der Universität Gent in Belgien, der das Projekt koordiniert, lassen sich Düngemittel im Wert von 10,7 Milliarden Euro pro Jahr aus Gülle und Mist zurückgewinnen. In den USA wiederum arbeitet u.a. die Michigan Staate University an einem Forschungsprojekt zur Behandlung von tierischen Exkrementen, wobei hier allerdings die Rückgewinnung des darin enthaltenen Wassers im Vordergrund steht. Der Hintergrund: Rinder trinken pro Tag bis zur 100 Liter Wasser, das in trockenen Regionen wie Kalifornien wegen des Klimawandels immer knapper - und teurer - wird. Die Forscher aus Michigan gehen davon aus, dass sich das von einer Farm benötigte Wasser zumindest zur Hälfte aus den Ausscheidungen der Rinder zurückgewinnen ließe. Sie sind zudem sicher, dass viele Farmen in den USA auf Dauer nur überleben können, wenn Gülle und Mist recycelt werden, um die Wasserversorgung sicherzustellen.

 

Bild: Thommy Weiss / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 24.06.2014
Ein E-Bike hebt ab!

Sehr trickreich, was ein Vorarlberger Unternehmen da im Bereich Öko-Mobilität aus dem Hut gezaubert hat! Die Firma „Trixy Aviation" - nomen est omen - in Dornbirn hat mit dem TrixFormer ein einzigartiges Bausteinkonzept für ein vielfältig einsetzbares Elektromobil entwickelt. Als Basismodell dient das Elektromotorrad TrixCycle mit offener Kabine, das modular auf spezielle Anforderungen zugeschnitten werden kann. Über eine Docking Station am Dach lassen sich unterschiedliche Aufsätze an das E-Motorrad montieren. Je nach gewünschter Einsatzart verwandelt sich das Motorrad dann in einen Tragschrauber, ein Flugzeug oder ein Boot.

 

Website von Trixy Aviation

www.trixyaviation.com/de/Home

 

Bild: Trixy Aviation

 

Veröffentlicht am 14.05.2014
Großes Abfallpotential für Bio-Kraftstoffe

Eine aktuelle Studie, die vom International Council on Clean Transportation (ICCT) im Auftrag mehrerer Umweltorganisationen erstellt wurde, sieht im Biomüll der EU-Länder ein großes Reservoir für die Erzeugung von Bio-Kraftstoffen. Von den rund 900 Millionen Tonnen biologisch abbaubarer Abfälle wie Altpapier, Lebensmittelreste oder Holz- und Pflanzenrestmaterial könnte demnach ein beträchtlicher Teil für Biosprit genutzt werden. 37 Millionen Tonnen fossiler Kraftstoff ließen sich damit Jahr für Jahr einsparen, bis 2030 könnte man ca. 16 Prozent des Gesamtkraftstoffbedarfs in der EU decken.

 

Hier gibt's die Studie „Wasted: Europe's Untapped Resource" als PDF zum Download

www.nabu.de/downloads/140225-wasted_europes-untappes-resource.pdf

 

Bild: Cover Studie „Wasted: Europe's Untapped Resource"

 

Veröffentlicht am 14.05.2014
Teure Altlasten

Einer Berechnung des Umweltministeriums zufolge müssen in Österreich noch die nächsten 50 Jahre zwischen 50 und 70 Millionen Euro jährlich dafür verwendet werden, die Altlasten aus Altablagerungen von Privaten und Gemeinden, aber auch die verseuchten Industriestandorte von Gerbereien, Tankstellen, chemischen Putzereien und andere chemischen Betrieben zu sanieren oder zumindest soweit zu sichern, dass keine Gefährdungen des Grundwassers und der Luft eintreten.

 

Bild: Guenter Hamich / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 14.05.2014
Strom per SMS

Im ostafrikanischen Ruanda müssen die Menschen Strom im Voraus bezahlen. Weil der staatliche Anbieter mit der Zahlungsmoral der Kunden stets Probleme hatte, hat die Regierung hier schon vor Jahren ein Prepaid-System eingeführt. Bei der Ausgabe der Stromguthaben in den wenigen Shops des staatlichen Betreibers kam es allerdings immer zu schier endlos langen Wartezeiten, was einen findigen Kopf auf eine Idee brachte: die Leute sollten einfach mit dem Handy für ihren Strom bezahlen. Jeff Gasana, der Mann hinter dem Projekt, gründete daraufhin das Start-up SMS Media, leistete viel Überzeugungsarbeit und bietet heute von der Hauptstadt Kigali aus Elektrizität per SMS-Service an. Wer ein Stromguthaben anfordert, bezahlt über das Handy, bekommt per Textnachricht einen Code zugeschickt und gibt diesen im Stromzähler ein. Das Geschäftsmodell funktioniert, obwohl 2012 erst 16 Prozent der Menschen in Ruanda über einen Stromanschluss verfügten. Doch zwei Drittel der Bevölkerung haben in Ruanda bereits ein Handy. Chinesische Billighandys machten dies möglich - ein Segen für SMS Media ...

 

Bild: SMS Media

 

Veröffentlicht am 14.05.2014
Roboter lernen von Kängurus

Mit geradezu lässiger Leichtigkeit schaffen Kängurus auch die weitesten Sprünge, ihre Fortbewegungstechnik kostet die Tiere dank extrem elastischer Muskelbänder kaum Energie. Ein europäisches Forscherteam entwickelte jetzt in Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen Festo nach diesem Prinzip einen sehr speziellen Roboter-Prototyp. Das „BionicKangaroo" gewinnt wie die Vorbilder in der freien Natur beim Sprung Energie, speichert diese bei der Landung und gibt sie beim Folgesprung wieder ab. Allerdings kommt das rund ein Meter große und sieben Kilo schwere Robotertier (noch) nicht ganz ohne Fremdenergie aus, die Forscher müssen über die Unterschenkel des bionischen Kängurus mit Luftdruck nachhelfen. Bis zu 80 Zentimeter weit und 40 Zentimeter über dem Boden hüpft der Prototyp, für das Gleichgewicht und die Stabilität im Sprung sorgt wie bei beim Original der Schwanz. Auf der Hannover Messe 2014 wurde die Entwicklung bereits einem breiten Publikum präsentiert.

 

Die Technik des BionicKangaroo auf der Festo-Homepage

www.festo.com/cms/de_corp/13704.htm

 

Bild: Festo

 

Veröffentlicht am 14.05.2014
Fliegende Windturbinen

Wenn Kraftwerke fliegen lernen: Das US-Startup Altaeros Energies, gegründet von Studenten an der renommierten Bostoner Technik-Uni MIT, hat mit seiner neuen Buoyant Airborne Turbine eine Windkraft-Anlage entwickelt, die mehr als 300 Meter über dem Boden schwebt. Die Turbine ist im Grunde ein ringförmiger, mit Flügeln versehener Heliumballon mit einem Rotor in der Mitte. Seile halten das schwebende Windkraftwerk in Bodennähe, Kabel transportieren den Strom vom Generator zum Boden. Die US-Entwickler haben mit ihrer Schwebeturbine den bisherigen Höhenweltrekord für Windräder, aufgestellt vom dänischen Erzeuger Vestas, um 80 Meter übertroffen. Der Sinn der Sache: Die Energieausbeute ist deutlich höher. In Höhen von 300 bis 600 Meter über der Erde weht der Wind fünf- bis achtmal so stark wie in Bodennähe. Fliegende Kraftwerke können rund 5000 Stunden im Jahr Strom produzieren, am Boden sind es nur rund 2000 Stunden per anno. Sind die Tests mit dem Prototypen abgeschlossen, will Altaeros in der Nähe von Fairbanks, der zweitgrößten Stadt des US-Bundesstaates Alaska, schon bald die erste kommerzielle Windkraft-Anlage aus eigener Entwicklung installieren.

 

Website von Altaeros Energies

http://www.altaerosenergies.com/index.html

 

Bild: Altaeros Energies

 

Veröffentlicht am 04.04.2014
Neue Handy-Fibel

Handybesitzer sollten eine vollständige Akku-Entladung ihres Mobiltelefons vermeiden; sie sollten das Aufladen des Geräts bei rund 90 Prozent stoppen; und sie sollten ihr veraltetes oder defektes Handy über Recycling-Spezialisten sinnvoll entsorgen. Nützliche Ratschläge wie diese stehen in der neuen AK-Broschüre „Handys und ihre Lebensdauer". Die Experten der Arbeiterkammer geben in diesem Leitfaden Tipps zum bewussten, nachhaltigen Umgang mit Handy und Smartphone: wie man Kosten einspart, die Lebensdauer verlängert und Ressourcen schont. Laut AK-Broschüre wird ein Handy in Österreich durchschnittlich nur 18 bis 24 Monate benutzt. Der Austausch erfolgt oft voreilig, kritisieren die Konsumentenschützer, die Mobilfunkverträge mit subventionierten Neugeräten im Zwei-Jahres-Rhythmus und der rasche Modellwechsel würden die Nachfrage künstlich schüren.

 

AK Broschüre „Handys und ihre Lebensdauer"

http://wien.arbeiterkammer.at/service/broschueren/konsument/Handys_und_ihre_Lebensdauer.html

 

Bild: Arbeiterkammer

 

Veröffentlicht am 04.04.2014
Abfallstatistik 2012: Österreich ist „Kompost-Europameister“

Laut der jüngsten Eurostat-Statistik weist Österreich von allen EU-Ländern die meisten kompostierten Abfälle auf. 34 Prozent der Abfälle werden hierzulande kompostiert - EU-weit sind es durchschnittlich nur 15 Prozent. Beim Recycling von Abfällen liegt Österreich im neuesten Ranking mit 28 Prozent (bezogen auf den gesamten Abfall) knapp über dem EU-Schnitt (27 Prozent). Insgesamt ist im EU-Raum ein starker Anstieg von recyclierten und kompostierten kommunalen Abfällen feststellbar, der Anteil stieg von 18 Prozent im Jahr 1995 auf 42 Prozent im Jahr 2012. Beide Abfall-Behandlungsmethoden zusammen machen in Österreich 62 Prozent der Abfälle aus, nur Deutschland hat mit einem kombinierten Anteil von 65 Prozent eine höhere Quote.

 

Quelle:

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/8-25032014-AP/DE/8-25032014-AP-DE.PDF

 

Bild: Thomas Max Müller / www.pixelio.de

 

Veröffentlicht am 04.04.
Kartsport mit der Kraft des Windes

Als Alternative zu Gokarts bietet sich „Blokart" an, eine umweltfreundliche Mischung aus Kart- und Segelsport. Beim Blokart handelt es sich um ein Go-Kart mit Segel oder ein Segelboot auf drei Rädern - je nachdem, wie man die Sache sieht. Die kleinen Boliden zischen jedenfalls windbetrieben über Asphalt, Beton oder Eis (man kann die Räder im Winter auch gegen Kufen oder einen rutschfähigen Untersatz tauschen). In Österreich wurde schon 2008 der blokart-Club-austria (BCA) gegründet, der in Seyring bei Wien für Fans der Sportart und alle, die sie erlernen wollen einen Fun-Park betreibt. In Seyring veranstaltet der Club am 12. April 2014 auch seinen „open Landsailing FUN Day".

 

Blokart in Österreich

www.blokart-connection.com/

 

Bild: blokart-Club-austria

 

Veröffentlicht am 04.04.2014


3D-Druckmaterial aus dem eigenen Garten

Revolutionär: Auf der 3D-Druck-Konferenz „PRINT3Dfuture" Ende März in Wien schlug der britische 3D-Druck-Pionier Adrian Bowyer (Entwickler des RepRap-3D-Druckers) vor, private Anwender könnten das nötige Material für den Druck gleich vor Ort auf umweltverträgliche Weise selbst produzieren: „Der Kunststoff PLA kann aus Stärke gewonnen werden, die jeder in Form von Mais oder Kartoffeln in seinem Hinterhof anbauen kann. Die Kunststoff-Herstellung ist nicht schwieriger als Bier zu brauen." Das solcherart selbst gezüchtete Material, so Bowyer, sei auch biologisch abbaubar. Zudem ließen sich viele Produkte aus dem 3D-Drucker recyceln, was zur Ressourcenschonung beitrage.

 

Bild: Ute Mulder / www.pixelio.de

 

Veröffentlicht am 04.04.2014
Zinn wird knapp

Laut Berechnungen der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) wird es ab dem Jahr 2018 ein Defizit bei Zinn geben. Die zu erwartende Versorgungslücke wird nach dieser Prognose bei etwa 40.000 Tonnen pro Jahr liegen. Auch mithilfe von Lagerbeständen und Recycling könne das Defizit nicht aufgefangen werden, haben die DERA-Experten berechnet - und neue Zinnbergwerke, die den Produktionsrückgang auffangen könnten, seien bis 2020 nicht in Sicht. Einer der Gründe für den zu erwartenden Versorgungsengpass ist der Produktionsrückgang in Indonesien, derzeit nach China der zweitgrößte Zinnproduzent der Welt. Zinn wird u.a. auch in der Elektronik- und Verpackungsindustrie benötigt, die DERA rät diesen Branchen, sich frühzeitig nach Alternativen umzusehen.

 

Website der Deutschen Rohstoffagentur

www.deutsche-rohstoffagentur.de

 

Bild: Klaus Rupp / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 03.03.2014
Das Perpetuum mobile der Rasenpflege

Ein Team von Studenten der George Mason University im US-Bundesstaat Virginia hat einen revolutionären Rasenmäher entwickelt. Das Gerät trägt den Namen „EcoMow" (dt.: ökologisches Mähen), nutzt das gemähte Gras als Treibstoff und produziert gleichzeitig auch überschüssige Biomassepellets, die für die spätere Energiegewinnung im Inneren des EcoMow gelagert werden. Die Technik im Detail: Eine elektrisch betriebene Schneidleiste im EcoMow mäht das Gras, das im Innenraum in einen Pelletierer weitergeleitet wird. Dieser formt den Grünschnitt zu handlichen Pellets, die anschließend in den eingebauten Vergaser geleitet werden. Hier verbrennen die Gras-Pellets und werden in Energie umgewandelt, die das Gerät wieder zum Antrieb von Fahrwerk und Schneideinheit nutzt. Gleichzeitig wird ein interner Generator angetrieben. Er sorgt für die nötige elektrische Energie, um andere Komponenten mit Strom zu versorgen - etwa die Softwaresteuerung des Rasenmähers. Der EcoMow ist praktisch marktreif, einen Prototyp wollen die Entwickler bis April 2014 präsentieren. In einem Jahr soll der Rasenmäher dann in den Handel kommen. Das Team will sich zunächst auf großflächige, professionelle Anwendungsmöglichkeiten konzentrieren. Eine Variante für den Privatgebrauch ist ebenfalls in Planung, bis zur Umsetzung wird es aber wohl noch einige Jahre dauern. Die Erfinder halten dann einem Ladenpreis von rund 500 US-Dollar (rund 360 Euro) für realistisch.

 

EcoMow-Website

http://www.ecomowtech.com/

 

Bild: EcoMow

 

Veröffentlicht am 03.03.2014
Neues Marktmodell für nachhaltige Mode: Leasing-Jeans

Das niederländische Modelabel Mud Jeans lässt mit seinem 2013 gestarteten ökologischen Geschäfts- und Recyclingmodell „Lease a Jeans" aufhorchen. Es bietet den Kunden Jeans nicht zum Verkauf, sondern als Leasingprodukt an. Sobald die Hosen nicht mehr passen oder gefallen, kann man sie an den Hersteller zurückschicken. Mud Jeans recycelt dann die Baumwolle und macht daraus neue Jeans. Durch das Textil-Recycling wird viel Wasser eingespart: Für die Produktion einer herkömmlichen Jeans werden nämlich rund 8.000 Liter Wasser benötigt. Da inzwischen 1.500 Kunden auf Jeans-Leasing umgestiegen sind, konnte Mud Jeans bereits Millionen Liter Wasser einsparen. Das Modell ist so erfolgreich, dass das Label nun auch Blazer und Sweatshirts zum Leasen anbietet. Hergestellt werden die Stoffe in der Türkei, nähen lässt Mud Jeans in Italien.

 

Website von Mud Jeans

www.mudjeans.eu

 

Bild: Mud Jeans Logo

 

Veröffentlicht am 03.03.2014
Indien plant die weltgrößte Solaranlage

Das rasant wachsende Indien zählt zusammen mit China zu den weltgrößten Kohleimporteuren und bezieht seinen Strom aus hunderten Kohlekraftwerken. Nun zeichnet sich in der Energiepolitik des Landes jedoch eine Wende ab. Die Regierung will künftig nicht mehr allein auf Kohlekraft setzen, sondern bis 2022 rund 20.000 Megawatt (MW) an Photovoltaik-Kapazität aus kostengünstigen Solaranlagen beziehen. Der jüngste Plan der Inder sprengt alle Dimensionen: In sieben bis acht Jahren wollen sie in der Provinz Rajasthan im Westen des Landes eine 4.000-Megawatt-Anlage fertigstellen. Bei dem Projekt handelt es sich um die größte Einzelanlage der Welt. Nach der Fertigstellung soll eine Fläche von 76.900 Quadratkilometern mit Photovoltaik-Paneelen übersät sein.

 

Bild: lichtkunst.73 / www.pixelio.de

 

Veröffentlicht am 03.03.2014
Prima Klima von Menschenhand?

Die drastischen Folgen des Klimawandels bringen Wissenschaftler immer häufiger auf kühne Ideen. Geoingenieure bieten bereits Methoden an, mit deren Hilfe man das Wetter auf der Erde genauso mühelos steuern könnte wie etwa die Raumtemperatur per Klimaanlage. Auch utopisch anmutende Ideen kursierten bereits in den Medien: Die einen wollen riesige Spiegel in die Erdumlaufbahn bringen, um so die Sonnenstrahlen reflektieren zu lassen; andere wollen die Sahara mit Eukalyptusbäumen bepflanzen, damit diese die Feuchtigkeit anziehen; Kohlenstoffdioxid soll in unterirdische Lager gepumpt werden; Meereswasser könne man mit Hilfe von Spezialschiffen verdampfen, um so weiße Wolken entstehen zu lassen.

Ökologen warnen allerdings vor solchen radikalen Eingriffen in die Prozesse der Natur, eine Klimakontrolle könnte katastrophale Folgen nach sich ziehen. Einen simplen und harmlos anmutenden Vorschlag für die Rettung des Weltklimas hat Sergej Awakjan, Professor an der staatlichen polytechnischen Universität von Sankt Petersburg, parat. Awakjan rät einfach dazu, mehr Wälder zu pflanzen. Sogenannte boreale Wälder, die über die Photosynthese Kohlendioxid akkumulieren. Durch das Pflanzen solcher Wälder, so Awakjan, könne man den Klimawandel am besten stoppen, dafür würden auch bereits entsprechende Berechnungen vorliegen.

 

Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 03.03.2014
Fahrräder als CO2-Filter

Das thailändische Designbüro Lightfog will die ohnehin schon sehr gute Klimabilanz des Fahrrads weiter aufbessern. Die Kreativköpfe aus Bangkok wollen Bikes entwickeln, die CO2 aus der Luft aufsaugen und in Sauerstoff umwandeln. Dafür wollen die Designer das Prinzip der aus der Pflanzenwelt bekannten Photosynthese auf die Fahrradtechnik übertragen. Wie die erste Konzeptstudie zeigt, soll ein am Lenker des Fahrrads montierter Kasten Straßenstaub, CO2 und andere in der Luft umherschwirrende Partikel aufnehmen. Mit Hilfe von Wasser und Elektrizität, die von einer im Rahmen verbauten Batterie stammt, soll das CO2 in Sauerstoff umgewandelt und aus der Rückseite des Kastens ausgestoßen werden. Details über den neuen Luftreiniger am Drahtesel hat Lightfog bisher nicht verraten. Immerhin gewann das Fahrrad aber bereits den Red Dot Design Award 2013 in der Kategorie „Design Concept".

 

Homepage von Lightfog

http://www.lightfog.co.th/home/index

 

Bild: Lightfog

 

Veröffentlicht am 29.01.2014
Britischer Forscher entwickelt neue Solarzelle

Der britische Physiker Henry Snaith, kürzlich vom Wissenschaftsjournal „Nature" zu einem der 10 wichtigsten Forscher des Jahres 2013 gekürt, hat eine Solarzelle entwickelt, die die Solarindustrie grundlegend verändern könnte. Snaith und sein Team entwickelten Solarzellen mit einem Materialzusatz namens Perowskit, einem relativ häufigen Mineral aus der Klasse der Oxide und Hydroxide. Versuche mit Perowskit hatte es schon früher gegeben, doch die Briten erzielten mit einer Umwandlung von 15,6 Prozent des einfallenden Lichts in Elektrizität einen weitaus höheren Wirkungsgrad als die Vorgänger. Snaith hält sogar 29 Prozent für möglich. Der entscheidende Vorteil von Perowskit: Beim Wirkungsgrad bewegt man sich jetzt auf dem Niveau des handelsüblichen Siliziums, doch die Herstellung der Solarzellen ist deutlich einfacher und günstiger. Andere günstige Varianten wie Dünnschichtzellen sind wiederum nicht effizient genug. 

Kein Wunder also, dass die Solarbranche die Marktreife der neuen britischen Solarzellen kaum erwarten kann. Der Hauptgrund für die hohe Effizienz der Perowskit-Prototypen: Die von Snaith entwickelten Solarzellen bestehen aus organischen und anorganischen Teilen. Der organische Anteil ist für die Absorbierung des Sonnenlichts zuständig, der anorganische Teil leitet die Elektronen. Zusammen mit Kollegen hat Snaith bereits ein Startup namens „Oxford Photovoltaics" gegründet. Das Unternehmen will Glasfassaden-Elemente mit den Perowskit-Solarzellen kombinieren. Schon 2017 könnten erste Häuser mit Solarmodul-Glas ausgestattet werden, das genauso durchsichtig und teuer ist wie herkömmliches Glas.

 

Bild: Henry Snaith

 

Veröffentlicht am 29.01.2014
Wackelt das „Reinheitsgebot“ beim Kunststoff-Recycling?

Wie sortenrein müssen Kunststoffabfälle für das Recycling tatsächlich angeliefert werden? Die Kunststoffrecycling-Industrie betont seit Jahren, auch biologisch-abbaubare Produkte im Recyclingstrom würden die Verwertung gefährden. Anders eine aktuelle Mitteilung des Verbands European Bioplastics. Demnach würden bis zu 10 Prozent kompostierbare Kunststoffe im Abfall das Recycling keineswegs stören. Der Verband beruft sich auf unabhängige Studien des Instituts für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (Hochschule Hannover), des Italienischen Nationalen Verpackungskonsortiums (CONAI) und der Firma BIOTEC. Fazit: „Bis zu 10 Prozent kompostierbarer Biokunststoffanteil in „post-consumer" Recyclingströmen herkömmlicher Kunststoffe beeinflussen die mechanischen Eigenschaften der Rezyklate gar nicht oder nur in unerheblichem Maße. Studien und Feldversuche zeigen, dass eine kleine, verbleibende Restmenge im Polyethylen-Recyclingstrom dessen Qualität in keiner Weise einschränkt".

 

Website von European Bioplastics

en.european-bioplastics.org/

 

Bild: European Bioplastics Logo

 

Veröffentlicht am 29.01.2014
Wasser aus Windenergie

Das französische Unternehmen Eole Water hat eine Windkraftanlage entwickelt, mit der sich aus Luft Wasser gewinnen lässt. „Water Maker System 1000" (WMS 1000) heißt die Innovation, die Bauern in entlegenen Wüsten- und Steppenregionen oder Regionen ohne ausreichende Infrastruktur mit Wasser versorgen kann. Die 34 Meter hohe Anlage nutzt den gewonnenen Strom, um Luft in eine Turbine zu saugen und zu erhitzen. Der Wasserdampf kondensiert im eingebauten Kühlkompressor, in einem Tank wird das Wasser gesammelt. Die Anlage arbeitet autonom und kann bei einer Mindestwindgeschwindigkeit von 24 Kilometern pro Stunde täglich 1000 Liter Wasser und 30 kW Windenergie liefern. Die Idee zur Wassergewinnung aus Wind stammt von Marc Parent aus dem kleinen südfranzösischen Ort Sainte Tulle. Parent entwickelte schon 1997 den Prototypen einer Windturbine, die Wasser aus Luft gewinnt. Sieben Jahre später gründete er Eole Water. Das Unternehmen ist heute international vertreten und wurde schon mit zahlreichen Innovationspreisen ausgezeichnet.

 

Website von Eole Water

www.eolewater.com/

 

Bild: Eole Water

 

Veröffentlicht am 19.12.2013
Recycling-Dusche aus Schweden

Trink- und Brauchwasser wird in den nächsten Jahrzehnten auf der Erde knapper, Energie immer teurer. Ideen für einen sparsameren Umgang mit Wasser sind also schon heute sehr gefragt. Das schwedische Startup Orbital Systems hat jetzt eine Duschkabine entwickelt, die gebrauchtes Duschwasser autonom wieder aufbereiten kann. Die Recycling-Dusche soll laut Angaben des Unternehmens über 90 Prozent weniger Wasser verbrauchen als herkömmliche Modelle und die Energiekosten um 80 Prozent senken. Das erste frisch gesäuberte Wasser fließt schon wieder durch die Brause, während sich der Nutzer noch einseift. Und das recycelte Wasser ist noch warm, wenn es erneut durch den Schlauch schießt. Wer zehn Minuten duscht, verbraucht mit dem neuen System laut Orbital Systems nur noch fünf statt 150 Liter Wasser. Die Technik hinter dem Duschwasser-Recycling stammt aus der Raumfahrt. Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS Raumstation ISS sind es gewohnt Wasser zu recyceln. Auch das Trinkwasser wird auf der ISS mit Hilfe von Spezialfiltern aus Abwasser zurückgewonnen. Orbital Systems hat diese Technik nun für den Wasserverbrauch im Badezimmer weiterentwickelt. Auch in einem Freibad im schwedischen Malmö wurden die Spar-Duschen aus Schweden bereits installiert.

 

Website von Orbital Systems

www.orbital-systems.com

 

Bild: Orbital Systems

 

Veröffentlicht am 19.12.2013
Solarstrom aus Wärme

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg haben eine Solarzelle entwickelt, die sowohl Licht als auch Wärme in Strom umwandeln kann. Dadurch erreichen die neuartigen Zellen bei der Gewinnung von Sonnenenergie einen um zehn Prozent höheren Wirkungsgrad. Herkömmliche Solarzellen aus Silizium können dagegen nur Licht in Strom umwandeln - die Wärmestrahlen der Sonne kann dieser Halbleiter nicht verwerten. Ganz im Gegenteil: Bei zunehmender Wärme sinkt der Wirkungsgrad. Die in Kooperation mit Wissenschaftlern der Universität Bern und der Heriot-Watt University in Edinburgh entwickelte Solarzelle des FSI besteht aus zwei Schichten: eine äußere Schicht aus Silizium, die wie üblich Strom aus Licht produziert, und einen darunter liegenden Hochkonverter, der Infrarotstrahlung bzw. Wärmestrahlen in nutzbares Licht umwandeln kann. Diese zweite Schicht besteht aus einem Kunststofffilm, in den Partikel eingebettet sind, die hauptsächlich aus Natrium-Yttrium-Fluorid bestehen. Wie teuer die ISE-Technik im Praxiseinsatz kommt, muss noch geklärt werden. Sollten bei der Produktion der neuartigen Solarzellen keine zusätzlichen Kosten entstehen, würde die Photovoltaik für Strom-Konsumenten auf jeden Fall noch einmal attraktiver werden.

 

Bild: ISE

 

Veröffentlicht am 19.12.2013
Wie viel Wald die Erde im 21. Jahrhundert schon verloren hat

Mit Hilfe von Satellitenbildern hat ein internationales Forscherteam um den Geografen Matthew Hansen von der University of Maryland, USA, die Entwicklung des weltweiten Baumbestands von 2000 bis 2012 ermittelt. Aus den Daten geht hervor, dass die Erde bereits in den ersten zwölf Jahren des 21. Jahrhunderts um 1,5 Millionen Quadratkilometer Wald ärmer wurde. Vor allem der Regenwald schwindet immer noch rasant. Hansens Team liefert die bisher präziseste Darstellung der Verluste und Zuwächse von Wald auf unserem Planeten: die erste interaktive Karte der Veränderung des Waldbestandes, die sowohl lokal als auch global aussagekräftig ist.

 

Bild: Hansen, Potapov, Moore, Hancher

 

Veröffentlicht am 19.12.2013
Selbstleuchtender Straßenbelag soll Energiekosten senken

In krisengeschüttelten EU-Ländern wie Portugal und Spanien soll künftig bereits an der Straßenbeleuchtung gespart werden, um die Staats- und Gemeindeausgaben zu senken. Da kommt eine Innovation aus England gerade recht: Die Forschungsabteilung des englischen Unternehmens Pro-Teq Surfacing hat einen neuartigen selbstleuchtenden Straßenbelag namens „Starpath" entwickelt, der Straßenlaternen künftig überflüssig machen und Energiekosten einsparen könnte. Der Spezialbelag wird mit Hilfe eines Sprays auf herkömmliche Asphaltwege aufgetragen und derzeit im Rahmen eines Pilotprojekts im englischen Cambridge bereits im Alltagseinsatz getestet. Bei „Starpath" handelt es sich im Wesentlichen um eine Polyurethan-Leuchtmasse. Darin sind Partikel enthalten, die tagsüber das UV-Licht der Sonne speichern und dieses nach Sonnenuntergang wieder abgeben. Die Intensität des Lichts, das der Belag an die Umwelt abgibt, hängt von der Dunkelheit ab. Je dunkler die Nacht, desto heller strahlt „Starpath". Die Behandlung eines ca. 130 Meter langen Weges mit dem Spezialbelag soll nur wenige Stunden dauern, dabei wird die auf die Oberfläche aufgetragene Leuchtmasse mit einem schnelltrocknenden Lack versiegelt.

 

Pro-Teq Starpath auf YouTube

http://www.youtube.com/watch?v=DirpewBP6Cw&feature=youtu.be

 

Bild: Pro-Teq Surfacing

 

Veröffentlicht am 19.12.2013
Wie der Klimawandel die Meere verändert

Durch die Erderwärmung werden sich die Ozeane in den nächsten Jahrzehnten bis zum Meeresgrund wandeln - das prognostiziert ein internationales Forscherteam um Camilo Mora von der Universität Hawaii im wissenschaftlichen Fachmagazin „PLoS Biology". Demnach wird der Klimawandel bis zum Jahr 2100 nahezu jede Meeresregion erfassen und das Wasser an der Meeresoberfläche fast überall wärmer, saurer, und sauerstoffärmer machen. Die Studie rechnet aber auch in tieferen Regionen mit durchgreifenden Veränderungen, die Produktivität der maritimen Ökosysteme werde abnehmen. Das Zusammenspiel aller Faktoren werde letztlich die Nahrungsketten in den Weltmeeren und das Leben von Millionen Menschen, die am und vom Meer leben, stark beeinträchtigen. Zwischen 470 und 870 Millionen der ärmsten Menschen der Welt sind derzeit auf die Ozeane als Nahrungslieferant oder Einnahmequelle angewiesen.

 

Bild: Harald Schottner / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 07.11.2013
Speiseöldiebe im „Big Apple“

Während die Polizei hierzulande immer mehr Metalldiebstähle aufklären muss, zeichnet sich in New York im Dunstkreis der Recyclingindustrie bereits ein neuer krimineller Trend ab: der Diebstahl von altem Speiseöl und Frittenfett. Im „Big Apple" boomt inzwischen das Recycling von gebrauchtem Speiseöl und Fetten derart, dass der größte Entsorger (Grease Lightning) der Metropole schon Diebstähle von Frittieröl aus seinen Tankwagen verzeichnet. Der ölige Abfall aus Restaurants und Pommes-Buden wird zu Bio-Sprit verarbeitet. Auf dem florierenden Markt an der Ostküste kann man offenbar auch Diebesgut mit Leichtigkeit an den Mann bringen.

 

Bild: Grease Lightning

 

Veröffentlicht am 07.11.2013
Die EU sagt dem Plastiksackerl den Kampf an

Die EU-Kommission will die Plastiksackerl-Flut in Europa spürbar eindämmen. Laut EU-Statistik landen in Europa jährlich mehr als acht Milliarden Kunststofftaschen auf dem Müll, jeder Europäer verbraucht nach Angaben der EU-Kommission pro Jahr 198 Plastikbeutel. Künftig will Brüssel den Mitgliedsstaaten auch nationale Verbote erlauben und vor allem den Verbrauch leichter Einwegsackerl minimieren. Betroffen sind Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke unter 50 Mikron (1 Mikron = 1/1000 Millimeter). Als langfristige Zielvorgabe wird von EU-Umweltkommissar Janez Potocnik eine Reduktion des derzeitigen Plastiksackerl-Verbrauchs um bis zu 80 Prozent anvisiert, zu einer Änderung der dafür maßgeblichen Richtlinie über Verpackungen und Verpackungsabfälle (94/62/EG) könnte es schon 2014 kommen. Mit der Eindämmung der Plastiksackerl-Flut wollen die EU-Umweltbeauftragten insbesonders die durch Plastik immer stärker bedrohten Gewässer schützen. Nach jüngsten Schätzungen treiben z.B. allein im Mittelmeer bereits mehr als 200 Milliarden Kunststoffteilchen mit einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen.

 

Bild: Ralph Aichinger / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 07.11.2013
Ruanda sagt nein zu Plastik

Das strengste Plastiksackerl-Verbot überwachen die Gesetzeshüter im ostafrikanischen Ruanda. Plastiktüten sind im dicht bevölkerten Land am Äquator schon seit 2006 verboten, die Einkäufe werden in Shops und Supermärkten grundsätzlich in Papiertaschen verpackt. Wer mit einer Plastiktasche einreist, muss diese an der Grenze abgeben. Wer leere Plastikflaschen achtlos wegwirft, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Mit seinen scharfen Bestimmungen will Ruanda zum afrikanischen Vorzeigeland in Sachen Umweltschutz werden. Andererseits wurde hier eine für afrikanische Verhältnisse beachtliche Plastik-Recyclingindustrie aufgebaut. Was immer an Altkunststoff auf Müllhalden oder Straßen zu finden ist, wird inzwischen von privaten Sammlern an die Recycling-Pioniere des Landes verkauft.

 

Veröffentlicht am 07.11.2013
Wie wir alle von mineralischen Rohstoffen abhängen

Ohne die Förderung und den Einsatz mineralischer Rohstoffe wäre unser tägliches Leben unvorstellbar. Jeder Österreicher verbraucht davon im Schnitt 18 Tonnen pro Jahr. Egal ob Auto, Fernseher, Mobiltelefon oder Druckerpapier - in den meisten technischen Produkten sind diese Ressourcen enthalten. Die heimische Mineralrohstoffwirtschaft gewinnt jährlich ca. 120 Millionen Tonnen feste mineralische Rohstoffe und fördert knapp eine Million Tonnen Rohöl, sowie 1,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Sie produziert im Jahr 7,4 Millionen Tonnen Stahl, rund 370.000 Tonnen Aluminium (sekundär) und 100.000 Tonnen Kupfer (sekundär). Bei Wolfram hat Österreich den siebtgrößten Anteil der Förderung am Weltmarkt.

 

Bild: Uschi Dreiucker / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 07.11.2013
Ihr Notebook, guten Appetit!

Recycling als ultima ratio der Verwertung von Elektroschrott? Von wegen! Forscher der Johannes-Kepler-Universität in Linz haben jetzt einen Feldeffekttransistor entwickelt, der biologisch abbaubar und sogar zum Verzehr geeignet ist. Feldeffekttransistoren sind kleine elektrische Bauteile, die u.a. in der Kommunikationstechnik zum Einsatz kommen. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Bio-Bauteile dieser Art künftig auch in der Medizin (z.B. als Tabletten mit eingebauten Minicomputern), bei der Frische-Kontrolle von Lebensmitteln und auch in der Unterhaltungselektronik eingesetzt werden könnten. Ein erster Schritt zum essbaren Notebook oder Smartphone wäre damit also getan. Der Prototyp aus Linz besteht aus natürlichen Ausgangsstoffen, wie Glucose, Koffein oder Beta-Karotin und wurde auf einen biologisch abbaubaren Film aufgedruckt. Am Ende seiner Nutzung wird der Transistor entweder kompostiert - oder verspeist.

 

Website der Johannes-Kepler-Universität Linz

http://www.jku.at/content

 

Bild: Jorma Bork / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 09.10.2013
Titan Recycling

Drei Jahre lang will die Leibniz Universität Hannover das Recycling von Titan einem Test unterziehen. Das Projekt trägt den Namen „Return" und wird vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Die Effizienzoffensive der Hannoveraner Wissenschaftler konzentriert sich auf Strategien für den Wiedereinsatz von Titanspänen, die zum Beispiel bei der Herstellung von Flugzeugbauteilen in großer Menge anfallen. Derzeit werden verunreinigte Späne nur noch für weiße Wandfarbe oder als Zugabe für die Stahlschmelze verwendet. Sieben Industriepartner haben sich dem Projekt angeschlossen. Die Forscher wollen mithilfe eines neuen Kühlkonzepts während der Zerspanung einen geschlossenen Werkstoffkreislauf schaffen und so einen Großteil der Späne in hoher Qualität zurückgewinnen.

 

Bild: de.wikipedia.org/wiki/Titan_%28Element%29

 

Veröffentlicht am 09.10.2013
Recyclingchancen der Tablets

21 Tablet-PCs haben Experten des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) zerlegt, um die Recyclingchancen dieser enorm beliebten PC-Klasse genauer zu erforschen. Tablets enthalten viele wertvolle Bauteile und Materialien, die aber aufgrund ihrer komplexen Konstruktion nur schwer aus dem Verbund getrennt werden können. Entsprechend problematisch gestaltet sich die Verwertung von Altgeräten. Die Studie wurde im September 2013 in Berlin präsentiert. Eine Erkenntnis der Forscher: Es gibt auch bei den beliebtesten Geräten enorme Unterschiede, was die Austauschbarkeit von einzelnen Baugruppen bei Defekten betrifft. Und: Für das Recycling sei es entscheidend, Akkus schnell entnehmen zu können, was allerdings nur bei einem der 21 Testgeräte möglich gewesen sei.

 

Bild: Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration

 

Veröffentlicht am 09.10.2013
SECOND LIFE. Upcyclingglasdesign aus Finnland

Bis 8. November 2013 zeigt das WAGNER:WERK Museum Postsparkasse im Rahmen seines Schwerpunktprogramms Design die Ausstellung „SECOND LIFE. Upcyclingglasdesign aus Finnland". Präsentiert werden Glasarbeiten der finnischen Designer Jan Torstensson und Jukka Isotalo, die deutlich machen, welche Auswirkungen die ökologischen und ökonomischen Debatten in den letzten Jahrzehnten auf die Material-Anschauung im Glasdesign hatten. Re-Design und Recycling sind (überlebens)not-wendige Schritte in eine Zukunft, die in vielfacher Hinsicht noch ungewiss ist. Jan Torstensson konnte beispielsweise den Flughafen Helsinki-Vantaa als Hauptrohstofflieferanten für seine Kreationen gewinnen. Vom Airport bezieht er ausgediente Wein- und Piccolo-Sektflaschen und verwendet diese für die Fertigung von Trinkgläsern. Grundlage der gesamten Tätigkeit des Glasstudios und eines seiner wichtigsten Ziele ist eine möglichst ökologische Produktionsweise.

 

Ausstellungs-Website

http://www.ottowagner.com/sonderausstellung/second-life/

 

Bild: www.ottowagner.com

 

Veröffentlicht am 09.10.2013
Alpiner Müll: Müllberge auf den Bergen

Nicht nur am Mount Everest, auch auf unseren Gipfeln schlägt man sich in der Hochsaison der Wanderer mit wachsenden Müllbergen herum. Als „Müllmänner" betätigen sich hierzulande vor allem die Mitarbeiter des Österreichischen Alpenschutzverbandes. Auch diesen Sommer waren die Säuberungstrupps vier Wochen lang in fünf Bundesländern im Einsatz und suchten im Fall des Falles sogar mit Hilfe von Metalldetektoren nach vergrabenem oder unter Felsen abgelagertem Abfall. Seit der Gründung des Alpenschutzverbandes im Jahr 1971 haben die Naturschützer bereits 3,5 Millionen Liter Müll gesammelt.

 

Bild: Alpenschutzverband

 

Veröffentlicht am 04.09.2013
Kaffee als Geruchskiller für Trikots

Dass Kaffeearoma am Morgen oder in der Kaffeepause sehr anregend wirken kann, ist bekannt. Weniger Menschen wissen aber, dass Kaffeesatz als altes Hausmittel auch den Kühlschrank vor unangenehmen Gerüchen schützt. Die taiwanesische Firma Singtex hat diese „Nebenwirkung" als Geschäftsidee aufgegriffen und setzt Kaffeepulver heute als Geruchskiller für Sport-Textilien ein. Dafür wird Kaffeesatz getrocknet und das Öl, das dem Pulver die braune Farbe verleiht, entfernt. So entsteht ein beiges Pulver, das mit dem Recyclat von PET-Getränkeflaschen vermengt wird. Aus dieser Recycling-Masse wird Polyester hergestellt, die wichtigste Synthetikfaser für Funktionstextilien. Der Schuss Kaffeepulver sorgt dafür, dass der Stoff schnell trocknet und nicht wie andere Synthetikfasern den Geruch von Schweiß oder Zigarettenrauch aufnimmt. Kunden wie Puma, Nike, Timberland und Boss verarbeiten die Singtext-Funktionstextilien mit fünf Prozent Kaffeesatz zu Sport- und Outdoorbekleidung. So läuft etwa der englische Fußball-Traditionsklub FC Liverpool neuerdings mit solchen Dressen auf.

 

Bild: FC Liverpool Fanshop

 

Veröffentlicht am 04.09.2013
Wie man Kohlendioxid nutzbar machen könnte

1,4 Milliarden Tonnen Kohlendioxid verwandeln allein Europas Wälder Jahr für Jahr durch Photosynthese in biologisches Grün um. Kohlendioxid fungiert auf diese Weise als Rohstoff für die Bildung von Biomasse in Ökosystemen. Und was die Natur kann, will die Industrie jetzt nachahmen: CO2 wird immer öfter als „Kraftstoff der Chemieindustrie" propagiert. Erste Versuche, das Klimagas als Auto-Treibstoff oder Rohstoff für Nagellack, Kunstdünger, etc. nutzbar zu machen, laufen bereits. Schon 2011 kam ein Expertengremium der EU zu dem Schluss, ein Zehntel des weltweit ausgestoßenen Kohlendioxids - 2011 wurden weltweit 34.032,7 Millionen Tonnen aus energetischer Nutzung emittiert - ließe sich sinnvoll verwenden. Kohlendioxid macht ca. 60 Prozent des vom Menschen verursachten zusätzlichen Treibhauseffekts aus. Es entsteht u.a. bei der Verbrennung fossiler Energieträger (durch Verkehr, Heizen, Stromerzeugung, Industrie) und wird im Schnitt erst nach 120 Jahren in der Atmosphäre abgebaut.

 

Bild: ichtkunst.73 / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 04.09.2013
PET-Sammelquoten steigen

Nach Angaben der Non-Profit-Organisation Petcore sind die Sammelquoten für PET-Flaschen in Europa 2012 erneut gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden EU-weit 1,68 Millionen Tonnen PET bzw. 60 Milliarden Flaschen eingesammelt. Damit liegt die Sammelquote um 5,6 Prozent höher als im Jahr 2011. Die Kunststoffrecycling-Industrie hat nun europaweit eine Sammelquote von 52 Prozent erreicht.

 

Bild: petcore-europe.org

 

Veröffentlicht am 04.09.2013
Pilotprojekt: Fernüberwachung gegen Müllsünder

Mit einem cloud-basierten Fernüberwachungssystem der Firma Bosch Sicherheitssysteme ist seit Juni 2013 die Gemeinde Vaterstetten bei München Müllsündern auf der Spur. Vier Wertstoffinseln werden im Rahmen des Pilotprojekts überwacht, erste Bilder von „Delinquenten" wurden der Gemeinde bereits zur Verfügung gestellt. Die Techniker haben Masten mit Überwachungskameras und unterstützender Technik (u.a. ein UMTS-Modem) aufgestellt. Das System zeichnet während und außerhalb der Betriebszeiten regelmäßig Standbilder auf. Bei illegalen Ablagerungen sind die Aufnahmen zur Beweissicherung, Nachverfolgung, Analyse und gegebenenfalls zur Identifizierung von Personen oder Fahrzeugen sehr hilfreich. Läuft die Überwachung weiter erfolgreich, will der bayerische Ort den Service auf weitere Müllplätze ausdehnen.

 

Bild: Bosch

 

Veröffentlicht am 04.09.2013
Buch vs. E-Book-Reader: Die Umweltbilanz

E-Book-Reader wie Kindle und Tolino werden immer beliebter. Nun stellt sich die Frage: Wie sieht die Ökobilanz der schönen neuen Lesewelt aus? Ist ein E-Reader umweltfreundlicher als das gute alte Buch? Das Ökoinstitut Freiburg hat 2011 die wichtigsten Daten ermittelt und einen Vergleich gezogen. In der umfassenden Studie wurden die Herstellung, Anwendung und Entsorgung von elektronischen Lesegräten untersucht. Auch der Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkungen in Form von CO2-Emmissionen flossen mit ein. Demnach werden bei der Herstellung eines herkömmlichen gedruckten Buches etwa 1,1 Kilogramm Kohlendioxid freigesetzt. Wurde dafür Recycling-Papier verwendet, sind es rund 900 Gramm. Dagegen setzt der Herstellungsprozess eines elektronischen Lesegeräts etwa acht Kilogramm des Klimakillers CO2 frei. Die Freiburger Forscher gingen dabei von einem guten, robusten E-Book-Reader mit einer Bildschirmgröße von sechs Zoll und einem E-Ink-Display aus. Fazit: Ab zehn gelesenen Büchern im Jahr ist der E-Book-Reader umweltfreundlicher. Ob das Buch oder das elektronische Lesegerät die bessere Ökobilanz aufweist, hängt also von der Nutzung des Lesers ab. Je länger der Reader im Einsatz ist und je mehr Bücher darauf geladen sind, desto besser ist die Umweltbilanz. Wird ein ausgemustertes Altgerät, das beispielsweise durch ein neueres Modell ersetzt wird, auch noch richtig entsorgt oder an eine andere „Leseratte" weiterverschenkt, fällt die Ökobilanz des E-Book-Readers noch einmal deutlich besser aus.

 

Bild: günther gumhold / www.pixelio.de

 

Veröffentlicht am 30.07.2013
Wie Sie mit einem Wasserkocher Strom sparen können

Normalerweise werden Kartoffel oder Spaghetti im Kochtopf auf der Herdplatte gekocht. Bis das Wasser richtig aufgeheizt ist und wallt, können dabei je nach E-Herd und Kochfeld ganz schön viele Minuten vergehen, was sich natürlich letztlich im Stromverbrauch und in der Stromrechnung niederschlägt. Was viele Hobbyköche nicht wissen: Wenn sie das Wasser zuerst in einem Wasserkocher erhitzen und dann auf dem Herd im Kochtopf weiterköcheln lassen, können sie ganz leicht knapp die Hälfte der Stromkosten einsparen.

Ein moderner Wasserkocher verbraucht nämlich beim Erhitzen des Wassers erheblich weniger Energie als eine gusseiserne Herdplatte oder ein Ceran-Kochfeld. Auch viele Induktions-Felder sind nicht so effizient wie der gute, alte Wasserkocher. Entscheidend dabei ist freilich, dass der Wasserkocher über eine Abschaltautomatik verfügt, sonst sprudelt das Wasser sinnlos vor sich hin. Und für die Lebensdauer des Geräts wäre das auch nicht wirklich gut ...

 

Bild: Timo R. / www.pixelio.de

 

Veröffentlicht am 30.07.2013
E-Schrott-Recycling mit Neutronengenerator: Wie Atommüll-Technik im Abfall Millionenschätze aufspürt

In den Millionen Tonnen Müll, die bei uns alljährlich anfallen, schlummern viele wertvolle Rohstoffe. Diese Rohstoffe möglichst simpel und sortenrein aus den Abfallmassen herauszufiltern, ist für die Verwertung von entscheidender Bedeutung. Das deutsche Forschungszentrum Jülich setzt dafür neuerdings eine Technik ein, die eigentlich für die Analyse von Atommüll entwickelt wurde. Dabei wird Abfall zunächst mit einem Scanner nach dem Wert der Inhaltsstoffe sortiert. Hinter dem Scanner verbirgt sich allerdings ein Gerät, das für einen ganz anderen Zweck entwickelt wurde: ein Neutronengenerator zur Analyse von Fässern mit Atommüll. Der größte Vorteil der „Atommülltechnik" ist ihre Geschwindigkeit. Innerhalb von Billionstel Sekunden erkennt der Scanner die Metalle, die in einem Gerät stecken und zurückgewonnen werden können. Die Technologie registriert auch die Mengen und ermittelt daraus den Wert der

Inhaltsstoffe. In Jülich ist man sicher, dass dieses Verfahren künftig auch für das Sortieren von Elektronikschrott genutzt werden kann und so das Urban Mining bei E-Schrott entscheidend verbessern wird.

 

Bild: Logo Forschungszentrum Jülich

 

Veröffentlicht am 30.07.2013
Batterie-Elektroden aus Reishülsen

Koreanische Materialforscher haben eine verblüffende Verwendungsmöglichkeit für die Reste der Reisernte entdeckt. Die harten Hüllschichten rund um das Reiskorn sind als Rohmaterial für moderne Hochleistungs-Akkus perfekt geeignet. Das Abfallprodukt der Reisernte - bisher u.a. schon als Düngezusatz oder Isoliermaterial eingesetzt - weist einen hohen Anteil an eingelagertem Siliziumdioxid auf. Dieser Stoff schützt das wachsende Korn als atmungsaktive „Hartschale" vor schädlichen Einflüssen. Die koreanischen Forscher haben nun herausgefunden, dass die natürliche Nanostruktur der Siliziumanteile in den Reishülsen erstklassiges Rohmaterial für die Akku-Produktion hergibt. Richtig aufbereitet kann das Siliziumdioxid als Anode in Lithium-Ionen-Akkus dienen. Das Material liegt von Natur aus in einer sehr feinporigen Struktur vor und hilft die Ladeleistung von Batterien zu steigern. Und das Beste daran: Der Rohstoff ist erstens nachwachsend und zweitens schier unerschöpflich...

 

Bild: Alexander Hauk / www.pixelio.de

 

Veröffentlicht am 30.07.2013
Fluch und Segen der High-Tech-Sportbekleidung

Es gibt sie für Fußballer, Radfahrer oder Bergsteiger: Atmungsaktive, funktionelle Sportbekleidung, die jedem Wetter trotzt und Schweiß absorbiert. Im Vorjahr untersuchte die Umweltorganisation Greenpeace in ihrer Studie „Chemie für jedes Wetter" 14 Outdoor-Kleidungsstücke nach Schadstoffen. Ergebnis: In jedem der Sportbekleidungs-Modelle fanden sich Spuren von poly- und perfluorierten Chemikalien (PFC). PFC sorgt dafür, dass Kleidung von außen und innen trocken bleibt. Diese Substanzen gefährden laut dem Bundesverband der Deutschen Sportartikelindustrie die die Nutzer von Outdoor-Jacken, Schlafsäcken oder Zelten nicht direkt, da sie sich in den Außenstoffen verstecken, bedrohen jedoch bei der Herstellung, beim Waschen und beim Recycling die Umwelt und indirekt auch die Gesundheit des Menschen: Sie reichern sich etwa im Trinkwasser und über die Nahrungskette im menschlichen Organismus an und bauen sich nur schwer ab. Eine Outdoor-Firma namens Pyua aus Norddeutschland hat deshalb ein System namens Closed-Loop-Recycling entwickelt, um die Schadstoffe aus seinen Produktkreisläufen zu verbannen. Pyua stellt Produkte aus Altkleidern und PET-Flaschen her, die nach Gebrauch erneut zu 100 Prozent recycelt werden können. Gemeinsam mit zwei Recyclingunternehmen erfasst der Hersteller jedes einzelne Textilstück, um es in weiteren Sortier- und Trennschritten neuen Produkten zuzuführen. Mit diesem System betragen der Energieverbrauch sowie der CO2-Ausstoß jeweils nur ein Fünftel im Vergleich zur ursprünglichen Polyestergewinnung.

 

Bild: www.hamburg-fotos-bilder.de / www.pixelio.de

 

Veröffentlicht am 30.07.2013
Der Müllmann vom Mount Everest

Er hat nicht nur eine der erfolgreichsten Karrieren als Sherpa hinter sich, er heißt auch Sherpa. Ang Tshering Sherpa ist Chef eines Trekkingunternehmens und seit vielen Jahren Präsident des Bergsteigerverbandes in Nepal. Und noch eine Besonderheit zeichnet ihn aus: Sherpa leitet jene Trekking-Company, die als „Müllabfuhr vom Mount Everest" Berühmtheit erlangte. Schon seit Jahren säubert Sherpas Unternehmen den höchsten Berg der Erde von den Hinterlassenschaften der vielen Expeditionen. Von Zeltresten und Seilen über Gaskocher bis hin zu den gefrorenen Leichen der Unglücklichen, die bei der Besteigung des Bergriesen ums Leben gekommen sind, tragen Sherpas Helfer alles Mögliche zu Tal. Und im Jubiläumsjahr 2013 - die Feierlichkeiten zur Erstbesteigung des Mount Everest vor 60 Jahren lockten tausende Kletterer an - steht Ang Tshering vor der größten Säuberungsaktion überhaupt ...

 

Bild: www.asian-trekking.com

 

Veröffentlicht am 03.07.2013
Vom Buch zur Tür: REdesign+ Award 2013

Zum zweiten Mal wurde im Juni 2013 der REdesign+ Award vergeben. Der Hauptpreis, der auch mit der Produktumsetzung durch einen sozialwirtschaftlichen Betrieb verbunden ist, geht an das Projekt von Josef Pfeiffer (Arge Kunst vom Rand): „Altstoff Buch als Werkstoff", in der Kategorie „Haushalt & Wohnen" nominiert, zeigt neuartige Weiterverwendungsmöglichkeiten für nicht mehr genutzte Bücher und Druckwerke. Bücher werden zu Bodenbelägen und Türverkleidungen oder als Verbundwerkstoff oder zur Schalldämmung genutzt. Das Projekt überzeugte die Jury vor allem wegen seines Innovationscharakters und der Materialverfügbarkeit, auch Kataloge und Magazine können bei der Ideenumsetzung verwendet werden. Der Award wird von designaustria, Wissenszentrum und Interessenvertretung für Design in Österreich, vergeben.

 

Mehr Informationen und weitere Preisträger:

www.redesignplus.eu

 

Bild: Logo REdesign+ Award 2013

 

Veröffentlicht am 03.07.2013
Plastik aus Bananenschalen

Wird diese Erfindung die Plastikproduktion revolutionieren? Die 16-jährige Schülerin Elif Bilgrin aus der Türkei hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Bananenschalen zu Plastik verarbeitet werden können. Statt das immer knapper werdende und sündteure Erdöl als Rohstoff zu verwenden, greift die Methode der jungen Türkin auf die Zellulose der Bananenschale zurück. Der so gewonnene Biokunststoff kann beispielsweise zur Isolierung von Kabeln benutzt werden. Zwei Jahre tüftelte die junge Dame, die Nobelpreisträgerin Marie Curie zu ihren Vorbildern zählt, an ihrer Methode, mit der sie heuer den mit 50.000 Dollar dotierten Preis „Science in Action" abräumte. In der renommierten US-Fachzeitschrift „Scientific American" wurde Bilgrin unlängst als Gewinnerin vorgestellt. Sie kann damit auch an einem Wettbewerb für Nachwuchsforscher teilnehmen, den der Internetriese Google im September in Kalifornien veranstaltet.


Bild: Peter Smola / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 03.07.2013
Elektronikgeräte leben länger als wir glauben

Laut einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) haben Elektronikgeräte eine deutlich längere Lebensdauer als bisher angenommen. Swico, das nationale Schweizer Rücknahmesystem für ausrangierte Elektro- und Elektronikgeräte, präsentierte die Ergebnisse des Studienprojekts Ende Juni auf dem Greenforum 2013 in Spreitenbach (Schweiz).

Die Projektgruppe der FHNW hat während sechs Monaten über 1500 ausgemusterte Geräte aus Schweizer Recyclingbetrieben auf ihre Lebensdauer hin analysiert und ausgewertet. So gelangen beispielsweise Mobiltelefone erst durchschnittlich acht Jahre nach der Produktion zurück in den Recycling-Kreislauf. Laptops und Drucker leben mit rund neun Jahren sogar noch länger. Das Ergebnis der Studie stellt die zuletzt vermehrt geäußerte Kritik an der kurzen Lebensdauer elektronischer Geräte und die Forderungen nach einer gesetzlich verordneten Produkte-Lebensdauer in Frage.

 

Bild: Logo Fachhochschule Nordwestschweiz

 

Veröffentlicht am 03.07.2013
Sandsäcke nach der Flut

Nach dem Hochwasser im Juni 2013 müssen in Deutschland überall Sandsackbarrieren wieder abgebaut werden. Allein in Nordsachsen wurden Millionen Sandsäcke eingesammelt - ein Großteil davon landet auf dem Müll. Sind die Säcke mit Ölresten oder Fäkalien verschmutzt, müssen sie sogar als Sondermüll entsorgt werden. Nur nicht verunreinigte, trocken gebliebene Behälter werden entleert und für den nächsten Ernstfall eingelagert. Der Sand wird übrigens häufig zum Abdecken von Deponien verwendet, zum Teil - etwa wenn die Säcke nur von Regenwasser durchfeuchtet oder gar nicht beeinträchtigt wurden - kommt der Sand auch zurück in die regionalen Kieswerke (Schottergruben).

 

Bild: M.E. / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 03.07.2013
Mülltonnen-Rennen – ein Sport mit Zukunft?

Am 1. und 2. Juni 2013 fand an der Hochfirstschanz im deutschen Neustadt (Titisee) die dritte Auflage des „Hochschwarzwälder Dreckeimerrennens" statt. Gefahren wurde hier auf handelsüblichen, renntauglich gemachten Mülltonnen. Die Piloten liegen mit Helm und Schonern ausgestattet bäuchlings auf den Containern und rasen über die Straße an der Hochfirstschanze den Hang hinunter. Gesteuert und gebremst werden die seltsamen Gefährte per Gewichtsverlagerung und mit den Füßen. Auch Fahrer aus Österreich waren am Start. Dass der Bewerb jedoch eher der Abteilung „Funsport" zuzuzählen ist, lässt sich schon daran erkennen, dass er von den „Neustädter Gägs" und den „Hornochsen Neustadt" (so nennen sich die Lokalmatadore des aufstrebenden Dreckeimer-Racings) organisiert wird.

 

Infos und Anmeldung:

http://www.dreckeimerrennen.de

 

Bild: dreckeimerrennen.de

 

Veröffentlicht am 23.05.2013
Heizen mit Müll: Positive Prognose

Die „Waste to Energy"-Marktanalysten der Agentur Frost & Sullivan erwarten, dass der EU-Markt für Müllheizwerke bis 2016 deutlich wachsen wird. Für 2012 wurde in Europa ein Gesamtumsatz von 4,22 Milliarden US-Dollar ermittelt, bis 2016 wird dieser voraussichtlich auf 4,94 Milliarden US-Dollar steigen. Verantwortlich dafür sind laut Frost & Sullivan neben der positiven Einnahmenentwicklung auch modernere Anlagen mit verringertem Schadstoffausstoß und längeren Betriebslaufzeiten, die gesetzlich festgelegte Emissionswerte besser erfüllen. In der Vergangenheit hätten die hohen Anschaffungskosten für „Waste to Energy"-Verfahrenslösungen und die starke Opposition gegen den Bau neuer WtE-Anlagen potenzielle Investoren abgeschreckt. Für die künftige Marktentwicklung sei die Zusammenarbeit von Abfallentsorgungs- und Energieunternehmen entscheidend, um integrierte Lösungen mit Segmenten zur Trennung, Verbrennung und Luftreinhaltung zu etablieren.

 

Bild: Thomas Max Müller / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 23.05.2013
Tirol will energieautark werden

Das Burgenland wird heuer voraussichtlich als erstes Bundesland erstmals so viel Strom aus erneuerbaren Energiequellen (v.a. Windräder) produzieren, wie im Land auch verbraucht wird. Nun streben auch andere Bundesländer eine bessere Energiebilanz an. Tirol beispielsweise will im Jahr 2050 energieautark sein, dazu soll der Energieverbrauch im Land bei anhaltendem Wirtschaftswachstum halbiert werden. Ankurbeln will man die positive Entwicklung mit großzügigen Fördermitteln für erneuerbare Energieträger, Energieeffizienz sowie Maßnahmen, die Luftschadstoffe, Lärm oder gefährliche Abfälle vermeiden helfen oder verringern.

 

Bild: Wappen www.tirol.gv.at

 

Veröffentlicht am 23.05.2013
Strom für alle? Eine Utopie …

Eine unlängst veröffentlichte Studie eines internationalen Wissenschaftlerteams geht der Frage nach, wie man jenen 20 Prozent der Weltbevölkerung (ca. 1,4 Milliarden Menschen) helfen könnte, die derzeit keinen Zugang zu einem öffentlichen Stromnetz haben. Zum einen geht es dabei um die Versorgung mit Strom für Beleuchtung, Handys, Kühlung, Computer und andere elementare Dinge; andererseits aber auch um Brennstoffe. Weltweit sind viele Menschen auf Brennstoffe angewiesen, wenn zum Kochen oder den Betrieb eines Generators Energie benötigt wird. Die Verwendung von Brennholz belastet aber wiederum die Wälder und erzeugt weltweit große Mengen ungesunden Ruß, der jährlich für Millionen Fälle von Atemwegserkrankungen verantwortlich ist und das Weltklima belastet. Die Studie, an der das österreichische International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) und die Universität von Kumasi in Ghana beteiligt sind, konzentrierte sich auf konventionelle Lösungsansätze und ging u.a. der Frage nach, mit welchem finanziellen Aufwand bis 2030 welches Ergebnis zu erreichen ist. Fazit 1: Ohne zusätzliche Investitionen und entsprechende politische Maßnahmen ist das Ziel, bis 2030 alle Menschen mit Strom und modernen Herden zu versorgen, nicht erreichbar. Allein die Versorgung mit modernen Herden würde über einen Zeitraum von 20 Jahren Investitionen von 757 bis 998 Milliarden US-Dollar bedeuten. Fazit 2: Ohne gezielte Maßnahmen werden bis 2030, so die Wissenschaftler, 50 bis 250 Millionen Menschen zusätzlich auf Feuerholz, getrockneten Kuhdung und ähnliches angewiesen sein.

 

Zur Studie:

http://iopscience.iop.org/1748-9326/8/2/024015/article

 

Bild: Daniel Weiss / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 23.05.2013
Zahnbürsten-Recycling wird ausgeweitet

Zahnbürsten zählen zu den kurzlebigsten und meistverwendeten Kunststoffprodukten. Doch mangels nachhaltigen Entsorgungswegen landen sie nach Gebrauch normalerweise im Hausmüll - und später in der Müllverbrennung. Damit soll jetzt Schluss sein: Das international tätige Recycling-Unternehmen TerraCycle und der Zahnpflege-Hersteller Colgate-Palmolive bieten das erste Recycling-Programm für Zahnbürsten und andere Zahnpflegeprodukte aus Plastik an - und wollen das eingesammelte Material zu hundert Prozent einem stofflichem Recycling zuführen. Wie das bei den Sammelaktionen von TerraCycle üblich ist, sollen die Verbraucher selbst mithelfen, ihre gebrauchten Zahnpflegeprodukte separat zu sammeln und zum Recycling an TerraCycle schicken. Das Prozedere ist an einen karitativen Zweck gekoppelt, denn Colgate spendet für jedes eingesandte Zahnpflegeprodukt zwei Cent an eine vom Teilnehmer ausgewählte gemeinnützige Organisation. Außer Zahnbüsten können auch Zahncremetuben, Zahnseidedöschen und Plastik-Umverpackungen von Zahnpflegeprodukten eingeschickt werden. In den USA, in Mexiko, in Brasilien und in der Türkei ist das Recycling-Programm von TerraCycle und Colgate bereits angelaufen, mehr als zwei Millionen Zahnpflegeprodukte wurden hier bereits eingesammelt. Kürzlich wurde die Aktion auch in Deutschland gestartet.

 

Bild: TerraCycle

 

Veröffentlicht am 18.04.2013
Wiener Müllverbrennung – was passiert mit den Reststoffen?

Die vier Wiener Müllverbrennungsanlagen erzeugen jährlich rund 1,2 Millionen MWh (Megawattstunden) an Wärme und rund 81.000 MWh Strom. Ein Drittel der Wiener Haushalte bezieht heute bereits Wärme aus der Müllverbrennung. Doch was passiert mit dem Abfall, der bei der Abfallverwertung entsteht? Für die Entsorgung jener Reststoffe, die bei der Filterung und Reinigung der in den MVAs anfallenden Rauchgase entstehen, ist die A.S.A. Abfall Service AG als Partner der Magistratsabteilung MA 48 zuständig. Die Rückstände werden derzeit im Salzbergwerk Heilbronn (Deutschland) eingelagert. Die Lagerung im Salzgestein - laut A.S.A. bei absoluter Trockenheit und Dichtheit - bietet eine besonders hohe Sicherheit. 160.000 Tonnen Rauchgasreinigungsrückstände (Filterkuchen und Flugaschen) wurden seit 1992 im Untertagebergwerk Heilbronn rückholbar eingelagert. Rückholbar deshalb, damit bei einer weiteren Verknappung der Rohstoffe in der Zukunft die abgelagerten Materialien als Rohstoffquelle genutzt und die darin enthaltenen Buntmetalle zurückgewonnen werden können.

 

Bild: Magistratsabteilung 48

 

Veröffentlicht am 18.04.2013
Abfallverwertung in Europa steigt konstant

Laut einer Studie der Europäischen Umweltagentur (European Environment Agency, EEA) ist der Recycling-Anteil bei der Müll-Entsorgung in Europa im Zeitraum 2001 bis 2010 von 23 Prozent auf 35 Prozent gestiegen. In absoluten Zahlen heißt das, dass nun pro Jahr bereits 63 Millionen Tonnen Hausmüll verwertet werden. Erfreulicher Nebeneffekt: Die höhere Recyclingquote ist auch gut fürs Klima. Wie die EEA-Experten errechnet haben, ist der müllbedingte CO2-Ausstoß in der EU zwischen 2001 und 2010 um mehr als die Hälfte gesunken. 38 Millionen Tonnen Treibhausgase konnten so eingespart werden.

 

Der Report der EEA im Original

www.eea.europa.eu/publications/managing-municipal-solid-waste

 

Bild: European Environment Agency, EEA

 

Veröffentlicht am 18.04.2013
Plastikmüllfischer im Ozean

Ein 19-jähriger Holländer arbeitet an einer Siebvorrichtung, mit deren Hilfe er im großen Stil Plastikmüll aus den Ozeanen fischen will. Boyan Slat ist Student an der TU Delft und will mit seiner Konstruktion innerhalb von fünf Jahren über 7 Millionen Tonnen an Kunststoffabfällen aus den Meeren holen. Auf einer Verarbeitungsplattform soll das Plastik von Plankton getrennt, gefiltert und zum Recyceln gelagert werden. Das System ist noch nicht serienreif, doch die Universität hat Slat bereits einen Preis im Bereich technisches Design verliehen und der Erfinder selbst hat eine Stiftung mit dem Namen „Ocean Cleanup Foundation" ins Leben gerufen. Unterdessen gehen jedoch immer mehr Forscher - wie etwa der Meeresbiologe Lars Gutow vom Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung - davon aus, dass ein „Plastikmüllfang" in den Weltmeeren kaum etwas ausrichten kann. Dies u.a. deshalb, weil sich 70 Prozent des ozeanischen Mülls auf dem Meeresgrund befänden und die Müllmengen, die man mithilfe von Sammelaktionen und Schleppnetzen an Land bringen kann, im Vergleich zur Gesamtmenge an Plastikmüll im Meer verschwindend gering seien. Aber wer weiß, vielleicht tritt ja demnächst ein 19-jähriger TU-Student aus den Niederlanden den Gegenbeweis an ...

 

Bild: Ocean Cleanup Foundation

 

Veröffentlicht am 18.04.2013
Urban Mining in Österreich – am Beispiel Kupfer

Eine hochrangige Expertenrunde diskutiert 2013 in der dreiteiligen Veranstaltungsserie „Urban Mining - Die Rohstofflager der Zukunft" (der nächste Termin ist für Juni geplant) über bestehende Sekundärrohstofflager und ressourcenschonendes Wirtschaften. Wie Günter Gretzmacher vom Baustoff Recycling Verband beim ersten Round Table Ende März vorrechnete, ist das Urban-Mining-Potenzial auch in Österreich riesig. Mehr als 3.800 Millionen Tonnen an Baumaterial in Bauwerken, die auf österreichischem Grund stehen, kommen dafür in Betracht. Ein interessantes Rechenbeispiel nannte Helmut Rechberger von der TU Wien: „Statistisch gesehen besitzt jeder Österreicher etwa 250 kg Kupfer. Wenn man die derzeit bekannten, abbauwürdigen Kupfervorkommen in der Erdkruste zusammennimmt und durch die Zahl der Weltbevölkerung dividiert, würden wir aber lediglich auf 80 kg Kupfer pro Kopf kommen. Zwar sind noch längst nicht alle Vorkommen entdeckt worden, und dieses Metall wird uns auch nicht in Kürze ausgehen. Trotzdem sollten wir aber jenes Kupfer, das wir bereits besitzen, immer wieder in einen Kreislauf für die Wiederverwendung zurückführen."

 

Bild: Kai Niemeyer / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 18.04.2013
Kupferdiebstahl in Zahlen


Wie kaum ein anderes Metall steht Kupfer heute im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Das liegt u.a. an der großen Zahl von Berichten über Kupferdiebstähle, für die wiederum die stark gestiegenen Rohstoffpreise als Erklärung herangezogen werden. Allein von 1998 bis 2004 legte der Kupferpreis um 50 Prozent zu. Dabei sind die Zahlen für das Delikt Kupferdiebstahl laut österreichischer Kriminalstatistik in den letzten Jahren gleichbleibend, wie der ORF (http://ooe.orf.at/news/stories/2573782/) meldet. 2012 wurden in Österreich von der Polizei knapp 1200 Diebstähle verzeichnet. Der 2011 veröffentlichte Sicherheitsbericht des Bundesministeriums für Inneres (BMI) spricht in diesem Zusammenhang („Diebstahl von Buntmetall") von einem „permanenten Kriminalitätsfeld". Im Schnitt müssen übrigens rund 1000 Tonnen Gestein abgebaut oder 14 Tonnen Elektroschrott recycelt werden, um eine Tonne Kupfer zu gewinnen.

 

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 13.03.2013
1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Abfall

Schon mit einem Viertel aller noch genießbaren Lebensmittel, die pro Jahr im Abfall landen, könnte rein rechnerisch das Hungerproblem auf der Welt gelöst werden. Zu dieser Schlussfolgerung kommen die Autoren einer Studie, die im Rahmen der neuen UNO-Kampagne „Think.Eat.Save.“ durchgeführt wurde. Die UN-Experten gehen aktuell von 1,3 Mrd. Tonnen Lebensmittel im Müll aus, was einem Drittel der weltweiten Produktion entspricht. Mit der neuen Initiative wollen die Vereinten Nationen gegen die enorme Lebensmittelverschwendung vorgehen. Nachdenklich stimmt in dem Zusammenhang auch, dass derzeit in vielen armen Ländern die Menschen mehr als die Hälfte ihres ohnehin kargen Einkommens für Essen ausgeben.

 

Bild: thinkeatsave.org

 

Veröffentlicht am 13.03.2013
Lagerung ungeklärt: Fukushima-Müll

Trauriges Jubiläum: Zwei Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist die Frage der Entsorgung des Atommülls noch weitgehend ungelöst. Die japanische Regierung plant seit fast zwei Jahren Zwischenlager - spezielle Deponien, von doppelten Betonmauern und einer dicken Lage Bentonit umgeben - die den verstrahlten Abfall aufnehmen sollen. Doch die anfallenden Müllmengen sind gewaltig, eine brauchbare Lösung ist noch nicht in Sicht. Seit 2011 laufen Forschungsprojekte, um die Müllmassen zu reduzieren. Allein der Abfall, der bei den Aufräumarbeiten auf dem Gelände von Fukushima Daiichi entsteht, stellt die Arbeiter vor Riesenprobleme. 52.000 Kubikmeter Metall und Beton und 72.000 Kubikmeter Holz sollen, nach ihrer Strahlenbelastung sortiert, an verschiedenen Stellen auf dem Gelände in Zwischenlagern untergebracht werden. Bei den Arbeiten der vielen freiwilligen Putztrupps entstehen Berge von schwach strahlendem radioaktivem Müll, der letztlich nicht abtransportiert werden darf. In der Präfektur Fukushima liegt das Material in Plastiksäcken verpackt in mehr als 5000 Behelfslagern. Hunderttausende von Müllsäcken lagern zusätzlich in Gärten oder auf Feldern, immer wieder kommt es auch zu illegaler Müllbeseitigung. Durch das Erdbeben sind zudem in den japanischen Städten Iwate, Miyagi und Fukushima mindestens 30 Millionen Tonnen (nicht verstrahlter) Müll angefallen, der sukzessive verwertet wird.

 

Bild: Thommy Weiss / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 13.03.2013
Die Ökobilanz einer Kreuzfahrt


Bis zu 800.000 Liter Abwasser entstehen in einer Woche auf einem Kreuzfahrtschiff, davon sind 13000 Liter ölhaltiges Wasser. Ein Passagier verbraucht am Tag fast 400 Liter Wasser und hinterlässt bis zu drei Kilo Abfall. Dazu kommen noch der Klärschlamm aus der schiffseigenen Kläranlage, die Abgase der Müllverbrennung, mit Öl verseuchtes Wasser, das sich im Schiffsrumpf ansammelt und vor allem die Emissionen der Motoren: Schiffsmotoren werden bis heute mit Schweröl betrieben, einem Abfallprodukt der Ölindustrie. An Land müsste es als Sondermüll entsorgt werden, auf dem Wasser darf es einfach verfeuert werden. Kein Wunder also, dass auch die CO2-Bilanz der luxuriösen Ozeanriesen verheerend ausfällt. Der deutsche Bund für Umwelt- und Naturschutz hat errechnet, dass ein Kreuzfahrtschiff pro Passagier und Kilometer mehr als dreimal so viel Kohlendioxid wie eine Boeing 747 erzeugt.

 

Bild: norbert weiß / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 13.03.2013
Flugzeuge sind Rohstoffminen


Das Recycling ausrangierter Jets wird immer effizienter. Am Beispiel des neuen Airbus A300 hat der Hersteller nun vorgerechnet, dass sich bereits 90 Prozent eines stillgelegten Flugzeugs verwerten lassen. In absoluten Zahlen: Von 106 Tonnen Gesamtgewicht kann man bis zu 95,5 Tonnen entweder wiederverwenden oder recyceln. Ein deutlicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass die Altflugzeug-Recyclingquote zuletzt nur bei ca. 55 Prozent lag. Die Flugzeughersteller müssen jedoch schon jetzt umdenken, denn 2015 tritt die Umweltmanagementnorm ISO 14001 in Kraft, die weltweit anerkannte Anforderungen an Umweltmanagementsysteme festlegt. Normiert werden u.a. die Ökobilanzen bestimmter Güter, betroffen ist auch die Flugzeugindustrie. An einer besseren Recyclingausbeute führt also kein Weg vorbei.

 

Bild: O. Fischer / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 13.03.2013
Reif für die Insel – Windenergie in Belgien

Ein revolutionäres Projekt hat Belgien in Angriff genommen, um die Windenergie, die auf hoher See erzeugt wird, küstennahe zu speichern. Vor der Hafenstadt Zeebrugge wird eine hufförmige künstliche Mega-Insel mit einem Wasserkraftwerk errichtet. Fehlt es bei starkem Wind einmal an der Nachfrage nach Ökostrom, soll die Windenergie dazu genutzt werden, das Wasserreservoir in der Mitte der Insel leerzupumpen. Steigt die Nachfrage nach Strom wieder, werden die Schleusen geöffnet, das Wasser strömt zurück in den Staudamm im Inselinneren und treibt dabei Turbinen an, die Strom erzeugen. Anders als bei herkömmlichen Pumpspeicherkraftwerken wird auf der Donut-förmigen Stromspeicherinsel kein Höhenunterschied genutzt, das Prinzip wird in der Ebene angewendet. Die Insel hat bereits einen Durchmesser von rund 3,5 Kilometern, die Regierung rechnet insgesamt mit mindestens fünf Jahren Plan- und Bauzeit.

380 Megawatt erzeugen die Offshore-Windräder derzeit vor der belgischen Küste. In den kommenden Jahren plant Belgien weitere sieben Windparks mit einer Leistung von mehr als 2500 Megawatt, was ungefähr der Kapazität von zwei Atomkraftwerken entsprechen würde. Und zwei Atomkraftwerke sind es auch, die in Belgien derzeit den Großteil des Strombedarfs decken. Doch das Land plant den Atomausstieg, bis 2025 will man die beiden Atomkraftwerke vom Netz nehmen.

 

Bild: Belgisches Wirtschaftsministerium

 

Veröffentlicht am 12.02.2013
Recycling-Roboter aus Finnland

Einen großen Fortschritt beim Müllsortieren mit Hilfe von Robotertechnik haben Forscher des finnischen Unternehmens ZenRobotics gemacht. Erstmals ist es mit Methoden der Künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens gelungen einen Roboter so zu programmieren, dass er in der Lage ist, die Materialien Holz, Metall und Stein gezielt von einem Förderband zu nehmen und in entsprechenden Containern zu sammeln.

Der ZenRobotics Recycler (ZRR) ist damit das erste roboterbasierte Abfallsortiersystem der Welt. Das System verfügt über ein komplexes Sensorsystem, mit dem es selbstständig die wiederzugewinnenden Zielobjekte auswählt und entscheidet, wie diese zu greifen sind. Integriert sind u.a. Kameras für sichtbares Licht und Nahinfrarot, mit Hilfe von Infrarotsensoren lassen sich chemische Bestandteile eines Materials analysieren. Videos und 3D-Laserscanner übermitteln dem Roboter die Gestalt und Lage eines Müllobjekts, Metalldetektoren auf Basis von Induktionsschleifen lassen erkennen, ob ein Material leitend ist. All diese Daten verarbeitet der ZenRobotics Recycler und schafft so die präzise Echtzeitanalyse des zu sortierenden Abfallstroms.

 

Website von ZenRobotics:

http://www.zenrobotics.com/de/

 

Der ZenRobotics Recycler auf YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=bPDH2uSaQeY

 

Bild: ZenRobotics

 

Veröffentlicht am 12.02.2013
NanoPOP – Bakterien recyceln Edelmetall

Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität (JLU) im deutschen Gießen wollen mit ihrem neuen Verbundforschungsprojekt namens NanoPOP zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Das Forscherteam entwickelt ein Verfahren zum mikrobiellen Recycling von Edelmetallen, will aber mit Hilfe nanobiotechnologischer Prozesse gleichzeitig Edelmetall-Nanokatalysatoren für die Beseitigung von Umweltschadstoffen herstellen.

Im Fokus des Projekts stehen industriell bedeutsame Edelmetalle wie Palladium, Platin, Rhodium und Ruthenium. Mit Hilfe von Bakterien werden Edelmetall-Nanopartikel produziert, die für die Entfernung von langlebigen Schadstoffen und pathogenen Mikroorganismen eingesetzt werden. Nach Angaben des Instituts lässt sich dieses Verfahren auch auf die Behandlung von Abwässern und auf Umweltsanierungsverfahren anwenden. Mit der Verwendung der hergestellten Materialien für neuartige Beschichtungstechniken und Edelmetall-beschichtete Keramikoberflächen und Nanofasern bleibe das Verfahren nicht auf chemische Technologien und Umwelttechnologien beschränkt. Es lasse sich auch für verschiedene andere industrielle Anwendungen nutzen - zum Beispiel in der Fahrzeugindustrie.

 

Bild: Justus-Liebig-Universität / Gerd Hause & Michael Bunge

 

Veröffentlicht am 12.02.2013
Wiener Abfallbehandlung bilanziert bei CO2 positiv

Abfallverwertung ist besser als Deponierung. Doch auch die industrielle Abfallverwertung verursacht umweltschädigende Treibhausgase. Deshalb ist es für Kommunen ein Erfolg, wenn Müllverbrennung, Biomasse-Verwertung und Recycling weniger CO2 verursachen, als durch die Abfallverwertung eingespart wird. Die Stadt Wien hat soeben eine neue Studie der Firma „denkstatt" präsentierte. Demnach erspart die Wiener Abfallwirtschaft der Umwelt jährlich 550.000 Tonnen klimaschädigende CO2-Äquivalente, verursacht aber selbst durch die Abfallbehandlung 420.000 Tonnen CO2-Äquivalente. Daraus ergibt sich aktuell ein Einsparungs-Überschuss von 130.000 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr. Die Menge entspricht den jährlichen Emissionen durch die Stromerzeugung für 130.000 Haushalte oder den Emissionen von 60.000 PKW, die jeweils 15.000 km fahren.

 

Bild: wien.gv.at

 

Veröffentlicht am 12.02.2013
Aus Kompost wird Wasserstoff

Ein echtes Forschungs-Schwergewicht ist das am 6. Februar 2013 gestartete EU-Forschungsprojekt SusFuelCat (Sustainable fuel production by aqueous phase reforming - understanding catalysis and hydrothermal stability of carbon supported noble metals). Mit 3,5 Millionen Euro fördert die EU das Projekt über die kommenden vier Jahre. Gesucht wird nach Optimierungen bei der Erzeugung des Energieträgers Wasserstoff aus nasser Biomasse. Der Hintergrund: In ihrer Wachstumsstrategie „Europa 2020" hat die EU drei wichtige Ziele ausgegeben: Bis zum Jahr 2020 will man im EU-Raum die Treibhausgasemissionen um 20 Prozent verringern, den Anteil an erneuerbaren Energien um 20 Prozent erhöhen und zudem Energieeinsparungen von 20 Prozent erreichen. Wasserstoff könnte bei diesen Planspielen eine Schlüsselrolle zukommen. Zum einen entsteht bei der Verbrennung lediglich Wasserdampf und kein CO2. Andererseits kann man ihn aus Biomasse (z.B. Zellstoff) gewinnen, also aus einer regenerativen Energiequelle. Das Projekt SusFuelCat konzentriert sich auf die Wasserstoff-Herstellung durch den Prozess des katalytischen Reformierens in wässriger Lösung (Aqueous Phase Reforming - APR), ein neues Verfahren, das vor allem aufgrund seiner Energieeffizienz vielversprechend ist. Bei dieser neuen Methode wird die noch feuchte Biomasse mit einem Katalysator in Kontakt gebracht. Die in der Folge ablaufenden chemischen Reaktionen zersetzen das Material und setzen kaum verunreinigten Wasserstoff frei.

 

Mehr zum SusFuelCat -Projekt auf der Website der Bayerischen Forschungsallianz

 

http://www.bayfor.org/pi-susfuelcat

 

Bild: Bayerische Forschungsallianz

 

Veröffentlicht am 12.02.2013
Das Müllorchester aus Paraguay

In Paraguay gibt es seit dem Jahr 2002 ein Jugendorchester, das ausschließlich mit Instrumenten aus Müll musiziert. „Landfill Harmonic" heißt die Bigband, die aus der Initiative "Sonidos de la Tierra" (Klänge der Erde) entstanden ist. Das Projekt will mit Hilfe der Musik Kinder von der Straße und aus der Armut holen. Geigen, Cellos und andere Instrumente werden von den Musikern und Helfern aus dem Müll der Wohlstandsgesellschaft gebaut. Blechtonnen, alte Werkzeuge, weggeworfenes Besteck und andere Abfälle von der Müllkippe im paraguayanischen Cateura wurden für die Herstellung verwendet. Das Müllorchester gab schon über 80 Konzerte, zum Teil auch in anderen Ländern Südamerikas. Derzeit wird über die Band ein Dokumentarfilm mit dem Titel „Landfill Harmonc" gedreht, der 2014 in die Kinos kommen soll.

 

Hier der erste Trailer zum Film auf YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=fXynrsrTKbI

 

Bild: Screenshot Video

 

Veröffentlicht am 15.01.2013
Müll durch „Kongresstourismus“

Österreich ist ein beliebtes Ziel für internationale Kongresse und Tagungen. Laut den vorliegenden Daten der Tagungsstatistik fanden in heimischen Kongresszentren 2011 mehr als 13.000 Events mit 1,3 Millionen Teilnehmern statt. Untersuchung des Austrian Convention Bureaus, des Dachverbands der österreichischen Kongressindustrie, verursacht ein Kongressgast pro Tag im Schnitt 3,5 Kilogramm Restmüll durch Abfall bei Übernachtung und Verpflegung sowie aufgrund von kongressrelevanten Unterlagen sogar 5,5 Kilogramm an Papiermüll. An- und Abreise per Flugzeug stehen zudem mit 204 Kilogramm CO2-Ausstoß pro Kopf in der Ökobilanz zu Buche. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat das Lebensministerium gemeinsam mit der Kongressbranche sowie dem Verein für Konsumenteninformation einen Öko-Standard für Veranstaltungen dieser Art entwickelt. Es handelt sich um eine Erweiterung des Österreichischen Umweltzeichens für "Green Meetings und Green Events". Das Gütesiegel für die Event-Branche soll dafür sorgen, dass Veranstaltungen effizienter, moderner und umweltfreundlicher abgewickelt werden.

 

Bild: umweltzeichen.at Logo

 

Veröffentlicht am 15.01.2013
Dosenpfand made in Germany: Jubiläum ohne Jubelstimmung

Von den ca. 240 Millionen Tonnen Kunststoff, die jährlich weltweit produziert werden, landen derzeit je nach Quelle „viele Tausende" bis hin zu „Abermillionen Millionen" Tonnen in den Ozeanen. Genaue Zahlen gibt es laut Angaben der Vereinten Nationen und der National Oceanic and Atmospheric Administration der USA nicht.

- Rund 800 Billiarden Euro Umsatz pro Jahr macht die Kunststoffindustrie mit ihren Produkten.

- Die niedrigste Recyclingquote unter den gebräuchlichsten Kunststoffen hat Styropor. 14 Millionen Tonnen werden jährlich erzeugt, lediglich ein Prozent wird recycelt.

- Studien zu den Auswirkungen von Plastikabfall auf Meerestiere gehen davon aus, dass mindestens 267 Tierarten weltweit davon betroffen sind.

- Schon Ende der 1990er Jahre untersuchten der Segler Charles Moore und seine Crew Proben vom Oberflächenwasser, die sie im Nordpazifikwirbel gesammelt hatten. Sie verzeichneten ein Plastik-zu-Plankton-Verhältnis von sechs zu eins, auf 424 Gramm Plastik kamen 70 Gramm Plankton.

- Basierend auf Satellitendaten von Forschungsbojen berechnet der Ozeanograf Nikolai Maximenko vom International Pacific Research Center der Universität von Hawaii die Verteilung des Plastikmülls im Meer. Seine Simulation zeigt, dass sich die Kunststoffe auf fünf große Strömungswirbel konzentrieren: Je zwei im Pazifik und Atlantik und einer im Südindischen Ozean.

- Der „Kunststoffmagnet" unter den Meeresstränden ist Kamilo Beach auf Hawaii. Aufgrund der Strömungsverhältnisse im Pazifischen Ozean sammeln sich hier auch Abfälle an, die quasi am anderen Ende der Welt ins Meer geraten.

- Chemiker warnen, dass Kunststoff im Salzwasser durch UV-Einstrahlung porös wird, in immer kleinere Teile zerfällt und hochgefährliche Substanzen freisetzt. Zum Beispiel Bisphenol A (BPA) das im Verdacht steht, als potentes Östrogen schon in geringen Dosen zu Fehlgeburten und anderen Fortpflanzungsstörungen zu führen.

- Weitere Gefahren des Kunststoffzerfalls: Mikroplastik, das maximal fünf Millimeter misst, könnte von Korallen aus dem Wasser gefiltert werden und fatale Auswirkungen auf das marine Ökosystem haben. Es könnte an der Oberfläche auch toxische Substanzen wie das Insektizid DDT binden, das dann in stark erhöhter Konzentration durch die Meere reisen würde.

- Die Umweltorganisation Greenpeace mahnt, dass Kunststoffmüll in geringerer Dichte heute bereits entlegene Gegenden der Weltmeere wie den Arktischen Ozean erreicht hat.

 

Bild: S. Kusch

 

Veröffentlicht am 15.01.2013
Umweltorganisationen raten zu Öko-Weihnachtsbäumen

Alle Jahre wieder ist er aus den österreichischen Wohnzimmern nicht wegzudenken: der Christbaum. Wer aber beim Weihnachtsbudget spart und nach besonders billigen Bäumen Ausschau hält, sei gewarnt. Viele Schnäppchen sind mit Kunstdüngern und Pestiziden belastet. In Österreich, wo von den rund 2,5 Millionen Christbäumen knapp 90 Prozent aus heimischen Kulturen stammen, wird das Thema nicht so hochgespielt. Doch nach Informationen der Umweltorganisation Robin Wood stammen viele der mehr als 25 Millionen in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume aus Plantagen, in denen für die perfekte Optik mit Chemie (Insektizide, Herbizide, Mineraldünger für geraden Wuchs und intensive Färbung der Nadeln) gearbeitet wird. Der WWF (World Wildlife Fund) rät in diesem Zusammenhang zu Bäumen mit dem international gültigen FSC-Siegel (Forest Stewardship Council). Damit sei sichergestellt, dass die Tanne oder Fichte aus einer naturverträglichen Waldwirtschaft stammt, nicht Hunderte von Kilometern transportiert und auch nicht mit Pestiziden und Düngemittel behandelt wurde.

 

Link:

WWF-Tipps zur Weihnachtszeit

http://www.wwf.de/aktiv-werden/tipps-fuer-den-alltag/holz-und-papier/weihnachtstipps/

 

Bild: Rike / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 11.12.2012
Kaffeereste als Energieträger

Das Recycling von gebrauchten Kaffeekapseln und -tabs lohnt sich in doppelter Hinsicht. Zum einen kann man das Aluminium einschmelzen und vollständig verwerten. Darüber hinaus lassen sich aber die Kaffeereste für die Energiegewinnung verwenden. Die Rückstände in den gesammelten Kapseln werden neuerdings nicht kompostiert, sondern zu Biogas verarbeitet. Die Tiroler Firma Höppinger verwertet auf diese Weise seit Sommer 2012 gebrauchte Nespresso-Kapseln - und das mit Erfolg: Aus der Ladung eines 24-Tonnen-Sattelzugs lassen sich rund 3.500 Normkubikmeter Methan gewinnen, was rein rechnerisch den jährlichen Strombedarf von zwei Einfamilien-Häusern deckt.

 

Bild: Christian Lung / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 11.12.2012
Projekt Bicyclean: Radeln für die Mülltrennung

Rachel Field, Studentin der Harvard School of Engineering and Applied Sciences, hat ein Fahrrad entwickelt, dessen Hinterrad Elektromüll trennen kann. Bicyclean nennt die 22-jährige US-Forscherin ihre Erfindung, zu der sie beim Besuch einer Mülldeponie in Ghana inspiriert wurde. Tritt man vorn in die Pedale, häckselt hinten ein Shredder den elektronischen Abfall. Später angelt sich ein Magnet die wertvollen Materialien aus dem Schrott und lässt den wertlosen Müll liegen. Die Vorteile des Konzepts liegen auf der Hand: Das Shreddern am Bike ist billig, umweltschonend und hält fit wie ein Heimtrainer. Außerdem ist das Recycling-Bike recht einfach nachzubauen.

 

Link:

Das Bicyclean-Projekt im Detail

http://www.jamesdysonaward.org/Projects/Project.aspx?ID=2972&RegionId=1&Winindex=3

 

Bild: jamesdysonaward.org

 

Veröffentlicht am 11.12.2012
EU-Mitgliedsstaaten exportieren immer mehr Müll

Einer Studie der Europäischen Umweltagentur (EUA) zufolge exportieren die EU-Mitgliedsstaaten heute viel mehr Müll als noch vor zehn Jahren. Allein der Export von Sondermüll hat sich demnach im vergangenen Jahrzehnt mehr als verdoppelt und stieg von 2000 bis 2009 um 131 Prozent. Im gleichen Zeitraum wuchs die Menge des in der EU angefallenen Sondermülls nur um 28 Prozent. Der Handel mit diesen giftigen, explosiven oder anderweitig gefährlichen Substanzen spielt sich allerdings meist zwischen den EU-Ländern ab, weil die Nutzung im eigenen Land entweder gar nicht durchführbar oder wegen deutlich teuerer Recycling- oder Entsorgungsmöglichkeiten wirtschaftlich nicht sinnvoll ist. Anders liegt der Fall bei unschädlichen Abfällen: diese werden zunehmend ins außereuropäische Ausland exportiert. Und noch ein Trend ist deutlich erkennbar: Weil der Wert von Abfall steigt, nimmt auch der illegale Handel mit Müll zu.

 

Website der Europäischen Umweltagentur

www.eea.europa.eu/

 

Bild: eea.europa.eu

 

Veröffentlicht am 11.12.2012
Gold wert: das Handy

Das Potential für Handy-Recycling wird größer und größer. Umicore, ein Unternehmen in den Niederlanden, hat sich beispielsweise ganz auf diesen Verwertungszweig verlegt und gewinnt aus alten Mobiltelefonen wertvolle Edelmetalle wie Gold und Kupfer zurück. Allein der Goldgehalt in alten Mobiltelefonen und Smartphones ist gewaltig. In 41 Handys steckt soviel Gold wie in einer Tonne Gold-Erz. Doch die Handy-User gehen mit diesen „Goldreserven" sehr nachlässig um, vor allem, wenn man den derzeit extrem hohen Goldpreis mit einrechnet. Nach Berechnungen der Technischen Universität Berlin landen zum Beispiel in Deutschland durch nicht korrekt entsorgte Handys jährlich 350 Kilogramm Gold mit einem Wert von neun Millionen Euro im Restmüll.

 

Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 11.12.2012
Recycling-Flashmob mit Umweltbotschaft

In der kanadischen Stadt Quebec gab es im Frühjahr 2011 einen Flashmob, der zu mehr Verantwortung im Umgang mit Plastikmüll aufrufen wollte. In einer Einkaufspassage wurde direkt neben einem Müllbehälter eine leere Plastikflasche hingelegt ­- scheinbar achtlos weggeworfen und auf einen Passanten wartend, der das Ding endlich entsorgt. Darauf mussten die weit über hundert Leute, die als Shopping-Mall-Kunden getarnt ringsum postiert waren, allerdings lange warten. Wie man im Flashmob-Video sieht, gingen mehr als 20 Menschen sorglos an der Flasche vorbei, bis sie endlich von einer verantwortungsvollen Lady in den Mülleimer befördert wurde, was auch lautstark gefeiert wurde. Im Video eingeblendet sieht man Textinfos, die nachdenklich stimmen: Etwa, dass in Quebec jedes Jahr 400 Millionen Container (gemeint ist vermutlich Kunststoffmüll) nicht recycelt werden oder dass im Schnitt auf einer Ozeanfläche von 10.000 Quadratmetern rund 11,4 Millionen Plastikteilchen schwimmen.

 

Link zum Video:

http://www.youtube.com/watch?v=H8Cxc9izIB4

 

Bild: Screenshot Video

 

Veröffentlicht am 03.11.2012
Neuer grüner Modetrend: Swapping

„Swapping" (frei übersetzt: Kleidertausch) ist ein neuer Modetrend aus den USA, der sich nun langsam auch in Europa durchsetzt. Vor allem Frauen nutzen immer öfter Kleidertausch-Börsen oder entsprechende Events, um die eigenen Klamotten gegen modische Second-Hand-Ware auszutauschen. Der Clou dabei: Der Austausch der gebrauchten, jedoch top-modischen und zum Teil sündteuren Kleidungsstücke wird als Party zelebriert, das Konzept der Nachhaltigkeit ist zumindest ansatzweise erkennbar. In den USA hat sich für derartige Tauschgeschäfte bereits der Begriff „collaborative consumption" (gemeinsamer, nachhaltiger Konsum) eingebürgert.

 

Bild: siepmannH  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 03.11.2012
Illegale Müllsammlung in Österreich im Visier der Experten

Die österreichischen Abfallwirtschaftsverbände und der Verband österreichischer Entsorgungsbetriebe (VÖEB) prangern zunehmend die Praxis der illegalen Müllsammlung an. Die ARGE Abfallwirtschaftsverbände hat aus diesem Grund zuletzt auch die Initiative „Stopp dem illegalen Müllexport" ins Leben gerufen. Unter anderem gelangten zuletzt jährlich 160.000 Tonnen Müll unerlaubterweise aus Österreich nach Osteuropa, der österreichischen Volkswirtschaft entsteht dadurch ein Schaden im zweistelligen Millionenbereich. Dafür sind überwiegend illegale Sammler verantwortlich, die es auf wertvolle Rohstoffe im Abfall abgesehen haben. Umweltexperten und Beamte warnen in diesem Zusammenhang vor der (vor allem am Land) gängigen Praxis des „Vor die Tür stellens" von Sperrmüll und Elektroaltgeräten. Dabei handelt es sich um strafbare Tatbestände, die mit einer Mindeststrafe von 300 Euro bei nicht gefährlichen Abfällen und 780 Euro bei gefährlichen Abfällen geahndet werden können. Im schlimmsten Fall drohen Geldstrafen von mehr als 36.000 Euro.

 

Bild: Logo VÖEB

 

Veröffentlicht am 03.11.2012
Neue Initiative für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

Die Automobilhersteller Toyota, Nissan, Honda und Hyundai haben Ende Oktober 2012 gemeinsam mit verschiedenen öffentlichen Institutionen und privaten Unternehmen in Nordeuropa ein „Memorandum of Unterstanding" (MoU) für die Einführung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen in Norwegen, Schweden, Island und Dänemark unterzeichnet. Mit diesem Schritt soll in erster Linie ein Dialog zwischen den Organisationen und privaten Unternehmen in Gang gesetzt werden, um notwendige Finanzierungs- und Unterstützungsmaßnahmen zu eruieren und die Markteinführung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen voranzutreiben. Ziel des Memorandums ist auch der Aufbau einer Wasserstofftankstellen-Infrastruktur im Zeitraum von 2014 bis 2017. Auf Seiten der Autobauer treibt vor allem Toyota das Projekt „Brennstoffzellen-Auto" voran. Die Japaner wollen ab 2015 eine Serienversion ihres FCV-R Wasserstoff-Konzeptfahrzeugs auf den Markt bringen.

 

Bild: Scandinavian Hydrogen Highway Partnership

 

Veröffentlicht am 03.11.2012
Blitze helfen beim Bauschutt-Recycling

Beton ist seit vielen Jahrzehnten der meistverwendete Baustoff der Welt. Deshalb fallen allein in Europa jedes Jahr hunderte Millionen Tonnen an Bauschutt mit Altbetonresten an. Das Dumme dabei: Ein wirklich effizientes Recycling von Beton gibt es noch nicht: Zumeist wird Altbeton unter enormer Staubentwicklung zerschreddert und im besten Fall als „Downcycling"-Produkt für Straßenbelagsarbeiten verwertet. Am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP im deutschen Holzkirchen hat die Gruppe Betontechnologie nun ein neues Recycling-Verfahren entwickelt. Mit Hilfe von Blitzen wird das Gemisch aus Zementsteinmasse und Gesteinskörnung (ein Mix aus Kies oder Kalksplitt) in seine Einzelbestandteile zerlegt.

Durch die Trennung von der Zementsteinmasse kann hochwertiger Kies (auch Zuschlag genannt) wieder für Frischbeton verwendet werden, was die Recyclingquote bei Bauschutt verzehnfachen bzw. auf 80 Prozent steigern würde. Das Verfahren der deutschen Forscher basiert auf einer Methode, die russische Wissenschaftler in den 1940er Jahren entwickelten. Es werden extrem kurze Blitze im Bereich von 150 Nanosekunden generiert, um die elektrische Energie - die sich wegen der elektrischen Durchschlagsfestigkeit normalerweise lieber den Weg durch Luft oder Wasser sucht - in einen Festkörper (hier: Altbeton) zu leiten. Im Beton sucht sich der Blitz den Weg des geringsten Widerstands, also die Grenzen zwischen den Bestandteilen Kies und Zementstein - und durch die Kraft der Druckwelle wird der Beton in seine Bestandteile zerlegt. Derzeit können die Forscher pro Stunde eine Tonne Altbeton aufbereiten, 20 Tonnen pro Stunde sind das Ziel. Eine Anlage für das „Blitz-Recycling" könnte schon in zwei Jahren marktreif sein.

 

Bild: Logo Frauenhofer IBP

 

Veröffentlicht am 03.11.2012
EU ortet Nachholbedarf beim Plastikmüll-Recycling

Die Plastikindustrie wächst und wächst. Wurden 1950 weltweit 1,5 Millionen Tonnen Plastik hergestellt, so waren es im Jahr 2008 bereits 254 Millionen Tonnen. In Europa legt die Branche jährlich um fünf Prozent zu. Diese Zahlen nannte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik in seiner Rede auf der PolyTalk 2012 in Wiesbaden. Potočnik kritisierte, dass in Europa immer noch die Hälfte der Altkunststoffe auf Mülldeponien landet. „Das ist so, als würden wir jedes Jahr zwölf Millionen Tonnen Rohöl auf Mülldeponien kippen", rechnete der oberste EU-Umwelthüter vor. Fakt ist: Nur rund 24 Prozent des Plastikmülls werden derzeit in Europa recycelt, der Rest landet auf Deponien oder in der Müllverbrennung.

 

Bild: Peter von Bechen  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am  08.10.2012
Alarmierende Feinstaub-Bilanz

Dem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) vom 24. September 2012 zufolge sind rund ein Drittel der EU-GroßstadtbewohnerInnen zu hohen Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt. Der EEA-Bericht bezieht sich auf Daten aus dem Jahr 2010. Neben Feinstaub (PM) in der Größe von 10 und 2,5 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (µg/m3) wurden u.a. auch die aktuellen Werte für bodennahes Ozon (O3) analysiert. Das ernüchternde Ergebnis: Würde man sich nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) richten, müssten die Bewohner in vielen europäischen Großstädten längst Atemschutzmasken tragen. 2010 waren zwischen 81 und 95 Prozent der StadtbewohnerInnen PM-Konzentrationen ausgesetzt, die über den Grenzwerten der WHO liegen. Auch die deutlich großzügigeren Grenzwerte der EU wurden vielerorts nicht eingehalten. Überdies waren 2010 auch die Ozonwerte in einigen europäischen Metropolen alarmierend hoch.

 

Bild: Jens Goetzke  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am  08.10.2012
Olympischer Plastikmüll-Erfolg

Wie angekündigt hat Getränkehersteller Coca-Cola während der Olympischen und Paralympischen Spiele in London eifrig Plastikflaschen gesammelt bzw. sammeln lassen. Stolze 10,5 Millionen PET-Flaschen sind es schließlich geworden. Jetzt wird der riesige Kunststoffberg der Verwertung zugeführt, um aus dem Recyclat neue Plastikflaschen herzustellen. Der US-Konzern verwertet die gesammelten Flaschen in der neuen Recyclinganlage von Continuum Recycling, einem englischen Joint Venture zwischen Coca-Cola Enterprises und Eco Plastics Ltd.

 

Bild: Commission for a Sustainable London 2012

 

Veröffentlicht am  08.10.2012
Die „Wiesn“ steht unter Ökostrom

Rund 3 Millionen Kilowattstunden Strom wurden auf dem Münchner Oktoberfest (22. 9. bis 7. 10. 2012) verbraucht. Der Stromverbrauch auf dem Festgelände entspricht in der Spitze etwa dem einer Kleinstadt mit rund 21.000 Einwohnern. Wobei die „Wiesn" allerdings schon seit dem Jahr 2000 Ökostrom bezieht und das Nachhaltigkeitskonzept heuer noch einmal untermauert hat. Laut Bürgermeisteramt und Oktoberfestleitung wurde das Spektakel 2012 ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien beliefert. Abgesehen davon entwickelt sich auch die Abfallbilanz der Wiesn positiv, in den letzten 20 Jahren konnte man eine Müllreduktion von ca. 90 Prozent erreichen. Im Jahr 1991 hinterließen ca. 6,4 Millionen Gäste 1,26 kg Restmüll pro Person. Im Vorjahr verursachte jeder der rund 6,9 Millionen Besucher nur noch 130 Gramm Restmüll.

 

Bild: Susanne Beeck  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am  08.10.2012
Europäische Windenergie hat Grund zum Feiern

Am 26. September 2012 feierte der Europäische Windenergie Verband (EWEA) sein 30-jähriges Bestehen. Ein weiterer Grund für die gute Stimmung auf der Jubiläumsfeier war das Erreichen von 100.000 Megawatt (MW) Windstromleistung im europäischen Stromnetz. Schon 57 Millionen Haushalte werden inzwischen europaweit mit sauberem und umweltfreundlichem Windstrom versorgt. Auch in Österreich befindet sich die Windstromerzeugung auf gutem Kurs: Die IG Windkraft rechnet damit, dass mit dem neuen Ökostromgesetz der Windkraftausbau bis 2020 kontinuierlich weiter wachsen wird. Derzeit sorgen in Österreich 685 Windräder für eine Gesamtleistung von 1150 Megawatt. Bis 2020 sollte diese Leistung auf über 3000 MW ansteigen und dann mehr als 50 Prozent aller österreichischen Haushalte mit Ökostrom versorgen, was zudem eine CO2-Einsparung von 4 Millionen Tonnen mit sich bringen würde.

 

Bild: EWWA / WINTER

 

Veröffentlicht am  08.10.2012
Recyclinghaus als Romantikvilla

Das Architektenteam Labor 13 hat im tschechischen Verneřice ein Haus errichtet, das zu 100 Prozent aus Alt- bzw. Recyclingmaterialien besteht. Die Öko-Bauweise allein ist aber nicht der große Aufreger, einzigartig wird das Gebäude durch seine Vorgeschichte und die Lage im historischen Ambiente. Das Recyclinghaus ging aus einer bereits existierenden Scheune hervor und ist von Mauerruinen umgeben, die dem Projekt einen antiken, romantischen Touch geben. Kein Wunder, dass das Haus längst vergeben ist. Es verfügt über einen eigenen Gemüsegarten, ist über fünf Eingänge an der Südseite komplett zu öffnen und wird seine Energie künftig über eine Photovoltaik-Anlage beziehen.

 

Bild: Labor 13

 

Veröffentlicht am 10.09.2012
Halb Akku, halb Kabel

Koreanische Forscher haben eine biegsame, kabelförmige Lithium-Ionen-Batterie entwickelt, die sich sogar verknoten lässt. Der Akku passt in ein dünnes Kabel von nicht einmal einem halben Zentimeter Durchmesser, lässt sich also locker in einem Armreif oder anderen Schmuckstücken unterbringen.  Das Team um den Wissenschaftler Yo Han Kwon geht in einem Artikel im Fachblatt „Advanced Materials" davon aus, dass die Erfindung bei der Konstruktion biegsamer elektronischer Geräte hilfreich sein könnte, womit sich auch das Design solcher Devices radikal verändern würde. Der flexible Energiespender könnte beispielsweise irgendwann in aufrollbaren Displays zum Einsatz kommen.

 

Bild: Advances Materials

 

Veröffentlicht am 10.09.2012
Immer mehr gefährliche Abfälle im EU-Raum

Laut neuester EU-Statistik sind in den Ländern der Europäischen Union die gefährlichen Abfälle pro Kopf stark gestiegen. 77 Millionen Tonnen gefährliche Abfälle fielen im Jahr 2009 in den 27 EU-Mitgliedstaaten an, das macht pro Jahr und EU-Bürger bereits 154 Kilogramm. Wie dem jüngsten Bericht der EU-Kommission über den Umgang mit gefährlichen Abfällen zu entnehmen ist, entfallen 58 Millionen Tonnen des Problemstoff-Mülls allein im Gebiet der EU-15 (ohne Osteuropa, Malta und Zypern) an. Besorgniserregend auch, dass sich die Gesamtmenge an gefährlichen Abfällen in der EU-27 zwischen 2000 und 2008 bei einem Anstieg von 46 Prozent fast verdoppelt hat. Auf dem Gebiet der EU-15 lag die Steigerungsrate sogar bei 57 Prozent. Den größten Gefahren-Müllberg in der EU verursacht derzeit Deutschland mit ca. 19 Millionen Tonnen jährlich. Der Bericht der EU-Kommission über den Umgang mit gefährlichen Abfällen in den EU-Mitgliedstaaten wird alle drei Jahre erstellt.

 

Veröffentlicht am 10.09.2012
Aluminium und Karbon im Autobau immer beliebter

Die Leichtbauweise im Automobilbau wird künftig auch die Nachfrage nach den Materialien Aluminium und Karbon in die Höhe treiben. Laut Prof. Helmut Antrekowitsch vom Institut für Nichteisenmetallurgie an der Montanuniversität Leoben wird der Anteil von Aluminium in einem durchschnittlichen Pkw von derzeit 130 bis 140 kg in den nächsten Jahren auf über 200 kg steigen. Am Leobener Institut wird deshalb gerade intensiv an der Verwertbarkeit von Alt-Aluminium geforscht. Dafür gibt es viele gute Gründe. Zum einen schreibt die EU-Richtlinie zur umweltverträglichen Entsorgung von Altfahrzeugen ab 2015 vor, dass ein Großteil (95 Prozent des Gewichts) eines Autos aus verwertbaren Stoffen bestehen muss. Andererseits wird der Einsatz von Recycling-Aluminium vor allem in jenen Ländern, in denen es keine oder nur eine geringe Primäraluminiumerzeugung gibt, eine wichtige Rolle spielen. Ein Vorreiter in Sachen Alu-Leichtbau ist das neue Range-Rover-Modell von Land Rover, das Anfang 2013 auf den Markt kommt. Die Karosserie besteht komplett aus Aluminium, das Gefährt wurde im Vergleich zur Vorgängergeneration um 420 Kilo verringert. BMW hingegen setzt bei den neuen Modellen verstärkt auf Karbon, einen kohlefaserverstärkten Kunststoff. Bereits 2013 wollen die Bayern mit dem Elektroauto i3 das erste Großserienfahrzeug mit Karbon-Karosserie auf den Markt bringen.

 

Bild: Range-Rover

 

Veröffentlicht am 10.09.2012
E-Schrottberg in der EU wächst bis 2020 auf 12 Millionen Tonnen

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass das Elektroschrott-Volumen im EU-Raum bis zum Jahr 2020 auf rund 12 Millionen Tonnen ansteigen wird. Ca. 10 Millionen Tonnen Altgeräte bzw. 20 Kilogramm pro Verbraucher sollen dann separat gesammelt werden. Das entspricht jenen 85 Prozent des gesamten Altgeräteanfalls, die von der Kommission bei der Novellierung der WEEE-Richtlinie (Waste Electrical and Electronic Equipment) im August 2012 bis zum Jahr 2019 als ehrgeiziges Ziel bei der Sammlung von E-Schrott ausgegeben wurden. Ab 2016 müssen die meisten EU-Mitgliedsstaaten 45 Prozent des Gewichts der in den letzten drei Jahren durchschnittlich in den Markt gebrachten Elektro- und Elektronikgeräte wieder einsammeln. Ab dem Jahr 2019 muss diese Quote auf 65 Prozent angehoben werden. Alternativ können aber auch 85 Prozent des gesamten anfallenden Elektroschrotts gesammelt werden.

 

Bild: Europäische Kommission

 

Veröffentlicht am 10.09.2012
Liebling, tank doch mal den Akku auf!

Am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben Forscher einen neuartigen Flüssig-Akku zum Auftanken entwickelt. Der Stromspeicher besteht im Inneren aus zähflüssigem Elektrolyt. Damit kann der Akku von außen aufgetankt werden - es gibt aber auch die Möglichkeit, ihn konventionell über die Steckdose aufzuladen. „Semi-solid cell" (SSFC) nennt das Forschungsteam um die Wissenschaftler W. Craig Carter und Yet-Ming Chiang die Entwicklung. Das Elektrolyt, das in einer Flussbatterie eingesetzt wird, wurde auf den Namen „Cambridge Crude" getauft. Der Clou am revolutionären Flüssig-Akku ist, dass seine Grundstoffe in mikroskopisch kleine Teilchen aufgespaltet und in eine Flüssigkeit eingebettet werden. Der Akku bietet sich vor allem für den Einsatz in Elektroautos an und stellt eine Alternative zu fossilen Treibstoffen dar.

 

Bild: MIT / Dominick Reuter

 

Veröffentlicht am 06.08.2012
Stromverbrauch in Rechenzentren leicht eingebremst

Zwischen 1,1 und 1,5 Prozent liegt laut einer Studie des Stanford-Professors Jonathan G. Koomey der Anteil von Rechenzentren am weltweiten Stromverbrauch. Koomeys Studie basiert hauptsächlich auf Zahlen der Marktforschungsfirma IDC, die die Zahl der weltweit betriebenen Server heute auf 33,7 Millionen schätzt. Zwischen den Jahren 2000 und 2005 gab es noch eine Verdoppelung des Stromverbrauchs von Rechenzentren. Er lag im Jahr 2005 bei rund 123 Milliarden Kilowattstunden (= 123 Terawattstunden). Von 2006 bis 2010 stieg der Strombedarf nur noch um 56 Prozent, was zum einen an der zunehmenden Virtualisierung und Optimierungen bei der Energieeffizienz lag, zum anderen aber auch an der Wirtschaftskrise. Koomey schätzte den globalen Strombedarf von Rechenzentren 2011 auf zwischen 203 und 272 Terawattstunden (TWh). Nur ein Teil der Strommenge entfällt auf den tatsächlichen Betrieb der Geräte, die Hälfte davon wird durch Kühlung und andere Komponenten verursacht. Zum Vergleich: Die gesamte weltweit erzeugte Menge an elektrischer Energie lag im Jahr 2008 bei 20.621 TWh.

 

Bild: Sebastian von Thadden / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 06.08.2012
Cloud Computing: Wie schmutzig ist die Datenwolke?

Die Kritik der Umweltorganisation Greenpeace International an den hauptsächlich mit Kohlestrom betriebenen iCloud-Datenzentren des US-Konzerns Apple war bisher unüberhörbar. Im April 2011 bezeichnete die Umweltorganisation Apples Rechenzentren noch als die „dreckigsten der Welt". Die Greenpeace-Experten schätzten damals, dass für den Betrieb der Apple-Rechenzentren 54,4 Prozent Kohlestrom genutzt wurde. Auf Platz 2 im Ranking landete das soziale Netzwerk Facebook, das mit 53,2 Prozent ebenfalls den Großteil seiner Energie aus Kohlekraft bezog. Nun, 15 Monate später, stellten die Umweltschützer Apple in der Studie „ A Clean Energy Road Map for Apple" ein besseres Zeugnis aus. Der Grund: Apple will künftig nur noch auf Strom aus Erneuerbaren Energien setzen und den Anteil der Solarenergie am Gesamtstromverbrauch deutlich steigern. Schon 2013 sollen die iCloud-Server ganz ohne Strom aus Kohlekraftwerken auskommen.

 

Bild: Tina Ehmke / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 06.08.2012
(G)Las Vegas – das Haus der Recyclingflaschen

Aus 500.000 recycelten Flaschen besteht der Morrow Royal Pavilion in Las Vegas. Das riesige Haus wurde vom US-Unternehmer Scott McCombs aus Steinen errichtet, für deren Erzeugung alte Bierflaschen verwendet wurden. Das Baumaterial, von dem beim Morrow Royal Pavilion rund 130.000 Kilogramm eingesetzt wurden, wird in den USA als „GreenStone" bezeichnet. Zur Herstellung von „GreenStone" wird das aus den recycelten Flaschen gewonnene Granulat mit verschiedenen anderen Stoffen wie etwa Flugasche gemischt und zum Trocknen in eine Form gegeben. Nach dem Trocknen lassen sich die Steine als Baumaterial nutzen. Mit dem Projekt wollte Scott McCombs seinen Beitrag zur Linderung des Müllproblems in Las Vegas leisten. Die Baukosten für das Haus beziffert er mit 1,4 Millionen US-Dollar (1,13 Millionen Euro).

 

Veröffentlicht am 06.08.2012
Kupfer-Recycling: Neuer Europarekord

Laut Angaben der International Copper Study Group (ICSG) stammen derzeit 44,8 Prozent des in Europa genutzten Kupfers aus dem Recycling - ein neuer Rekordwert für die Verwertung des begehrten Metalls. Der Kupferbedarf ist seit 1960 um über 250 Prozent gestiegen, die derzeitige "win-win"-Situation hilft laut ICSG die hohe Nachfrage nach dem Metall zu bedienen. Gleichzeitig würden die Umweltbelastungen, die mit der Kupferherstellung verbunden sind, verringert. Durch höhere Recyclingquoten könne man zudem die Kupferverfügbarkeit für kommende Generationen sichern.

 

Bild: Fabian Forban / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 06.08.2012
Radikaler Datenschutz

Bei jedem PC-Wechsel dasselbe Problem: Wenn Daten auf der Festplatte des ausgedienten Rechners gelöscht werden, sind sie leider nicht endgültig beseitigt, sondern können mit einem gewissen Aufwand wieder lesbar gemacht werden. Nun hat der Festplattenhersteller Runcore die neue SSD-Festplatte „Invincible" („Unbesiegbar") mit Selbstzerstörungsmechanismus vorgestellt. Sensible Daten können auf Knopfdruck endgültig zerstört werden, womit allerdings auch die Harddisk selbst nur noch Schrottwert hat. Elektrische Überspannung weit über der normalen Betriebsspannung sorgt dafür, dass die Flachspeicher-Chips der Festplatte auch für versierte Datenretter unbrauchbar werden.

 

Bild: RunCore

 

Veröffentlicht am 09.07.2012
Der Ressourcenverbrauch in Österreich steigt

Schon im Vorjahr haben das Lebens- und Wirtschaftsministerium in einer Studie errechnet, dass jeder Österreicher pro Tag 66 Kilo natürliches Material verbraucht. Nun belegt eine neue Studie des Umweltbundesamts („Ressourcenverbrauch der Industrie", Mai 2012), dass in Österreich bei fast allen Rohstoffen mehr verbraucht wird, als erzeugt oder abgebaut werden kann. Schon bis zum Jahr 2020 droht die Gefahr von Versorgungsengpässen - zum Beispiel bei mineralischen Rohstoffen (Steine, Granite, Sand, Kies), die am Bau benötigt werden. Die Anhebung der Recyclingquoten zur Rückgewinnung von Rohstoffen, um so Sekundärrohstoffe (z.B. aus E-Schrott) zu erzeugen, wird daher als dringend angesehen. Die Studie belegt auch, dass der Bedarf an seltenen Metallen für die österreichische Industrie, insbesondere für die metallverarbeitende und die Elektroindustrie, hoch ist. Als besonders dringend wird in diesem Zusammenhang das Recycling bei seltenen Erden angesehen. Gegenmaßnahmen wurden bereits eingeleitet: Im österreichischen Ressourceneffizienz- Aktionsplan (REAP) wird eine Steigerung der Ressourceneffizienz um mindestens 50 Prozent bis zum Jahr 2020 angepeilt - eine Umsetzung des Fahrplans für ein ressourcenschonendes Europa, den die Europäische Kommission im Herbst 2011 vor dem Hintergrund wachsender Abhängigkeit bei der Versorgung mit stofflichen Ressourcen vorgelegt hat.

 

Mehr Informationen und Download der Broschüre:

www.umweltbundesamt.at

 

Bild: Umweltbundesamt

 

Veröffentlicht am 09.07.2012
Computerfreak als Biobauer

Der PC-Bastler Mike Schropp hat einen Computer gebaut, dessen Abwärme wie in einem Treibhaus das Gras wachsen lässt. Der US-Geek kam auf die Idee, weil er seinem fünfjährigen Sohn einen „organischen" PC zum Experimentieren bauen wollte. Schropp besorgte sich Bauteile aus ausrangierten, älteren PCs, kaufte für zehn US-Dollar weitere Teile zu und baute das Ganze zu einem Bio-Computer-Casemod zusammen, das als Selbstbau-Treibhaus fungiert. Die Abwärme des Geräts dient als Heizung für Weizengras (auch als „Katzengras" für Wohnungskatzen bekannt), das in einer Schale auf dem Eigenbau-Rechner sprießt. Die Temperatur des PC-Biotops wird durch die CPU-Auslastung gesteuert.

 

Mehr Informationen:

www.totalgeekdom.com/?p=683

 

Bild: totalgeekdom.com

 

Veröffentlicht am 09.07.2012
Der Herr der Oasen

Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler, Agrartechniker und Hilfsorganisationen die Ausbreitung der Wüstengebiete im Süden der Sahara aufzuhalten. Der Kampf gegen Abholzug, Bodenerosion und Wüstenbildung in der Sahel-Zone schien lange Zeit vergebens. Bis sich im Jahr 1983 der Australier Tony Rinaudo daran machte, die fortschreitende Wüstenbildung in der Trockenzone zwischen Somalia und dem Senegal zu stoppen. Rinaudo fand einen einfachen Weg zur Begrünung von Wüstengegenden, es brauchte jedoch 30 Jahre an Überzeugungsarbeit, um seine FMNR (Farmer Managed Natural Regeneration) getaufte Methode durchzusetzen.

Mit Unterstützung des Hilfswerkes „Food for Work" startete der Pionier ein eigenes Hilfsprogramm. In 100 Dörfern begann er damit, die Bauern zu bezahlen, wenn sie die Baumstümpfe nach seiner Methode bearbeiteten. Was bedeutet, dass bis auf vier oder fünf junge Triebe alle Zweige abgeschnitten werden, das abgeschnittene Blattwerk liegen gelassen und nach einigen Wochen eingesammelt wird. 12.000 Farmer ließen sich für das Programm gewinnen. Heute bearbeiten unter der Leitung der Hilfsorganisation „World Vision" im Humbo-Tal hunderte von Kleinbauern knapp 3000 Hektar Land. Wo jahrzehntelang Rodung und Bodenerosion für eine Ausbreitung der Wüste sorgten, sind jetzt tausende Hektar wieder begrünt und das Land ist auch für die Agrarwirtschaft wieder nutzbar.

 

Bild: www.permaculture.org

 

Veröffentlicht am 09.07.2012
Weltweite Zahlen zu Müllsammlern

Müllsammler gibt es heute in fast jedem Entwicklungs- und Schwellenland. Experten schätzen die Zahl der Menschen, die weltweit von der Sammlung, Sortierung und dem Recycling von Wertstoffen leben auf rund 20 Millionen. Allein in Brasilien leben eine halbe bis eine Million Menschen von er Müllsammlung. Besonders groß ist die Zahl der Müllsammler auch in Indien, China und vielen afrikanischen Ländern. Im Großraum Kairo geht man beispielsweise von 60.000 Menschen aus, die vom Müll leben. In türkischen Städten sind täglich etwa 100.000 Müllsammler unterwegs. Für viele Müllsammler ist der Abfall oft die einzige Einnahmenquelle. Bei Schließungen von Deponien (wie in kürzlich in Rio de Janeiro oder Manila) verlieren die Familien ihre Existenzgrundlage.

 

Bild: Heribert Corn / www.corn.at

 

Veröffentlicht am 09.07.2012
Was passiert in Europa mit dem Kunststoffmüll?

Die aktuellen Zahlen zur Verwertung von Kunststoff in Europa stammen aus dem Jahr 2010. Laut Arbeitsgruppe Mischkunststoffverwertung im EuPR Brüssel wurden im Jahr 2010 in Europa knapp 60 Mio. Tonnen Kunststoffe produziert. 14,5 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle werden derzeit pro Jahr verwertet: 8 Mio. Tonnen werden verbrannt und 6 Mio. Tonnen stofflich verwertet. Mit der Verwertung von sortenreinen Kunststoffabfällen wurde übrigens erst in den 1950er- und 1960er Jahren begonnen, Zu den ersten Produkten, die in kleinen Mengen verwertet wurden, zählten Bierkisten.

 

Bild: Domaris / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 13.06.2012
Wie die ÖsterreicherInnen über Abfallentsorgung und Wertstoffsammlung denken

Vier von fünf ÖsterreicherInnen sind der Meinung, dass es im Land zu viel Abfall gebe und die Menschen beim Einkauf und beim Konsum darauf achten sollten, die persönliche Abfallmenge zu reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle, repräsentative Gallup-Umfrage im Auftrag der ARGE Österreichische Abfallwirtschaftsverbände. Von den rund 1200 Befragten bezeichnen 80 Prozent die Abfallentsorgung und Mülltrennung als sehr wichtig oder wichtig. Auch die kommunale Abfallentsorgung und die Möglichkeit der Privatisierung der Müllabfuhr waren ein Thema. 52 Prozent sprechen sich gegen einen Rückzug der öffentlichen Hand aus, 40 Prozent sind dafür und acht Prozent äußerten keine Präferenz. Am zufriedensten sind die Österreicher mit der Entsorgung bei Altpapier (57 Prozent sehr zufrieden = Note 1, 31 Prozent Note 2) und bei Müll/Restmüll (52 Prozent sehr zufrieden, 36 Prozent Note 2). Am schlechtesten schneidet die Sperrmüll-Entsorgung ab: 9 Prozent der Befragten vergaben nur die Note 4 und vier Prozent der Österreicher sind mit der Sperrmüll-Entsorgung gar nicht zufrieden.

 

Bild: ARGE Logo

 

Veröffentlicht am 13.06.2012
Schon in der Antike setzte man auf Recycling

In einem neuen FWF-Projekt untersucht das Österreichische Archäologische Institut (ÖAI) gemeinsam mit dem Schweizer Institut für Ägyptische Bauforschung und Altertumskunde die antike Wohnkultur und ihre Einflüsse. Auf der oberägyptischen Insel Elephantine und in der Region von Syene, dem heutigen Assuan, rekonstruiert ÖAI-Direktorin Sabine Ladstätter mit ihrem Team antike Wohnbauten und Hausinventare. Interessant dabei: Schon die Menschen in der Antike erörterten die Ursachen von Umweltverschmutzung und führten richtige Ökodebatten. Die Antike war zudem eine starke Recyclinggesellschaft, in der beispielsweise Metalle und Glas gesammelt, eingeschmolzen und umgearbeitet wurden. Altmetallsammler suchten in den Straßen nach Verwertbarem und machten es zu Geld. Für die Archäologen ist das oft hinderlich, denn sie finden in antiken Haushalten kaum Metalle oder Gläser, außerdem verkompliziert das Recycling die Altersbestimmung der Materialien, in die über Jahrhunderte „Zutaten" hineingemischt wurden. Auch alte Skulpturen wurden zum Teil zerschlagen und verwertet. Das einzige unverrottbare und nicht recyclebare Material war Keramik.

In den antiken Städten gab es wie heute typische Müllprobleme, zum Teil wurden Keramikmüll und Hausschutt in eigene Räumen gebracht und zugemauert. Kein Wunder, dass auch die alten Ägypter Müllhalden kannten, auf die nach größeren Zerstörungen die Scherben gebracht wurden. In Ephesos wurde eine dieser antiken Deponien gefunden.

 

Bild: Ernst Reisig / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 13.06.2012
Zuviele Fische landen im Müll

Am „Tag des Meeres 2012" warnten die Umweltverbände WWF (World Wildlife Fund) und Save Wildlife Conversation Fund eindringlich vor der fortschreitenden Plünderung der Ozeane. Jährlich würden heute 90 Millionen Tonnen Fisch gefangen. Hält die Überfischung der Meere an, droht der weltweiten kommerziellen Fischerei nach Einschätzung der Umweltorganisationen spätestens im Jahr 2050 das Aus. Besonders dramatisch: 40 Prozent der Fänge landen als ungewollter Beifang im Müll. Laut WWF werden allein in der Nordsee jährlich eine Million Tonnen Meerestiere tot oder sterbend zurück ins Meer geworfen, darunter viele Jungtiere. Weitere Missstände, die angeprangert werden: Die Verarbeitung von Meeresfischen in der Fleisch- und Geflügelindustrie (Fischmehl, Futteröl); die Verfütterung von Wildfisch in der Lachszucht (5 kg Wildfisch für 1 kg gezüchteten Lachs) und Aquakulturen, die für abgeholzte Mangrovensümpfe, zerstörte Lebensräume und antibiotikabelastete Gewässer verantwortlich sind. Die Umweltverbände fordern die Abschaffung kilometerlanger Schleppnetze, in denen sich häufig große Meerestiere wie Haie, Delfine und Schildkröten verfangen und eine Änderung der europäischen Fischereipolitik.

 

Bild: Frank Radel / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 13.06.2012
Paradoxes zum Thema „Green Economy“

UNEP-Direktor Achim Steiner zum Schwerpunkt Green Economy anlässlich des Weltumwelttags 2012: „Bei Green Economy geht es unter anderem darum, nachhaltige Entwicklung neu zu definieren und auszubalancieren. Wir müssen den enormen, oft unsichtbaren Wert unseres natürlichen Kapitals wie Wälder und Süßgewässer ins Zentrum des ökonomischen Diskurses rücken. Darüber hinaus gilt es, ein konstantes Markt-Fehlverhalten moderner Volkswirtschaften zu korrigieren: Einerseits subventionieren sie fossile Energieträger mit bis zu 600 Milliarden US-Dollar pro Jahr - andererseits werden erneuerbare Energien mit lediglich rund 70 Milliarden US-Dollar gefördert. Das ist eine sehr kostspielige Rechnung für die Wirtschaft."

 

Zitat auf

http://www.presseschleuder.com/2012/06/recycling-spielt-eine-tragende-rolle-im-21-jahrhundert/

 

Bild: UNEP Logo

 

Veröffentlicht am 13.06.2012
Batterie-Recycling für Europäischen Erfinderpreis nominiert

Unter den 15 Wissenschaftlern und Unternehmern, die heuer für den jährlich vom Europäischen Patentamt (EPA) vergebenen Europäischen Erfinderpreis nominiert sind, finden sich auch zwei findige Köpfe aus der Kategorie Recycling. Die französischen Wissenschaftler Dr. Farouk Tedjar und Jean-Claude Foudraz entwickelten eine neue Methode, um Lithium-Ionen Batterien wieder aufzubereiten und dabei 98 Prozent der enthaltenen wertvollen Metalle zu verwerten.

Der European Inventor Award wird in den fünf Kategorien Industrie, Forschung, Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Außereuropäische Staaten sowie Lebenswerk an herausragende Erfinder für ihren Beitrag zum technologischen, sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt vergeben. Zu den drei Finalisten in der Kategorie 'Lebenswerk' zählt auch der österreichische Ingenieur und Unternehmer Dr. Josef Theurer, der in seinem Leben rund 1.050 Patente angemeldet hat.

 

Bild: Logo Europäisches Patentamt

 

Veröffentlicht am 07.05.2012
Was ist ein Cash-Recycler?

 Auch bei den Geldausgabeautomaten hat die Kreislaufwirtschaft Einzug gehalten. Für die kombinierte Ein- und Auszahlung von Bargeld gibt es heute sogenannte Cash-Recycler: Einbezahlte Banknoten werden von diesen Automaten auf Echtheit und Umlauffähigkeit geprüft, im Gerät abgelegt und bei der nächsten Auszahlung wieder ausgegeben. Auf diese Weise entsteht ein geschlossener Geldkreislauf, dessen Vorteile auf der Hand liegen. Vor allem die hohe Verfügbarkeit von Bargeld besticht: Das System befüllt sich durch die Einzahlungen automatisch, im Normalfall ist immer ausreichend Bargeld für Auszahlungen vorhanden. Für die Geldinstitute bedeutet das weniger Aufwand und Kosten bei der Befüllung. Geschäftsleute profitieren dadurch, dass sie ihre Tageslosungen nicht mehr am Bankschalter einzahlen oder im Nachttresor deponieren müssen. Sie können den gesamten Betrag - Geldscheine wie Münzen - jederzeit am Geldautomaten einzahlen und der Betrag wird auf dem Konto verbucht.

 

Bild: Wincor-Nixdorf

 

Veröffentlicht am 07.05.2012
Schwimmende Algenfarm erzeugt Biosprit

Wissenschaftler der US-Weltraumbehörde NASA haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem man sehr kostengünstig besonders effizienten und nachhaltigen Treibstoff erzeugen kann. Dazu werden in schwimmenden Kunststoffsäcken Algen gezüchtet, die Nährstoffe für die Pflanzen kommen aus Kläranlagen. Das Biosprit-Forschungsprojekt wurde mit 10 Millionen US-Dollar budgetiert, wird u.a. von der California Energy Commission gefördert und könnte beispielsweise zur Erzeugung von Treibstoff aus erneuerbarer Quelle genutzt werden. Derzeit wird das Verfahren mit vier jeweils neun Meter langen Kunststoffelementen in einer Kläranlage in der Nähe von San Francisco getestet. Klärwasser, das nach der Abwasserreinigung übrigbleibt und Nährstoffe wie Ammoniak und Phosphat enthält, wird in Säcke aus gewöhnlichem Polyethylen gepumpt und dient den Algen als Dünger. Zusätzlich ist geplant, Kohlendioxid aus Kraftwerken in das System zu leiten, um das Wachstum weiter zu beschleunigen. Dem Forscherteam zufolge produziert allein San Francisco genügend Klärwasser, um eine schwimmende Algenfarm mit einer Fläche von 485 Hektar zu versorgen. Auf einer Kunststofffläche von fünf Quadratkilometern, so die Berechnungen, könnte eine schwimmende Algenfarm pro Jahr knapp 9 Millionen Liter Öl produzieren.

 

Bild: Stephan R. / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 07.05.2012
Grillplatzmeister: Müllpolizisten und Konfliktlöser

Ein neuer, exklusiver Berufsstand hat sich in Wien etabliert: Der Grillplatzmeister. Seit fünf Jahren sind die Ordnungshüter auf den öffentlichen Grillplätzen der Bundeshauptstadt im Einsatz. In der Grillsaison 2012 sind es schon elf Grillplatzmeister, die die Sauberkeit und Entsorgung von Abfall kontrollieren, Tipps für sicheres Grillen geben, auf Sicherheitsregeln (z.B. kein Entzünden von Bodenfeuer) hinweisen und Konflikten unter den Benutzern vorbeugen sollen.

Die Beratungen finden neben Deutsch auch in Türkisch und Bosnisch-Serbokroatisch statt. Überwacht werden insgesamt 15 öffentliche Grillplätze und zwei öffentliche Gratis-Grillzonen auf der Donauinsel. Die Holzkohle-Grillplätze können nach Reservierung und Entrichtung einer Reservierungsgebühr von zehn Euro genutzt werden.

 

Reservierung entweder online auf www.gewaesser.wien.at oder über das Grilltelefon +43 1 4000-96496 (Montag bis Freitag 8 Uhr bis 14 Uhr).

 

Bild: MA 45 - Kozuh-Schneeberger

 

Veröffentlicht am 07.05.2012
Let's do it Austria Logo
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Kommt der bundesweite Putztag?

Viele österreichische Gemeinden rufen ihre Bürger schon seit Jahren zum großen Frühjahrsputz auf und starten entsprechende Müll-Sammelaktionen für Freiwillige. Grazer Studenten wollen die Bevölkerung jetzt bundesweit zum Saubermachen mobilisieren. „Let's do it Austria" heiß die Initiative, die über Soziale Netzwerke operiert und den 21. April 2012 zum großen österreichischen Putztag ausgerufen hat. Die Aktion erinnert an einen Mega-Flashmob für Putzteufel, ist aber gar nicht so neu: In Estland war ein ähnlicher Appell schon 2008 sehr erfolgreich, über 50.000 Menschen wurden dort binnen kürzester Zeit über das Internet rekrutiert. Seither nahmen bei ähnlichen Clean Up-Aktionen in Estland, Lettland, Litauen, Portugal, Indien, Slowenien, Serbien, Finnland, Rumänien, Bulgarien, Moldawien, der Ukraine, Kambodscha, Russland, Ungarn und Brasilien bereits mehr als zwei Millionen Menschen teil. 2012 wollen weltweit bereits an die 100 Länder einen Clean-Up-Day durchführen. Das Ziel der Grazer Studenten: Sie wollen 100.000 ÖsterreicherInnen für ihre Idee begeistern...

 

Infos und Anmeldung:

http://www.letsdoitaustria.org/

 

Bild: letsdoitaustria.org

 

Veröffentlicht am 02.04.2012
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Wieviel Ökostrom erzeugt Österreich?

Im Jahr 2007 betrug der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Österreich noch 42,7 TWh (Terrawattstunden) oder 60,4 Prozent. In den Folgejahren wurde der Ökostrom-Anteil sukzessive ausgebaut. Laut dem Bericht des Energieregulators E-Control stieg der Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2011 auf 67,4 Prozent, was eine Steigerung von 5,3 Prozent gegenüber 2010 bedeutet.

Der größte Anteil am Ökostrom-Kuchen entfällt übrigens auf die Wasserkraft. Mittels Windkraft oder Photovoltaik aus Sonnenenergie erzeugter Strom, kommt an die Bedeutung der Wasserenergie noch lange nicht heran.

 

Bild: Sommaruga Fabio / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 02.04.2012
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Resterechner ermittelt Energieverlust durch Lebensmittel im Müll

Wer genießbares Essen in den Müll wirft, gibt nicht nur sinnlos Geld aus, dabei geht auch viel Energie verloren. Wieviel genau, das kann jetzt jeder Konsument online auf der Website der deutschen Verbraucher-Initiative ausrechnen lassen. Man wählt das entsprechende Lebensmittel-Symbol aus, gibt das Gewicht ein und erfährt zum einen, wieviel Geld man umgerechnet in die Mülltonne geworfen hat, zum anderen aber auch, was man mit der verlorenen Energie anfangen hätte können. Wer etwa 200 Gramm Bananen einfach wegwirft, hätte mit der Energie, die für Herstellung, Transport, etc. aufgewendet wurde 5,78 Stunden fernsehen oder 4,28 Stunden Computer spielen können. Ein weiteres Beispiel: 400 Gramm Schinken (Wert: ca. 8 Euro) im Müll entspricht der Energie, die bei 5,08 Stunden Staub saugen oder dem Bügeln von 15,41 Hemden verbraucht wird.

 

Zum Lebensmittel-Energierechner:

www.resterechner.de

 

Grafik: resterechner.de

 

Veröffentlicht am 02.04.2012
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Wie die Welt nur mit Sonnenenergie auskommt

Der aktuelle Weltenergiebedarf beträgt rund 113.000 Milliarden kWh pro Jahr. Würde man in der Sahara ­­- mit 9 Millionen Quadratkilometern die größte tropische Wüste der Welt ­- eine Solarpaneel-Fläche von 490.000 Quadratkilometern (700 x 700 km) errichten, würde diese ausreichen, um den globalen Energiebedarf zu decken. Was dagegen spricht, ist die dafür nötige sichere Verkabelung im Meer, doch Projekte wie die Privatinitiative „Desertec" (http://www.desertec.org/de) zeigen, dass dieser Weg schon längst eingeschlagen wurde.

 

Bild: Heike Hering / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 02.04.2012
Was Upcycling ist?

Upcycling bezeichnet eine spezielle Form von Recycling. Dahinter steckt der Gedanke, Wegwerfmaterialien nicht einfach nur zu verwerten, sondern aus ihnen etwas viel Schöneres oder Nützlicheres zu machen. Vermeintlicher Müll wird in Lifestyle und Design verwandelt. Das Prinzip funktioniert bei Kleidung, Möbeln, Dekoartikeln und vielen Alltagsaccessoires.

 

Veröffentlicht am 02.04.2012
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Was ist die Energy Roadmap der EU?

In der Energy Roadmap 2050 verpflichtet sich die Europäische Union ihre Treibhausgasemissionen „im Rahmen der notwendigen Reduktionen der Industrieländer als Gruppe um 80 - 95 Prozent unter den Stand von 1990 zu senken". Der aktuelle Energie-Fahrplan stammt vom 15. Dezember 2011, die Europäische Kommission kam damit einer Aufforderung des Europäischen Rates nach. Die Energy Roadmap 2050 untersucht die mit dem EU-Dekarbonisierungsziel verbundenen Herausforderungen, wobei dieses Ziel unter Gewährleistung der Energieversorgungssicherheit und der Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden soll.

 

Details zur Energy Roadmap 2050 finden Sie hier

 

Bilder: http://ec.europa.eu

 

Veröffentlicht am 05.03.2012
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Wann gingen in Österreich die ersten Windräder in Betrieb?

Die Anfänge der Windenergie in Österreich reichen bis in die 1980er Jahre zurück, allerdings handelte es sich bei den ersten Windrädern um Pionierleistungen einzelner Windenergieliebhaber und staatliche Forschungsprojekte. Um die Rahmenbedingungen für Windenergie in Österreich zu verbessern, kam es 1993 zur Gründung der Interessengemeinschaft Windkraft Österreich (IG Windkraft), die bis heute als die Interessenvertretung für Windkraftbetreiber und -firmen agiert. Die erste größere Windkraftanlage mit einer Leistung von 150 kW wurde 1994 im Marchfeld errichtet. 1995 folgten weitere Windräder, darunter in Michelbach das erste „Bürgerwindrad", welches von über einhundert Personen gemeinsam finanziert wurde. Einen Meilenstein konnte die heimische Windkraft im Sommer 2010 feiern: Mit der Inbetriebnahme einer Anlage der WEB Windenergie AG im niederösterreichischen Maustrenk wurde erstmals eine Windenergie-Gesamtleistung von mehr als 1.000 Megawatt erzielt.

 

Bilder: Petra Bork / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 05.03.2012
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Mehr Green IT = weniger Kohlekraftwerke

Das Potential zur Energieeinsparung ist Experten zufolge beim Alltagsgut Computer besonders hoch. Das deutsche Öko-Institut hat im Vorfeld der CeBIT 2012 errechnet, dass man allein in Deutschland mit Hilfe effizienterer PCs („grüne Computer") zwei mittelgroße Kohlekraftwerke einsparen könnte. Dazu müssten bei unseren Nachbarn allerdings alle Computeranwender energieeffiziente Desktop-PCs, Notebooks und Bildschirme nutzen. Pro Jahr könnten so zwischen fünf und sieben Terawattstunden (TWh) Strom eingespart und Emissionen von drei bis fünf Millionen Tonnen CO2 vermieden werden.

 

Mehr Informationen

http://www.oeko.de/aktuelles/dok/544.php

 

Bilder: Logo Öko-Institut e.V.

 

Veröffentlicht am 05.03.2012
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Was versteht man unter einer Ökobilanz?

Eine Ökobilanz - engl.: Life Cycle Assessment (LCA) - ist eine systematische Analyse der Umweltwirkungen eines Produktes während seines gesamten Lebensweges („from cradle to grave" = „von der Wiege bis zur Bahre") oder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt der Verarbeitung („from cradle to factory gate" = „von der Wiege bis zum Fabriktor"). Zu den Umweltwirkungen werden sämtliche umweltrelevanten Entnahmen aus der Umwelt (z. B. Erze, Rohöl) sowie die Emissionen in die Umwelt (z. B. Abfälle, CO2-Emissionen) gezählt. Mit Hilfe einer Ökobilanz kann man auch den Energie- und Ressourcenverbrauch von Recycling-Produkten gegenüber der herkömmlichen Herstellung eines Materials (z.B. rezykliertes PVC vs. herkömmliches PVC) untersuchen.

 

Bilder: Andreas Agne / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 05.03.2012
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Schweizer arbeiten an der „kosmischen Müllabfuhr“

Aus der Schweiz kommt eine neue Initiative zur „Entmüllung" des Weltraums. Forscher der ETH Lausanne (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne, franz.: EPFL - École Polytechnique Fédérale de Lausanne) wollen den Orbit mit Reinigungssatelliten von hunderttausenden um die Erde kreisenden Trümmerteilchen befreien. Die Astronomen und Techniker am Swiss Space Center der EPFL planen eine ganze Armee von Reinigungssatelliten, die in der Lage sind, Raketenstufen, Abdeckkappen, Schrauben, Isolationsstücke, Kupferdrähte und andere Überbleibsel früherer Raumfahrtmissionen einzusammeln. Ein erster Prototyp mit dem Namen "CleanSpace One" - ein mit einem Greifarm ausgestatteter Mini-Satellit - könnte laut EPFL in drei bis fünf Jahren ins All geschickt werden. Seine Entwicklung und die Mission selbst dürften rund 10 Millionen Franken (8,3 Mio. Euro) kosten.

 

Mehr Informationen:

http://actu.epfl.ch/news/cleaning-up-earth-s-orbit-a-swiss-satellite-tack-2/

 

Veröffentlicht am 05.03.2012

 

Youtube Video:


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Kugeln im Tank sollen Treibstoff-Explosionen verhindern

Das österreichische Unternehmen SAFEBALL Technology GmbH hat eine neue innovative Sicherheitstechnologie vorgestellt, die das Risiko von Explosionen in Treibstofftanks deutlich reduziert. Dabei handelt es sich um Spezialkugeln, die das Zünden von explosionsfähigen Gasgemischen in Treibstofftanks verhindern. Die "SAFEBALLs" sind seit Jänner 2012 erhältlich.

 

Bild: Safeball Technology GmbH

 

Veröffentlicht am 30.01.2012
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Das größte Recycling-Testzentrum der Welt

In Mühlheim-Kärlich im Norden des deutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz steht die weltweit größte Testanlage für sensorgestützte Recycling-Sortiersysteme. Hersteller TITECH hat das alte Testzentrum 2010 für 4,5 Millionen Euro ausgebaut und neu eröffnet. Schon im ersten Jahr nach der Erweiterung wurden auf dem 1.500 Quadratmeter großen Areal 286 Tests für Kunden aus 40 Ländern durchgeführt. Im TITECH-Testzentrum können Kunden vor dem Kauf überprüfen, ob die angebotenen Sortierlösungen auch mit ihrem Eingangsmaterial und für ihre Anwendungen optimale Ergebnisse liefern.

 

Bild: TITECH Logo

 

Veröffentlicht am 30.01.2012
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New Yorker Mülldeponie wird Parkanlage

Fresh Kills Landfill an der Westküste des New Yorker Stadtteils Staten Island war bis 2001 eine der größten Mülldeponien der Welt. 150 Millionen Tonnen Müll lagern auf dem mittlerweile von Gras überwucherten, 890 Hektar großen Gelände. Die 1948 eröffnete Deponie wurde eigentlich schon im März 2001 stillgelegt, nahm dann aber nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 noch Trümmer vom Ground Zero auf. Das Areal ist fast dreimal so groß wie der Central Park und soll bis 2030 Stück für Stück in die größte  Parkanlage New York Citys umgewandelt werden. So sieht zumindest die Öko-Vision der Landschaftsarchitekten "Field Operations" aus, die den internationalen Gestaltungswettbewerb um den Park gewonnen haben. Über ein Röhrensystem sollen auch die aus dem Müll entstehenden Gase als Energieträger für 22.000 Bewohner Staten Islands nutzbar gemacht werden.

 

Bild: James Corner/Field Operations

 

Veröffentlicht am 30.01.2012
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CO2-Bilanz in Österreich gestiegen

Die Treibhausgasemissionen sind im Jahr 2010 in Österreich wieder gestiegen. Gegenüber 2009 ist der Wert (gemessen in Mio. Tonnen Kohlendioxidäquivalenten) um 4,9 Millionen auf 84,6 Millionen Tonnen angewachsen. Die Vorgaben des Kyoto-Zieles wurden damit wie schon 2009 und 2008, als die CO2-Emissionen sanken, verfehlt. Bis zum Ende der Kyoto-Zielperiode 2012 rechnet das Umweltministerium mit einer Gesamtabweichung von 30 Millionen Tonnen. Die Gründe für die Steigerung der CO2-Belastung 2010: Im Vergleich zum Wirtschaftskrisenjahr 2009 war 2010 nicht nur ein konjunkturell stärkeres Jahr, sondern auch ein sehr kaltes Jahr mit 13 Prozent mehr Heiztagen als 2009. Den Negativrekord hält weiter das Jahr 2005 mit 92,9 Mio. Tonnen CO2-Emissionen.

 

Veröffentlicht am 30.01.2012
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Heimat bist du großer Energieselbstversorger...

19 weitere Modellregionen von Wien bis Vorarlberg wurden vom österreichischen Lebensministerium als neue Vorreiter auf dem Weg in die Energieautarkie präsentiert. Die Projekte -­ neun aus der Steiermark, sechs aus Niederösterreich, zwei aus Vorarlberg und je ein Projekt aus Tirol und Wien - werden 2012 mit einer Gesamtsumme von 1,6 Mio. Euro gefördert. Es handelt sich durchwegs um innovative Konzepte für mehr Energieselbstversorgung. Der Kreis der österreichischen Klima- und Energiemodellregionen ist damit auf 85 angewachsen. Bereits zwei Mio. Menschen in 884 Gemeinden leben in einer dieser Regionen.

 

Veröffentlicht am 30.01.2012
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Wieviel Sonnenenergie gibt es eigentlich wirklich?

Solarenergie ist heute stark im Trend - und das ist auch gut so. Dass freilich nicht die gesamte auf der Erde verfügbare Sonnenenergie genutzt wird, ist uns auch allen klar. Wir könnten sie auch gar nicht zur Gänze nutzen, denn pro Jahr liefert die Sonne der Erde eine Energiemenge, die 10.000 mal größer ist als der aktuelle weltweite Bedarf. Die von der Sonne auf die Erde abgestrahlte Leistung beträgt ca. 174 PW (Petawatt). Etwa 30 Prozent der Strahlung werden im Orbit reflektiert, ca. 122 PW erreichen tatsächlich die Erde (Erdhülle und Erdoberfläche).

 

Bild: uschi dreiucker / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 27.12.2011
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Wie man auf einen Schlag 2 Millionen Tonnen Treibhausgase einspart

„Bordo Poniente", die gigantische Mülldeponie in Mexiko-Stadt, steht vor der Schließung. Seit 1985 sammelten sich hier mehr als 76 Millionen Tonnen Müll an, an manchen Stellen ist die Müllschicht 17 Meter tief. Nach Angaben der Regierung wird die Schließung der Deponie dazu führen, dass jährlich zwei Millionen Tonnen Treibhausgase weniger entweichen. Das Methangas, das in der Deponie entsteht, soll ab 2012 zur Energiegewinnung genutzt werden, zum anderen will die Stadt in den kommenden Jahren die Müllverwertung stark ausbauen. In der 8,8-Millionen-Einwohner-Metropole Mexico City (offizielle Zahl, Schätzungen gehen von 15 bis 20 Millionen aus) fallen übrigens täglich 12.700 Tonnen Müll an.

 

Bild: lovehijau.com

 

Veröffentlicht am 27.12.2011
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Sommer, Sonne, Photovoltaik-Eisdiele ...

Einen mobilen Eisstand, der „sonnengekühltes Eis" anbietet und ohne Strom aus der Steckdose betrieben wird, haben zwei Schüler der HTBLA Weiz im Rahmen einer Diplomarbeit konzipiert und später auch tatsächlich erbaut. Das Projekt von Benjamin Kohl und Andreas Krems wurde kürzlich mit dem Klimaschutzpreis 2011 ausgezeichnet. Die Kraft der Sonne, die normalerweise das leckere Speiseeis zum Schmelzen bringt, verwenden die zwei Schüler zur Kühlung. Die Energie dafür wird über eine Photovoltaik-Anlage bezogen, die auf die Bedürfnisse der umweltfreundlichen Eisdiele abgestimmt wurde. Ein Konditor in Weiz zeigt sich an der Innovation bereits interessiert. Die Chancen, dass die Eisdiele in Serie produziert wird, stehen also gar nicht so schlecht.

 

Bild:klimaschutzpreis.at

 

Veröffentlicht am 27.12.2011
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Unicef-"Foto des Jahres"

 

Ein Foto des deutschen Fotografen Kai Löffelbein, das einen Jungen auf der vermutlich größten Elektroschrottdeponie der Welt zeigt, wurde vom UN-Kinderhilfswerk UNICEF zum „Foto des Jahres 2011" gekürt. Die Deponie liegt in Agbogbloshie am Rande der Stadt Acra in Ghana. Hunderte Menschen leben hier quasi auf einem „Friedhof der Technik". Der zum größten Teil aus Europa angelieferte Elektronikschrott - Fernseher, Kühlschränke, Monitore, Tastaturen, Kabel, Festplatten, usw. - wird von den Ghanaern ausgeweidet und dient ihnen als Lebensgrundlage. Löffelbein hat das Leben der Menschen auf der Halde dokumentiert und dabei das Foto seines Lebens geschossen.

 

Mehr Informationen und das Foto in Großansicht unter:

http://www.unicef.de/aktionen/unicef-foto-des-jahres/aktuelle-infos/

 

Bild: Kai Löffelbein

 

Veröffentlicht am 27.12.2011
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Österreichs größtes Geothermie-Kraftwerk entsteht

 Am 9. November 2011 begann die Wien Energie in Aspern mit den Bohrarbeiten für Österreichs größtes Geothermie-Kraftwerk, das die gesamte Seestadt und Teile Wiens mit umweltfreundlicher Wärmeenergie versorgen wird. Das Kraftwerk in Aspern wird mit rund 40 Megawatt (MW) thermischer Leistung doppelt so groß sein als jede vergleichbare Anlage in Österreich. 40.000 Wohnungen werden ab 2014 von der Erdwärme im Wiener Becken profitieren. Geothermie zählt zu den innovativsten und umweltfreundlichsten Methoden zur Wärmeerzeugung, durch die Energie des 150° Celsius heißen Wassers aus rund 5.000 Metern Tiefe im Eßlinger Untergrund können jährlich rund 130.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Im Wiener Becken, wo mit den vermuteten Heißwasservorkommen ein riesiges Energiepotential schlummert, gibt es auch genug Potential für weitere hydrothermale Geothermie-Projekte zur Energiegewinnung.

 

Link: www.aspern-seestadt.at

 

Bild: www.aspern-seestadt.at

 

Veröffentlicht am 01.12.2011
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Neue UNEP-Studie: China wird zur „Green Economy“-Weltmacht

Eine neue Studie des UN-Umweltprogramms UNEP widmet sich den Chancen des ökologischen Umbaus der Weltwirtschaft. Mehrere hundert Experten haben drei Jahre lang an dem Report gearbeitet und zeichnen insgesamt ein optimistisches Bild. Laut UNEP avanciert China, das heute für mehr als 20 Prozent des weltweiten CO2- Ausstoßes verantwortlich ist, inzwischen auch zum weltweit führenden Öko-Investor, der in den nächsten fünf Jahren umgerechnet 350 Milliarden Euro für erneuerbare Energien, saubere Technologien und Abfall-Management ausgeben will. Die UNEP-Experten schätzen aber auch, dass in China durch eine ressourcenschonende Wirtschaft und eine forcierte Umstellung auf Ökostrom rund 800.000 Arbeitsplätze in Kohlekraftwerken verloren gehen würden. Ausgleichen könnte man das mit Hilfe von „Green Jobs": bis 2020 werden alleine in der Windkraft-Industrie rund 2,5 Millionen Arbeitsplätze nötig. Die Netto-Bilanz ist also laut UNEP eindeutig positiv.

 

Bild: UNEP

 

Veröffentlicht am 01.12.2011
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Bolivien – gelobtes Land der Akku-Zukunft

Lithium zählt zu den wichtigsten Rohstoffen für unsere High-Tech-Zukunft. Das begehrte Leichtmetall wird für die weit verbreiteten Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus von mobilen Endgeräten, aber auch für die Elektroautos der Zukunft dringend benötigt. In wirtschaftlich lohnenden Konzentrationen kommt Lithium allerdings nur in Salzlaugen vor. Abgebaut wird es heute vorwiegend in Chile, Argentinien, den USA und China. Das weltweit größte Vorkommen - und mit 5.4 Millionen Tonnen womöglich die Hälfte der nutzbaren Weltvorkommen - wurde jedoch im Salzsee Salar de Uyuni in Bolivien entdeckt. Bolivien, eines der ärmsten Länder der Welt, hofft, mit dem Lithium Anschluss an die wirtschaftliche Entwicklung der modernen Welt zu finden.

 

Bild: qayyaq  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 01.12.2011
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Stark im Trend: Persönliche CO2-Fußabdruckrechner

 

Jeder von uns hinterlässt auf dem Planeten seinen ganz persönlichen ökologischen Fußabdruck und beeinflusst damit auch das Klima. Gemessen wird dieser Wert zumeist über die CO2-Bilanz. Und ermitteln kann man diesen mit ein paar Mausklicks, denn CO2-Fußabdruckrechner werden online mittlerweile zuhauf angeboten. So finden sich Footprint-Rechner etwa auf den Websites des ORF, des Mineralölkonzerns BP oder von Umweltorganisationen wie Greenpeace und „Klima ohne Grenzen".

Hier ein paar Links für mehr oder weniger detaillierte CO2-Fußabdruckrechner:

 

Klima ohne Grenzen

http://klimaohnegrenzen.de/Berechnen

ORF

http://www4.ichundco2.at/

Greenpeace

http://greenpeace.klima-aktiv.com/umleitung_greenpeace.html

BP Deutschland

http://www.deutschebp.de/iframe.do?categoryId=9028839&contentId=7052548

 

Bild: klimaohnegrenzen.de

 

Veröffentlicht am 01.12.2011
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Unfassbarer Wasserverbrauch

Dass der Rohstoffverbrauch der Menschheit bedingt durch die fortschreitende Industrialisierung und das Bevölkerungswachstum förmlich explodiert, ist bekannt. Wie sehr aber ausgerechnet unser Wasserverbrauch steigt, ist kaum zu fassen. Laut einer UNESCO-Studie vom Mai 2011 liegt der Pro-Kopf-Bedarf bereits bei fast 1400 Kubikmetern pro Jahr - das sind 1,4 Millionen Liter. Das ist freilich nur der globale Durchschnitt, in den USA ist der Pro-Kopf-Verbrauch mehr als doppelt so hoch. Allein die Landwirtschaft ist weltweit für 92 Prozent des Wasserverbrauchs verantwortlich. Kein Wunder, wo doch schon die Herstellung eines einzigen Kilogramms Schweinefleisch rund 10.000 Liter verschlingt. Bald wird der Gesamtbedarf der Menschheit bei zehn Billionen Kubikmetern Wasser pro Jahr liegen. Der Bodensee wäre bei diesem Verbrauch in weniger als zwei Tagen leer.

 

Bild: Ingo Anstötz / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 01.12.2
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Weltweit erste industrielle Algenzuchtanlage eröffnet

Algen gewinnen als „CO2-Fresser" immer mehr an Bedeutung (siehe auch UFH Newsmeldung). Das niederösterreichische Technologieunternehmen ecoduna und Vattenfall, der größte thermische Energielieferant Europas, haben am 12. Oktober 2011 im deutschen Brandenburg die erste voll kontinuierliche industrielle Algenzuchtanlage in Betrieb genommen.

Die Anlage dient zur Nutzung von CO2 aus dem Braunkohlekraftwerk in Senftenberg. Als grundlegendes Prinzip der Algenproduktion kommt die Photosynthese zum Einsatz: Das aus Abgasen stammende Kohlendioxid wird gebunden und in Biomasse umgewandelt. Einziges „Abfallprodukt" der Algenzucht ist der Sauerstoff, der in der Photosynthese freigesetzt wird.

Die Züchtung der Mikroalgen wird mit Hilfe eines Photo-Bioreaktors gestartet. Durch den kontinuierlichen Betrieb in Verbindung mit der Nutzung der gesamten eingestrahlten Sonnenenergie wird die industrielle Kultivierung der Mikroalgen erst möglich. Kraftwerksabgase lassen sich so in großen Mengen in wertvolle Biomasse umwandeln.

 

Bild: ecoduna

 

Veröffentlicht am 31.10.2011
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Aktion gegen „Dreckschleudern“ auf den Straßen

Eine gemeinsame Studie des auf Umwelt- und Technologiethemen spezialisierten Beratungsunternehmens ecoprog und des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik aus dem Jahr 2011 geht davon aus, dass derzeit jährlich weltweit 5,6 Milliarden Euro in Bau, Ausbau, Modernisierung und Instandhaltung von Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoff-Kraftwerken investiert werden. Bis zum Jahr 2015 dürfte dieser Wert auf 7,8 Milliarden Euro ansteigen, die weltweiten Anlagenkapazitäten werden von derzeit 210 Millionen Jahrestonnen auf 270 Millionen Tonnen anwachsen.

 

Bild: Thomas Max Müller  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 31.10.2011
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Globale Müllverbrennung in Zahlen

Eine gemeinsame Studie des auf Umwelt- und Technologiethemen spezialisierten Beratungsunternehmens ecoprog und des Fraunhofer Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik aus dem Jahr 2011 geht davon aus, dass derzeit jährlich weltweit 5,6 Milliarden Euro in Bau, Ausbau, Modernisierung und Instandhaltung von Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoff-Kraftwerken investiert werden. Bis zum Jahr 2015 dürfte dieser Wert auf 7,8 Milliarden Euro ansteigen, die weltweiten Anlagenkapazitäten werden von derzeit 210 Millionen Jahrestonnen auf 270 Millionen Tonnen anwachsen.

 

Bild: Thomas Max Müller  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 31.10.2011
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Kunststoffrecycling in der EU: Steigerungsrate von 9,3 Prozent

Im Bericht „Plastics - the facts 2011", den die europäische Kunststoffindustrie kürzlich vorgelegt hat, werden die aktuellen Zahlen zu Produktion, Verbrauch und Verwertung von Kunststoffen dokumentiert. Demnach ist die weltweite Kunststoffproduktion 2010 wieder deutlich gewachsen, und zwar von 250 auf 265 Millionen Tonnen. Europa ist nach China (23,5 Prozent) mit einem Anteil von 21,5 Prozent an der Kunststofferzeugung der weltweit zweitgrößte Produktionsstandort. In Europa werden derzeit 58 Prozent der gebrauchten Kunststoffe verwertet, der Anteil von recycelten und wiederverwerteten Kunststoffen stieg im Jahr 2010 in den EU-Ländern um durchschnittlich 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

 

Bild: plasticseurope.de

 

Veröffentlicht am 31.10.201
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Klimaschädigende Subventionen für fossile Energien steigen

Laut Internationaler Energieagentur (IEA) haben Regierungen 2010 weltweit 409 Milliarden US-Dollar an Subventionen für fossile Energien ausgegeben. Die IEA kritisiert, dass der Ölpreis dadurch künstlich niedrig gehalten und das Klima weiter geschädigt wird. Die Organisation befürchtet, dass sich die Subventionen bis zum Jahr 2020 sogar auf mehr als 660 Milliarden US-Dollar pro Jahr erhöhen könnten.

 

Bild: Internationale Energieagentur (IEA)

 

Veröffentlicht am 31.10.2011


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Die Öko-Kardanwelle ist da

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt (www.iaa.de, 15. bis 25.9. 2011) stellte die IFA Rotorion, der größte Hersteller von Kardanwellen in Europa und den USA, eine Weltneuheit vor: die erste Kardanwelle aus nachwachsenden Rohstoffen. „Bioprop" taufte das Unternehmen aus dem deutschen Sachsen-Anhalt das revolutionäre Öko-Produkt, mit dem man zwei umweltschonende Effekte erzielen will: verbrauchsmindernden Leichtbau und CO2-neutrale Recyclingfähigkeit. Die Öko-Kardanwelle ist mit knapp acht Kilogramm Gewicht nur etwa 20 Prozent schwerer als eine vergleichbare Welle aus Kohlefaserverbundstoff, aber noch 30 Prozent leichter als eine Standardwelle aus Stahl. Basismaterial des Wickelrohres der „Bioprop" ist übrigens Hanf ...

 

Bild: IFA Rotorion

 

Veröffentlicht am 28.09.2011
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Müllsammeln in Wien: Altpapier vor Biomüll

353.000 Tonnen Altstoffe, ein Fünftel mehr als 2001, wurden in Wien im Jahr 2010 getrennt gesammelt. Den größten Teil macht Altpapier mit rund 133.000 Tonnen aus, gefolgt vom Biomüll, dessen Jahresmenge in den vergangenen zehn Jahren von 85.000 auf 118.000 Tonnen (+ 39 Prozent) gestiegen ist. Im Vergleich dazu ist die Restmüllmenge von 494.000 Tonnen im Jahr 2001 auf 509.000 Tonnen im vergangenen Jahr nur geringfügig angewachsen. Mülltrennung macht sich in Wien ab 2012 auch bei den Müllgebühren bezahlt: Die Erhöhung betrifft nämlich nur die Entsorgung des Restmülls.

 

Veröffentlicht am 28.09.2011
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Bioenergie für die Fußballarena

Das Stadion des deutschen Fußball-Bundesligisten Hamburger SV (HSV) deckt seinen Energiebedarf aus Bioabfällen und Essensresten. Die 57.000 Zuschauer fassende Imtech Arena zählt zu jenen Abnehmern, die Strom und Heizenergie aus dem Biowerk Hamburg beziehen. Mit den jährlich rund 20.000 Tonnen an Speiseabfällen, abgelaufenen Lebensmitteln und Biomüll, die hier verwertet werden, können etwa 2500 Haushalte mit Energie beliefert werden. 2010 wurden in der Anlage der Stadtreinigung Hamburg 6,72 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom und 6,76 Millionen kWh Wärme erzeugt.

 

Bild: Nils  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 28.09.2011
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Was versteht man unter Biokapazität?

Den Begriff „Biokapazität" findet man im Living Planet Report der Umweltstiftung WWF (World Wildlife Fund, letzte Ausgabe: 2010). Zwei Faktoren bestimmen die Biokapazität eines Landes: die Fläche von Ackerland, Weideland, Fischgründen und Wäldern, die sich innerhalb seiner Grenzen befinden, sowie die Produktivkraft eines Landes oder bestimmter Gewässer. Im weltweiten Ländervergleich verfügt Brasilien über die höchste Biokapazität, gefolgt von China, den USA, der Russischen Föderation, Indien, Kanada, Australien, Indonesien, Argentinien und Frankreich. Die Erhebung zeigt ebenfalls, dass die pro Kopf verfügbare Biokapazität in dem Maße abnimmt, wie die Weltbevölkerung zunimmt. Mehr als die Hälfte der weltweiten Biokapazität wird von diesen zehn Ländern erbracht.

 

Bild: WWF

 

Veröffentlicht am 28.09.2011
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Unserem Wasser geht es dreckig

Laut UN-Water-Studie 2009 werden jeden Tag weltweit ca. 2,5 Millionen Tonnen Schmutz- und Abwässer in Flüsse und Seen geleitet. Besonders dramatisch ist die Lage laut dem UN-Bericht in den Entwicklungsländern, wo 70 Prozent der unbehandelten Industrieabfälle in Gewässer gelangen und dadurch die Trinkwasserversorgung gefährden. Die solcherart verminderte Wasserqualität beeinträchtigt aber nicht nur die Gesundheit der in den betroffenen Regionen lebenden Menschen, sie hat auch tiefgreifende Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume.

 

Bild: günther gumhold  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 28.09.2011
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CO2 – vom Klimakiller zum Rohstoff

Als Gefahr für das Weltklima ist Kohlendioxid (CO2) vielen Menschen bekannt. Das klimaschädliche Gas lässt sich aber auch nutzbringend verwerten, zum Beispiel als Trockeneis zum Kühlen oder als Basisstoff für Düngemittel. Weltweit werden derzeit nur knapp eine Milliarde Tonnen CO2 im Jahr verwertet - weniger als fünf Prozent der von Menschen verursachten Emissionen. Laut Expertenschätzungen wären zusätzlich zum aktuellen Verbrauch schon jetzt rund 180 Millionen Tonnen pro Jahr als Chemierohstoff nutzbar. Mithilfe innovativer Technologien lässt sich das Gas zu Schaumstoff, Treibstoff und sogar DVDs verarbeiten. Der deutsche Chemiekonzern Bayer etwa setzt in einer Pilotanlage in Leverkusen seit kurzem CO2 bei der Erzeugung des Kunststoffs Polyurethan (PU) ein. CO2 wird aus den Rauchgasen eines Kohlekraftwerks herausgewaschen, verflüssigt, nach Leverkusen transportiert und von Bayer zu Schaumstoff weiterverarbeitet. Bis 2015 will der Konzern eine Großanlage zur Herstellung von PU-Schaum in Betrieb nehmen und große Mengen CO2 in Kunststoff verwandeln. Langfristig könnte Kohlendioxid eine nahezu unerschöpfliche Quelle für Kohlenstoff werden - und damit Kohle, Erdöl und Erdgas ersetzen.

 

Mehr Informationen zur Bayer Pilotanlage

http://www.presse.bayer.de/baynews/baynews.nsf/id/8E6D9B-Bayer-startet-Pilotanlage-fuer-Kunststoff-Herstellung-mit-CO2

 

Bild: Bayer

 

Veröffentlicht am 28.08.2011
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Recyclingnetzwerk für Altmöbel

In Deutschland will ein neues Recycling-Design-Netzwerk namens ZweitSinn dafür sorgen, dass gebrauchte Möbel eine zweite Chance erhalten. Für die Herstellung werden ausschließlich Altmöbel sowie andere recycelte Materialien wie Metalle und Textilien verwendet und in außergewöhnliche Ideen umgesetzt. Sieben Millionen Tonnen Möbel werden dem Netzwerk zufolge in Deutschland jährlich aussortiert. Rund 95 Prozent landen als Sperrmüll in Müllverbrennungsanlagen oder auf der Deponie. Nur fünf Prozent der veralteten Einrichtungen würden wiederverwendet bzw. verwertet.

ZweitSinn versteht sich als Recycling-Möbelmarke. Das Portal erfasst Möbel, Accessoires oder Lampen von unterschiedlichen Designern, Künstlern, Handwerkern, Beschäftigungsgesellschaften und Behindertenwerkstätten. Müllvermeidung, Einsparung an CO2-Emissionen, Reintegration benachteiligter Jugendlicher und Langzeitarbeitsloser sowie die Herstellung qualitativ hochwertiger Designermöbel stehen im Vordergrund.

 

ZweitSinn-Website

http://www.zweitsinn.de/

 

Bild: zweitsinn.de

 

Veröffentlicht am 28.08.2011
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Österreich bei ökologischer Nachhaltigkeit auf Platz 2 in Europa

Die Wirtschaftskammer Österreich hat 2011 wieder ihr Ranking zur ökologischen Nachhaltigkeit der europäischen Länder veröffentlicht. Auf den vordersten Plätzen gab es keine Veränderungen - Österreich belegt wie schon 2009 hinter Schweden, jedoch vor Dänemark und Deutschland den zweiten Platz. Das WKÖ-Ranking stützt sich auf die Auswertung letztverfügbarer Länder-Vergleichsdaten zu 52 Öko-Indikatoren aus Umweltsektoren, die von der Europäischen Kommission, der Europäischen Umweltagentur und von Eurostat veröffentlicht wurden. Österreich verdankt seinen Spitzenplatz den Wertungen zum betrieblichen Umweltmanagement, zur Luftreinhaltung, zum Modal Split im Gütertransport, zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen, zum Altglasrecycling, zum CO2-Ausstoß pro BIP und zur biologischen Landwirtschaft.

 

Grafik: Wirtschaftskammer Österreich

 

Veröffentlicht am 28.08.2011
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Googles grüne Rechenbeispiele

Die Rechenzentren des Internet-Riesen Google gelten als besonders energiesparend. Laut unternehmenseigenen Angaben verbraucht eine Suchanfrage bei Google etwa ein Kilojoule an Energie, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 0,2 Gramm. Google hat errechnet, dass der Druck eines Exemplars einer Tageszeitung auf Recyclingpapier etwa 850 Google-Suchen entspricht. Oder anders betrachtet: 10.000 Suchanfragen verbrauchen genauso viel Energie wie eine acht Kilometer lange Fahrt in einem durchschnittlichen PKW. Und der Tages-Energieverbaruch eines amerikanischen Haushalts entspricht etwa dem Energieverbrauch von 3,1 Millionen Suchanfragen bei Google.

 

Bild: Google

 

Veröffentlicht am 28.08.2011
Wiener Müllsheriffs – Bilanz 2011

Die seit 2008 amtierenden Wiener WasteWatcher sind hauptsächlich für unrechtmäßig entsorgten Sperrmüll, Hundekot und achtlos abgestellte Einkaufswagen verantwortlich. Bei illegal abgelagertem Sperrmüll wurde im Zeitraum von 2006 bis 2010 ein Minus von 15 Prozent erzielt (von 100.000 Kubikmetern im Jahr 2006 auf 84.500 Kubikmeter im Jahr 2010). Bei willkürlich abgestellten Einkaufswagen gab es ein sattes Minus von 37 Prozent, und die Zahl der illegal entsorgten Kühlgeräte ist in Wien zwischen 2006 und 2010 sogar um 50 Prozent zurückgegangen.

Auch das aktuelle Halbjahresergebnis für 2011 spricht für die WasteWatcher: 3.500 Mal haben sie im ersten Halbjahr 2011 eingegriffen und Müllsünder abgemahnt oder Strafen verhängt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 wurde von Jänner bis Juni 2011 bei Einkaufswagerln ein Minus von 11 Prozent erzielt, wobei allerdings immer noch ca. 10.000 verwaiste Einkaufswagerl eingesammelt werden mussten. Bei der illegalen Sperrmüllablagerung konnte der Müllberg von 50.000 (1. Hj. 2010) auf 40.000 Kubikmeter (1. Hj. 2011) reduziert werden. 529 Mal wurden heuer bereits Illegal deponierte Kühlschränke am Straßenrand oder in einem Park entdeckt (Gesamtzahl 2010: ca. 1100).

Die Situation beim Hundkot entspannt sich allmählich. Es gibt bereits über 2.750 Gratis-Sackerl-Automaten, über 47.200 „gefüllte" Sackerln landen täglich in Wiens Mistkübeln.

 

Bild: www.wien.gv.at / Christian Fürthner

 

Veröffentlicht am 28.08.2011
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"Rainbow Warrior III" ist am Start

Im deutschen Berne an der Weser ging Anfang Juli 2011 das neue Flaggschiff der Umweltschutzorganisation Greenpeace vom Stapel. Die „Rainbow Warrior III", das erste von Greenpeace selbst in Auftrag gegebene, komplett neue Schiff der Umweltschützer, ist stolze 58 Meter lang und steckt voller umweltfreundlicher Technik. 1300 Quadratmeter Segel sorgen für den nötigen Schub auf den Weltmeeren. Bei Flaute springen ein Dieselmotor, der mit einer Abgasreinigungsanlage läuft, und ein Elektromotor ein. Abwasser wird an Bord wieder aufbereitet, Trinkwasser aus dem Meer gewonnen und Müll automatisch sortiert. Der 23 Millionen Euro teure Segler beherbergt neben Kommandozentrale und Messe insgesamt 17 Kajüten, einen Serverraum, die Küche und ein Hospital. Derzeit werden auf dem Wasser die letzten Arbeiten fertiggestellt. Für 14. Oktober ist die Schiffstaufe geplant, anschließend muss die „Rainbow Warrior III" noch einige Tests bestehen, bevor sie zum ersten Einsatz in See sticht. Als Heimathafen ist wie bei den beiden Vorgängern Amsterdam vorgesehen.

 

Youtube Video:

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=WKwu442EPQM

 

Veröffentlicht am 01.08.2011


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Der "Lebensmüll" eines Österreichers

 

Mehr als 48 Tonnen Müll produziert der Durchschnittsösterreicher im Lauf seines Lebens. Das Statistikamt Eurostat errechnete für Österreich zuletzt 601 Kilogramm Abfall pro Kopf und Jahr (März 2010). Laut Statistik Austria wiederum haben Männer und Frauen in Österreich heute eine Lebenserwartung von 77,7 bzw. 83,2 Jahren, das wären im Schnitt also über 80 Jahre. Daraus errechnet sich der enorm hohe persönliche Müllberg.

 

Foto: piu700 / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 01.08.2011


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211 Milliarden US-Dollar für erneuerbare Energien

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat gemeinsam mit der Frankfurt School of Finance & Management und Bloomberg New Energy Finance den Report "Global Trends in Renewable Energy Investment 2011" erstellt. Dem Bericht zufolge gab es 2010 einen 32-prozentigen Anstieg bei den weltweiten Investitionen in grüne Energie. In erneuerbare Energien wurde die Rekordsumme von 211 Milliarden Dollar investiert (2009: 160 Mrd. Dollar). Seit 2004 lässt sich eine Investitionssteigerung um 540 Prozent beobachten. Zu den größten Investitionen des jüngsten Beobachtungszeitraums zählen Windparks in China und Solarzellen auf europäischen Dächern. Allerdings überstiegen 2010 die Investitionen der Entwicklungsländer in erneuerbare Energien erstmals jene der Industrieländer. China war 2010 mit einer Neuinvestitionssumme in erneuerbare Energien von 48,9 Milliarden Dollar (Steigerung von 28 Prozent gegenüber 2009) weltweiter Spitzeninvestor.

 

Veröffentlicht am 01.08.2011


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Segway-Nachbau aus Elektroschrott

Transporter, kurz Segway PT oder Segway genannt, sind nicht gerade billig. Rund 6000 Euro muss man für den futuristischen Roller berappen. Der Schwede Petter Forsberg baute sich deshalb seinen Segway-Roller selbst - aus alten elektronsichen Bauteilen für 300 Euro. Der findige Bastler verwendete für seinen Nachbau zwei alte Elektro-Roller aus China. Er schlachtete die Teile aus, besorgte sich Akku, Haltestange und Gleichgewichtsmesser und entwarf am Computer seinen Selbstbau-Segway. Die Billig-Version fährt sich wie das Original per Haltestange und Gewichtsverlagerung, ist aber leichter als das Original, lässt sich zusammenklappen und im Kofferraum eines Autos verstauen. Bisher ist der Do-it-yourself-Segway ein Einzelstück. Ob das Gefährt irgendwann in den Handel kommt, ist noch nicht klar.

 

Weitere Infos und Anleitung für den Selbstbau:

http://p1r.crf.nu/segway/.

 

Veröffentlicht am 01.08.2011


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Kamele als Klimakiller?

Diese Meldung treibt Tierschützer auf die Barrikaden: Weil Kamele angeblich ähnlich wie Kühe durch ihre Verdauung dem Klima schaden, erwägt die australische Regierung ernsthaft die Abschlachtung hunderttausender wildlebender Höckertiere. Kamele wurden Mitte des 19. Jahrhunderts massenweise als Lasttiere nach Australien gebracht, werden heute aber nicht mehr benötigt. Mit dem Abschuss ganzer Herden aus Helikoptern will das Land seine schlechte CO2-Bilanz aufbessern, das Amt für Klimaschutz und Energieeffizienz hat die Einführung von CO2-Zertifikaten für getötete Kamele vorgeschlagen. Dabei streiten die Experten noch, ob und wie stark ihr „Rülpsen" tatsächlich zum Treibhauseffekt beiträgt. Fest steht nur, dass sich die Kamele in den Wüsten schnell vermehren und zur Bodenerosion beitragen. Doch damit nicht genug: Auch Kaninchen und Kröten, die einst ebenfalls auf den Kontinent eingeschleppt wurden, stehen auf der Abschussliste. Denn Australien hat mit eingeschleppten Tierarten ein generelles Problem: vieler dieser Tiere bedrohen die Flora und Fauna des ursprünglichen Australischen Ökosystems.

 

Veröffentlicht am 01.08.2011


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Grüne Zone beim Frequency Festival 2011

Beim FM4 Frequency Festival 2011 vom 18. bis 20. August in St. Pölten gibt es erstmals eine Green Camper Area. Jährlich müssen die Veranstalter nach dem Event rund 250 Tonnen Müll wegräumen, die Entsorgung nimmt bis zu zehn Tage in Anspruch. Den Anrainern ist das zu langsam, und es gibt auch immer mehr Festival-Besucher, die das Open-Air ohne Müllberge genießen wollen. Die Green Camper Area ist als abgesperrte, bewachte Zone geplant, in der die Besucher selbst ihren Müll wegräumen und keinen übermäßigen Lärm produzieren. Das Projekt soll alle Musikfans für das Thema sensibilisieren. Andere Entsorgungskonzepte der Frequency-Veranstalter haben in den vergangenen Jahren bereits Früchte getragen. So etwa die Dosen-Rücknahme mit Bonus: Für zehn leere, zurückgebrachte Dosen bekam man eine volle gratis. Zuletzt kamen während des Festivals 150.000 Dosen retour und die Veranstalter verweisen stolz darauf, dass dieses Konzept nun auch von anderen Festival-Organisatoren kopiert wird.

 

Website:

www.frequency.at

 

Veröffentlicht am 27.06.201
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Blutkonserven im Müll

Verschwenderischen Umgang mit Blut prangert der Österreichische Rechnungshof in seinem Rohbericht 2011 an. Von den mehr als 30.000 Blutkonserven, die das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) jährlich ins Wiener AKH liefert, werden offenbar bei weitem nicht alle ihrer eigentlichen Bestimmung zugeführt. Im Jahr 2009 seien in Österreichs größtem Spital jedenfalls rund 3000 Konserven nicht Patienten zugute gekommen, sondern entsorgt worden, womit Fremdblut im Wert von 400.000 Euro vernichtet wurde. Der Grund für die Vergeudung: Den Prüfern zufolge konnte im AKH die korrekte Lagerung der Blutprodukte nicht zweifelsfrei sichergestellt werden. Konserven sind überdies nur 42 Tage lang haltbar.

 

Veröffentlicht am 27.06.2011
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Plastikmeer gegen Plankton-Bestand: 6:1

Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ist heute in den Weltmeeren schon sechs Mal mehr Kunststoffmüll als Plankton zu finden. Bis zu 46.000 Plastikteile pro Quadratkilometer treiben auf den Ozeanen, 80 Prozent des Kunststoffmülls gelangen über Flüsse oder direkt in die Ozeane. Ein Großteil der Meeresverschmutzung resultiert aus achtlos weggeworfenen Plastikflaschen. Pro Jahr werden weltweit rund 141 Milliarden Plastikflaschen und Aluminiumdosen nicht recycelt. Auch in Europa, wo die PET-Verwertung bereits besser etabliert ist, werden lediglich 48,4 Prozent der PET-Flaschen eingesammelt.

 

Bild: F. Gopp  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 27.06.2011
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Was ist Glokalisierung?

Wie der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) in seinen VDI-Nachrichten (www.vdi.de/) berichtet, entwickelt sich die sog. „Glokalisierung" zu einem Megatrend, der die nachhaltige Produktion stärkt und somit Wirtschaft und Gesellschaft verändert. So würden heute auch in der Fertigungstechnik Global Player zunehmend Produkte für weltweite Märkte entwickeln und ihre Güter gleichzeitig immer stärker in den jeweiligen Absatzländern produzieren. Das Wirtschaftslexikon (www.wirtschaftslexikon24.net) versteht unter „Glokalisierung" den Trend zur regionalen Verdichtung durch internationale Entwicklungen. Laut Wikipedia wurden die Begriffe „Glocalisierung" oder „Glokalization" schon in den 1980ern für japanische Geschäftsformen verwendet. Im Bereich Umweltpolitik wurde der Begriff als „Glocal" einem kleineren Kreis in den Jahren 1989/90 bekannt. Und sprachwissenschaftlich betrachtet ist „Glokalisierung ein Neologismus und ein Kofferwort gebildet aus den Begriffen Globalisierung und Lokalisierung, wobei die beiden Begriffe nicht als Gegensätze, sondern wenn sinnvoll verbunden, als einander ergänzende Prozesse zu verstehen sind." (http://de.wikipedia.org/wiki/Glokalisierung)

 

Veröffentlicht am 27.06.2011
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Spargel als Klimakiller?

Professor Armin Reller, Experte für „Ressourcenstrategien" und „Stoffgeschichte" an der Universität Augsburg, hat erstaunliche Daten zur Ökobilanz von Spargel errechnet. Vor allem der CO2-Ausstoß beim Transport des beliebten Frühlingsgemüses stimmt nachdenklich. Wenn nämlich ein Kilo Spargel nur 35 km transportiert wird, entstehen bereits 60 Gramm CO2; wird der Kilo Spargel mit dem Lastwagen aus Spanien geliefert, sind es 360 Gramm; und wird er aus Chile nach Österreich geflogen, schlägt sich das in der Ökobilanz mit 17 Kilogramm CO2 nieder.

 

Bild: Joujou  / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 27.06.2011
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Power-Shredder made in Austria

Die Firma UNTHA Shredding Technology mit Sitz in Kuchl im Salzburger Tennengau hat nach eigenen Angaben mit dem Modell RS150 den leistungsstärksten Shredder der Welt gebaut. Die Maschine wurde auf der Hausmesse UNTHA Recycling Days im Mai 2011 der Öffentlichkeit präsentiert. Der neue Super-Shredder verfügt als erstes UNTHA-Modell über einen Vierwellenzerkleinerer mit Torque-Antrieb zur Zerkleinerung von besonders großen Abfallprodukten. Je nach Ausstattung kostet das gute Stück zwischen 350.000 und 480.000 Euro.

 

UNTHA-Homepage

http://www.untha.com/de

 

Veröffentlicht am 31.05.2011
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Lebensmittelvergeudung weltweit in Zahlen

Wie die Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) im Mai 2011 mitteilte, landen weltweit pro Jahr 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel im Müll oder gehen bei Verarbeitungsprozessen verloren. Die Menge macht etwa ein Drittel der weltweiten Lebensmittelproduktion aus. Die Daten stammen aus einer aktuellen Studie des Swedish Institute for Food and Biotechnology (SIK) mit dem Titel „Global Food Losses and Food Waste", die von der FAO in Auftrag gegeben wurde. In dem Bericht ist auch zu lesen, dass die Verbraucher in den Industrienationen jährlich 222 Mio. Tonnen Lebensmittel entsorgen - fast so viel, wie die Entwicklungsländer Schwarzafrikas insgesamt pro Jahr produzieren (230 Mio. Tonnen).

 

Veröffentlicht am 31.05.2011
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Ozonloch-Prognose: heiter bis wolkig

Laut UN-Weltwetterorganisation (WMO) in Genf hat die Zerstörung der Ozonschicht über der Arktis im Frühjahr 2011 ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Ozonschädigende Substanzen in der Stratosphäre und ein sehr kalter Winter tragen daran die Hauptschuld. Auswirkungen gibt es für die gesamte Nordhalbkugel - Forscher warnen auch vor einer wachsenden Sonnenbrandgefahr in Europa. Die gute Nachricht: Langfristig erwartet die WMO, dass sich die Ozonschicht außerhalb der Polarregionen zwischen den Jahren 2030 und 2040 auf ihren Zustand vor 1980 erholen wird. Auch in der Arktis könnte es ab 2040 zu einer merklichen Erholung kommen, während für die Antarktis erst zwischen 2045 und 2060 die Wiederherstellung des Zustands der 80er-Jahre prognostiziert wird.

 

Bild: Siegfried Fries / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 31.05.2011
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Von „Vinyl 2010“ zu „VinylPlus“

Europas PVC-Branche präsentierte im Mai 2011 den Abschlussbericht zu ihrer im Jahr 2000 gestarteten, auf zehn Jahre angelegten Initiative „Vinyl 2010". Im Endbericht werden die in diesem Zeitraum erreichten Fortschritte der Hersteller, Verarbeiter und Recycler in Sachen Abfallmanagement, Recycling-Technologien und Umgang mit Additiven dokumentiert. Demnach wurden sämtliche Ziele, die zu Beginn der Initiative gesetzt wurden, erreicht oder sogar übertroffen. Galten PVC-Abfälle beim Start der Initiative im Jahr 1999 noch in weiten Kreisen als „nicht recyclingfähig", wurden 2010 im Rahmen des von „Vinyl 2010" errichteten, europaweiten PVC-Recycling-Netzwerks 260.842 Tonnen an PVC-Abfällen verarbeitet - deutlich mehr als die 200.000 Tonnen die die Initiative als Verwertungsziel ausgegeben hatte. Initiatoren von „Vinyl 2010" waren das European Council of Vinyl Manufacturers (ECVM), die European Plastics Converters (EuPC), die European Stabiliser Producers Association (ESPA) und das European Council for Plasticisers and Intermediates (ECPI). Die Umsetzung wurde von einem unabhängigen Monitoring Committee überwacht. „VinylPlus", die neue Nachhaltigkeits-Initiative der PVC-Branche, wird im Sommer 2011 offiziell vorgestellt.

 

Veröffentlicht am 31.05.2011
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Automobil-Recycling tritt auf der Stelle

Ernüchterndes Fazit des 11. Internationalen Automobilrecycling Kongresses (IARC), der Ende März 2011 in Budapest stattfand: Das Recycling von Altfahrzeugen bleibt in vielen Industrieländern nach wie vor weit hinter den Möglichkeiten zurück, illegale Verschiebungen von Autowracks sind immer noch die Regel und in der Altfahrzeugverwertung mangelt es in einigen EU-Mitgliedstaaten und den USA auch an verlässlichen Zahlen. Nach Einschätzung der Generaldirektion Umwelt in der EU-Kommission wurde die neue EU-Abfallrahmenrichtlinie erst in vier Ländern in die nationale Gesetzgebung überführt. Und mit rund 700 Millionen Tonnen jährlich würden derzeit nur etwa 40 Prozent des gesamten europäischen Altfahrzeuge-Abfallaufkommens richtlinienkonfom behandelt.

 

Bild:         Karl-Heinz Laube / pixelio.de

 

Veröffentlicht am 31.05.2011
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China setzt auf sauberen Strom

Das Reich der Mitte will bis 2015 Weltmarktführer bei Ökostrom werden. Zudem sieht ein neuer Fünfjahresplan vor, dass in China bis zum Jahr 2020 der Anteil von Ökostrom am Primär-Energieverbrauch von derzeit 8,3 Prozent auf 15 Prozent steigt. Damit will das Land u.a. seine CO2-Bilanz verbessern. Derzeit werden im bevölkerungsreichsten Land der Erde jährlich drei Milliarden Tonnen Kohle verbraucht und 230 Millionen Tonnen Öl importiert. Um den Anteil an „schmutziger Energie" und die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren, will man in den nächsten Jahren vor allem in den Bereichen Wasserkraft und Windenergie kräftig zulegen. Einige neu geplante Riesen-Staudämme sollen die Kapazitäten zur Stromerzeugung durch Wasserkraft bis 2015 um 120 Gigawatt erhöhen. Bei Windenergie ist China laut Windenenergieverband CWEA ohnehin schon Weltmarktführer: Mit 44,7 Gigawatt installierter Windkraftleistung hat das Land 2010 die USA überholt.

 

Veröffentlicht am 26.04.2011
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Weltweit größter Windpark entsteht in den USA

Internet-Riese Google investiert 100 Millionen US-Dollar in einen Mega-Windpark, der 2012 im US-Bundesstaat Oregon ans Netz gehen soll. Das Projekt mit dem Namen „Shepherds Flat“ wird mit einer Leistung von 845 Megawatt der weltweit größte Windpark sein und Strom für mehr als 235.000 Haushalte liefern. Die Gesamtbaukosten betragen zwei Milliarden Dollar. Zu den Investoren zählt auch der US-Energiekonzern General Electric, der die Windräder liefert und sich um die Wartung der Anlage kümmert.

Bild: Maren Beßler / pixelio.de

Veröffentlicht am 26.04.2011
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Greenpeace-Ostereicheck 2011: Fast alles paletti ...

Die ökologische Bilanz des Osterei-Angebots im österreichischen Lebensmittelhandel ist so gut wie noch nie. Zu diesem Ergebnis kommt die Umweltorganisation Greenpeace, die die gefärbten Hühnereier auch heuer wieder unter die Lupe genommen hat. Insgesamt 20 Produkte wurden auf Ökologie (Inhaltsstoffe, Gentechnik, Transport, Verpackung) und auf artgerechte Tierhaltung hin geprüft. Das Ergebnis: Alle Ostereier wurden mit vertretbaren Farbstoffen gefärbt, die Mehrheit der Eier stammt aus Österreich von Hennen aus gentechnikfreier Fütterung, die Verpackung besteht größtenteils aus umweltfreundlichen Karton- oder Recycling-Kunststoffschachteln und die geprüften Farbeier stammen überwiegend von Hennen aus Freilandhaltung, teilweise aus Bodenhaltung und kein einziges aus Käfighaltung. Nur vor einzeln verkauften, unverpackten Farbeiern, wie sie oft in Bäckereien und auf Märkten angeboten werden, warnt Greenpeace.

Bild: Katrin Weyermann Bötschi / pixelio.de

Veröffentlicht am 26.04.2011
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Österreicher bei Elektroaltgeräte-Rückgabe weiter im Spitzenfeld

Die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria GmbH (EAK) hat im April 2011 die ersten Hochrechnungen zur Elektroaltgeräte-Sammelquote 2010 veröffentlicht. Demnach haben die ÖsterreicherInnen wie schon 2009 pro Kopf rund 9 kg Elektroaltgeräte und rund 13 Tonnen Altbatterien bei den Sammelstellen abgegeben. Österreich zählt damit bei der Altgerätesammlung weiter zu den europäischen Spitzenreitern. Die EU-Richtlinie schreibt für die Mitgliedsländer bei Elektroaltgeräten aus privaten Haushalten eine jährliche Sammelquote von vier Kilo pro Einwohner vor. Nur bei Kleingeräten ortet die EAK trotz der vorbildlichen Sammelquote noch einen gewissen Nachholbedarf. Die endgültigen Zahlen zur Altgeräte-Sammlung werden aufgrund der gesetzlichen Meldefristen und der Plausibilitätsprüfungen erst im September vorliegen.

Veröffentlicht am 26.04.2011
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Kein Internet dank Kabelklau

Eine 75-jährige Frau aus Georgien hat Ende März 2011 die Internetverbindung zweier Länder unterbrochen und zigtausend User in Armenien und Georgien vom Internet abgeschnitten. Laut Angaben des georgischen Innenministeriums sei die Pensionistin nördlich der Hauptstadt Tiflis auf der Suche nach Altmetall auf ein Glasfaserkabel gestoßen und habe dieses durchtrennt, um es an einen Metallhändler zu verkaufen. Die Frau wurde auf freiem Fuß angezeigt, ihr drohen bis zu drei Jahre Haft. Wie es der Dame gelungen ist, das Kabel zu finden und zu beschädigen, ist der Betreiberfirma (Georgische Eisenbahn Telekom) ein Rätsel. Ein Einzelfall ist der Vorfall allerdings nicht: Schon 2009 hatte in Georgien ein Altmetallsammler ein Kabel beschädigt und damit die Internetverbindungen in der verarmten Kaukasusrepublik unterbrochen.

Veröffentlicht am 26.04.2011
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Einwegbatterien kann man auch wieder aufladen

Der Hersteller LifeView bietet zum Preis von knapp 40 Euro ein Ladegerät an, mit dem man entladene Einwegbatterien der gängigen Typen AA und AAA wieder aufladen kann. Laut Herstellerangaben kann der Eco Battery Charger – so der Name des Brieftaschen schonenden Gadgets – Nickel-Metallhydrid- oder Nickel-Cadmium-Batterien bis zu 20-mal und Batterien auf Zink-Kohle-Basis bis zu fünfmal „wiederbeleben“. Vier Batterien gleichzeitig finden in dem Gerät Platz. Mikrochips sorgen dafür, dass die Batterien mit konstantem Stromfluss geladen werden, eine Abschalt- und Überhitzungsautomatik zur Verhinderung der Explosionsgefahr ist integriert. Laut LifeView erspart sich der Konsument beim 20-maligen Aufladen von vier Batterien ca. 20 Euro im Vergleich zum Neukauf von 80 Batterien.

Veröffentlicht am 24.03.2011
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Wie ein Sozialmarkt zur CO2-Reduktion beiträgt

Der Sozialsupermarkt des Wiener Hilfswerks (SOMA) bietet für hilfsbedürftige Menschen voll genießbare Lebensmittel an, die sonst von Supermärkten entsorgt werden würden, um in den Regalen Platz für neu gelieferte Waren frei zu machen. Nun hat das Österreichische Ökologie Institut den Sozialmarkt im siebten Wiener Gemeindebezirk erstmals aus dem Blickwinkel der Abfallwirtschaft analysiert. Als Beobachtungszeitraum wurde das Jahr 2009 herangezogen, wobei Vergleichsdaten aus 2010 berücksichtigt wurden. Dabei wurde zum einen errechnet, dass durch den Sozialmarkt im Beobachtungszeitraum 525 Tonnen an sinnlosen Lebensmittelabfällen vermieden wurden. Das Ökologie Institut kam aber auch zu dem Schluss, dass durch den SOMA eine Reduktion der Treibhausgasemissionen von 202 Tonnen CO2eq (Kohlendioxid-Äquivalent, siehe weiter unten) erzielt wurde. Der SOMA in Wien-Neubau wurde übrigens am 16. März 2011 von der Stadt Wien als ÖkoBuisnessPlan-Betrieb ausgezeichnet.

Veröffentlicht am 24.03.2011
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Was bedeutet CO2eq?

Unter CO2eq bzw. CO2-Äquivalent verstehen Abfallwissenschaftler und Klimaforscher das derzeit gebräuchlichste Maß für die Kimawirksamkeit einer Gasmenge. Das Klimapotential wird zumeist mit Hilfe des GWP (engl.: Global Warming Potential; dt.: relatives Treibhauspotential) als CO2-Menge ausgedrückt, um alle Treibhausgase in einer Einheit erfassen zu können. Das Kohlendioxid-Äquivalent gibt demnach an, wie viel eine festgelegte Menge eines Treibhausgases zum Treibhauseffekt beiträgt, wobei als Vergleichswert Kohlendioxid herangezogen wird.

Veröffentlicht am 24.03.2011
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Nespresso im Greenpeace-Visier

Die Umweltorganisation Greenpeace hat die Abfallbilanz der Kaffeekapseln der Schweizer Nestlé-Tochter analysiert und kommt zu dem vernichtenden Ergebnis, dass „Nespresso eine Art des Kaffeekonsums (ist), die besonders viel Verpackungsmüll produziert. Rund ein Gramm des hochwertigen Metalls Aluminium werden pro Kaffeeportion benötigt – wer seinen Espresso in den üblichen vakuumverschweißten 250-Gramm-Packung kauft, verursacht nur rund ein Zehntel der Abfallmenge.“ Auch die Recyclingaktivitäten des Kaffeeanbieters werden in Frage gestellt: „Nur einen Teil der verbrauchten Nespresso-Kapseln ... tragen die Kunden, wie von der Firma erbeten, in die Verkaufsstellen zurück... Nespresso selbst spricht davon, die Quote bis 2013 auf 75 Prozent zu verdreifachen – woraus sich schließen lässt, dass bislang bloße 25 Prozent wiederverwertet werden.“

Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de
 


Veröffentlicht am 24.03.2011
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Wasser und Müll – eine Schreckensbilanz

Den Welttag des Wassers nahm die UNO Mitte März 2011 zum Anlass, um auf die rapide Verknappung von Trinkwasser und andere Probleme rund um das kostbare Gut aufmerksam zu machen. Eine Entwicklung ist besonders bedenklich: 828 Millionen Menschen leben derzeit weltweit in Slums oder „wilden“ Siedlungen im Bereich von Megacities. Diese Zahl wird in den nächsten zwei Jahrzehnten förmlich explodieren, schon jetzt hat jedoch jeder vierte Stadtbewohner keinen Zugang zu Leitungswasser. Ein weiteres Problem: Weltweit landen täglich zwei Millionen Tonnen Müll im Wasserkreislauf, und durch schadhafte Leitungen versickern in manchen Städten bis zu 50 Prozent des Wassers im Boden. Dadurch gehen in den Großstädten schätzungsweise 250 bis 500 Millionen Kubikmeter Trinkwasser verloren, eine Menge, die dem Trinkwasserbedarf von 10 bis 20 Millionen Menschen entspricht.

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de


Veröffentlicht am 24.03.2011
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Müllhotel on tour

Der deutsche Projekt- und Aktionskünstler HA Schult, bekannt für seine „Trash People“ (1000 lebensgroße Figuren aus Müll) tingelt jetzt mit seinem „Strandmüll-Hotel“ durch Europa. Nachdem er „Save the beach“, so der Name des Bauwerks, schon im Vorjahr einige Tage lang vor dem Vatikan aufgebaut hatte, platzierte er das kleine Müllhotel im Januar 2011 mitten in Madrid am Plaza de Callao. Aus der ursprünglichen Drei-Zimmer-Herberge ist inzwischen eine Fünf-Zimmer-Pension geworden. Die Fassaden des Kunstwerks sind komplett mit Abfällen verkleidet. Es besteht aus einigen Tonnen Strandgut, das an Europas Stränden gesammelt wurde. Dosen, Stofffetzen, verbeulte Auspuffrohre, Treibholz, Reifen, löchrige Socken, alte Lampen, angeschimmelte Bojen, Plastikpuppen ohne Augen und sogar ein aufgeschlitzter Ball wurden als Material verwendet. HA Schult will mit dem Bauwerk auf die zunehmende „Vermüllung“ der Ozeane aufmerksam machen: „Ich habe das Strandmüll-Hotel entworfen, weil die Ozeane unseres Planeten die größten Müllplätze sind. Das Hotel soll die Schäden zeigen, die wir dem Meer und den Küsten zufügen.“

Veröffentlicht am 23.02.2011

Bild: Save The Beach - http://www.flickr.com/photos
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Wie kommt das Erdöl ins Essen?

Kartonverpackungen gefährden die Gesundheit. Das ergab ein Test, der Anfang 2011 in der Schweiz im Auftrag der TV-Sendung „Kassensturz“ durchgeführt wurde. Demnach sind viele Lebensmittel mit Erdöl-Rückständen verunreinigt, weil das Altpapier, aus dem die Verpackungen produziert werden, noch Rückstände von Druckerfarben enthalten. Das Kantonale Labor Zürich ermittelte im Auftrag des „Kassensturz“ in 18 von 21 untersuchten Lebensmitteln wie Teigwaren, Gebäck oder Frühstücksflocken zu hohe Werte. Sie lagen höher als 0,6 Milligramm Mineralöle pro Kilogramm, was gerade noch als unbedenklich gilt. Einige Lebensmittel enthielten sogar das bis zu 60-fache des Grenzwertes. Lebensmittelindustrie und Gesundheitsbehörden sind besorgt, Kartonhersteller und Detailhandel suchen bereits nach Lösungen.

Veröffentlicht am 23.02.2011

Bild: Günter Havlena / pixelio.de
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Was passiert eigentlich mit alten Tetrapacks?

Eine wichtige Voraussetzung für die stoffliche Wiederverwertung von Tetrapacks ist die sortenreine Sammlung der Getränkekartons – etwa über das Öko Box System, das in Österreich schon 1993 als Sammel- und Verwertungssystem eingeführt wurde. Tetrapacks, die zusammen mit anderem Müll gesammelt wurden, kann man in Aufbereitungsbetrieben auch durch Trommelsiebe aussortieren. Metalldeckel und Dosen werden dann unter einem Magnetscheider abgesondert, vom restlichen Müll werden die Getränkekartons mittels Fotoverfahren ausgesondert und anschließend gewaschen. Kunststoffe und Aluminium werden vom Papier getrennt und für die Zementindustrie verwendet. Die Papierreste lassen sich entweder wieder aufbereiten oder man stellt daraus Recyclingpapier bzw. Pappe her.

Veröffentlicht am 23.02.2011

Bild: Öko Box
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Gratis-Magazin für grüne Häuslbauer

Die zweite Ausgabe des Magazins "Zukunft bauen" der Forschungsinitiative Zukunft Bau ist kürzlich erschienen. Das Heft wird gratis zum Download angeboten und stellt aktuelle Ergebnisse und Hintergrundinformationen aus der Bauforschung vor. Zentrale Themen sind zum Beispiel Green Buildings, solares Bauen, die Bauschuttbeseitigung, Planungs- und Produktionskonzepte für den urbanen Wohnungsbau und die Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Wertermittlung von Einzelimmobilien.

Die Broschüre kann per E-Mail an ursula.luhmer@bbr.bund.de kostenlos bezogen werden. Stichwort: Broschüre Zukunft bauen und steht auch unter www.forschungsinitiative.de zum Download bereit.

Veröffentlicht am 23.02.2011
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Strom vom Christbaum

Auch zu Jahresbeginn 2011 wurden in Wien an den 482 Christbaumsammelstellen und 19 Mistplätzen der MA 48 wieder rund 200.000 „ausgediente" Christbäume eingesammelt. Aus den Bäumen wird im größten Wald-Biomassekraftwerk Europas in Simmering Strom und Wärme erzeugt. 200.000 Christbäume bedeuten ca. 670 Tonnen Holz und decken in Energie umgewandelt den monatlichen Strombedarf von mehr als 3.300 Wiener Haushalten ab.

Foto: Wien Energie


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Praktischer Recyclingautomat

Wer hingegen alten Christbaumschmuck, ungeliebte Geschenke oder anderen Weihnachtsmüll loswerden will, hat es heuer in Mailand besonders leicht - und kann im Tausch gegen Müll sogar neue Utensilien für das Weihnachtsfest 2011 besorgen. Die Kreativagentur DDB hat für VW in der norditalienischen Metropole mit dem „Instant Christmas Recycler" eine interessante Werbeidee umgesetzt: Der Recyclingautomat tauscht zum Beispiel leere Flaschen, Verpackungsmüll und alte Zeitungen gegen neuen Weihnachtsschmuck und andere kleine Präsente ein.

Foto: YouTube Video Volkswagen Italia


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Handy-Kreislauf – Traum und Wirklichkeit

Der Mobiltelefonhersteller Nokia hat errechnet, dass 240.000 Tonnen an Rohstoffen eingespart werden könnten, wenn jeder der weltweit drei Milliarden Handy-Besitzer sein nicht mehr genutztes Telefon zurückgeben würde. Und würde diese Rückgabe hundertprozentig funktionieren - also das Altgerät ohne Rohstoffverlust recycelt werden - , hätte das zusätzlich einen starken Rückgang bei den Treibhausgasen zur Folge. Drei Milliarden zurückgegebene Handys hätten denselben Effekt, als würden weltweit vier Millionen Autos aus dem Verkehr verschwinden. Die Realität sieht aber anders aus: Laut Nokia geben weltweit nur drei Prozent der Kunden ihr altes Handy zum Recycling. 49 Prozent verschenken oder verkaufen es privat; 44 Prozent bewahren es irgendwo auf und vier Prozent werfen es einfach in den Müll. Experten schätzen, dass allein in Österreich bis zu zehn Millionen alte Handys gehortet werden ...

Grafik und weitere Informationen



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Überflüssige Prints als Klimakiller

Auch ein allzu sorgloser Umgang mit der Print-Taste am PC belastet die Umwelt. Die Statistikbehörde Eurostat hat errechnet, dass in Europa jährlich 655.000 Tonnen CO2-Emissionen allein durch überflüssige Computerausdrucke verursacht werden. Untersuchungen belegen weiters, dass in Europa jeder Büromitarbeiter pro Tag durchschnittlich 31 Seiten PC-Dokumente ausdruckt. Und von diesen 31 Seiten landen sieben schon kurz danach im Papierkorb...
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Die Angst isst mit

Die im Herbst veröffentlichte Studie „Eurobarometer 2010“ kommt zu dem Ergebnis, dass europäische Konsumenten trotz aller Qualitätssiegel, Reinheitsgarantien und Nährwert-Angaben immer noch davon ausgehen, dass ihr Essen einige Risiken in sich birgt. Knapp 27.000 Personen in 27 Ländern wurden befragt – ihre Angaben lassen Rückschlüsse auf die Sichtweise von 500 Millionen europäischen Konsumenten zu. Jeder dritte Europäer ist demnach „sehr beunruhigt“ über Pestizide in Obst und Gemüse, Rückstände von Tierarzneien wie Antibiotika im Fleisch oder Schadstoffe wie Quecksilber in Fischprodukten.
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Newsweek adelt Dell als grünste US-Marke

Wie schon im Vorjahr hat das US-Nachrichtenmagazin Newsweek auch heuer zum Jahresabschluss sein „Green Ranking“ der 500 größten US-amerikanischen Unternehmen veröffentlicht. Die Firmen und ihre Produkte werden für diese Reihung auf ihre Umweltfreundlichkeit untersucht, wobei in erster Linie Aspekte wie die Höhe von CO2-Emissionen, die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte, die Umweltstrategie und die Reputation der Unternehmen unter Umweltexperten bewertet werden. In diesem Jahr konnte sich der PC-Hersteller Dell, im Vorjahr noch an zweiter Stelle, auf Position 1 verbessern. Ebenfalls im Vorderfeld landeten Vorjahressieger HP (Platz 2), IBM, Intel, Adobe und Microsoft. Weniger gut schnitten hingegen Unternehmen wie NetApp, Western Digital, VMware, Juniper und Ingram Micro ab.
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Wird die „pflanzliche“ Batterie bald Realität?

Vor zwei Jahren wurde im CNRS (Centre National de la recherche Scientifique = Französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung) in Amiens die Idee einer Batterie auf pflanzlicher Basis geboren. Die Verwendung von organischen, aus der Landwirtschaft zurückgewonnenen Rohstoffen in Lithium-Batterien sollte das Recycling bzw. die Beseitigung der Batterie vereinfachen und damit deren Umweltbilanz verbessern. Nicht nachwachsende Rohstoffe werden durch organische ersetzt und zugleich die Gesamtleistung des Systems und dessen Umweltbilanz von der Herstellung bis zum Recycling verbessert. Am Ende ihres Lebenszyklus gibt die „pflanzliche“ Batterie das eingespeiste Kohlendioxid als Wärme ab, und das enthaltene Lithium wird vollständig wiederverwertet. Zwei Forscherteams des CNRS arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Entwicklung eines organischen Lithium-Akkus, mit der Marktreife ist jedoch erst in einigen Jahren zu rechnen.
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LED auf der Überholspur

Trägt die Lampe der Zukunft das Kürzel LED? Angesichts der immer ausgereifteren LED-Technik rechnen viele Experten bis 2015 mit einem weltweiten LED-Anteil bei Beleuchtungskörpern zwischen 25 und 50 Prozent. Hohe Energieeffizienz, lange Leuchtdauer, weniger CO2-Ausstoß und weniger Müll bei der Entsorgung von Altgeräten sind die wichtigsten Argumente für die moderne Lampentechnologie, in die heute viele Unternehmen verstärkt investieren. So ist beispielsweise 2009 in Deutschland der Markt der LED-Leuchten um 24 Prozent gewachsen. Ein weiteres Indiz für den kommenden LED-Boom: Mc Kinsey, Statista und die Wirtschaftwoche prognostizieren für Europa eine Umsatzsteigerung bei LED-Lampen von 300 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 1,9 Mrd. Euro im Jahr 2015.

Bild: Jörg Siebauer / pixelio.de
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Die wunderbare Welt der Müllpresse

Müllpressen sind Maschinen, die Müll platzsparend zusammenpressen bzw. verdichten. Dass die Müllabfuhr so etwas verwendet, weiß jedes Kind. Müllpressen gibt es aber auch für Firmen und private Haushalte - und zwar als Hausmüllverdichter, Papierpressen, Restmüllverdichter, Dosenpressen und in vielen anderen Ausführungen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ist das Abfallvolumen geringer, sinken zumeist auch die Entsorgungskosten. Und ist die Entsorgung gratis, muss man wenigstens nicht so oft zum Container pilgern. Müllpressen sind in den verschiedensten Unternehmen und Organisationen im Einsatz, von Schrottplätzen, Fabriken, Supermärkten und Werkstätten über Hotels und Restaurants bis hin zu Krankenhäusern und Arztpraxen. Für den Haushalt gibt es auch Mini-Müllpressen und Modelle mit herausnehmbarem Mülleimer.

Ein Anbieter von Müllpressen verschiedenster Art ist zum Beispiel der deutsche Hersteller Papenbrock

 

Papenbrock-Homepage:

www.bio-boy.de



Bild: Papenbrock
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Der Müllberg als Ausflugsziel und Energiewunder

Was einst die größte Sondermülldeponie Europas war, wird jetzt zum Ausflugsziel und Vorzeigeprojekt für erneuerbare Energien. Auf der zum Bezirk Hamburg-Mitte gehörigen Elbinsel Wilhelmsburg soll die Deponie Georgswerder bis 2013 in ein 42 Hektar großes Freizeitareal samt Rundwanderweg und Blick auf Hamburg und den Hafen umgestaltet werden. Die Wilhelmsburger nannten den Deponiehügel früher "Monte mortale" - Todesberg. Künftig soll er per Windkraft und Sonnenenergie fast 3000 Haushalte der Elbinsel mit Strom versorgen. Ein Gebäude am Fuße des Müllbergs soll schon ab Sommer 2011 allen Interessenten als Informationsstelle für erneuerbare Energien und die Geschichte der Deponie zur Verfügung stehen.

Bild: Ich-und-Du / pixelio.de


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Die Müll-Börse bringt’s

Auch in Zentralamerika boomen neuerdings die Geschäfte rund um Entsorgung und Recycling. Seit August 2009 koordiniert hier eine Börse für Industrieabfälle die Vermarktung von Abfällen, die über ein elektronisches Verteilungssystem Recycling-Prozessen zugeführt werden. Die Abfallbörse „Borsicca" ist auch für die Karibik zuständig - Mitgliedsstaaten sind Belize, Costa Rica, die Dominikanische Republik, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama. Zu den Förderern der Initiative gehört die Zentralamerikanische Kommission für Umwelt und Entwicklung (Ccad). In den ersten zehn Monaten seit der Gründung hat Borsicca rund 8,2 Millionen Tonnen Müll (v.a. Papier, Pappe und Plastik) vermarktet.

 

Borsicca-Website

http://borsicca.org/


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Geht Neapels Müll auf Reisen?

Verkehrte Müllwelt: Während sich Norditalien dagegen wehrt, in den regionalen Deponien und Müllverbrennungsanlagen Abfall aus der „Müllproblemstadt" Neapel zu entsorgen, ist der Müll in der norwegischen Hauptstadt Oslo höchst willkommen. Die Vertreter der Städte arbeiten bereits an einem Abkommen, das eine Entsorgung des Unrats in Skandinavien ermöglichen soll. Rund 200.000 Tonnen Müll sollen jährlich aus Süditalien per Schiff nach Skandinavien verfrachtet werden. Oslo ist offenbar sogar gewillt für den neapolitanischen Müllberg 90 Euro pro Tonne zu bezahlen, denn die Norweger brauchen den Müll, um daraus Energie zu gewinnen. Das Land selbst produziert nicht genug Abfall, um die eigenen Müllverbrennungsanlagen in Betrieb zu halten.

 

Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de


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Europäisches Netzwerkprojekt für Öko-Energie

Coaches gibt es nicht nur im Sport oder für den Mentalbereich, sondern auch im Bereich Öko-Energie. In diesem Fall handelt es sich allerdings um ein Verbundprojekt des Fraunhofer-Zentrums für Mittel- und Osteuropa (MOEZ). „COACH Bio Energy" nennt sich das vom MOEZ koordinierte Netzwerkprojekt, das den hohen Informationsbedarf der Partnerländer aus Mittel- und Osteuropa an neuesten Forschungsergebnissen zu ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten von Biomassenutzung decken soll. „Coach Bio Energy" wird durch das Central Europe Programm der Europäischen Union gefördert und vereint bislang sechzehn Partner-Organisationen aus der Tschechischen Republik, der Ukraine, Polen, Ungarn, Deutschland und Österreich.

 

Homepage von Fraunhofer MOEZ

www.moez.fraunhofer.de


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Neue Normen für Befestigungen am Baum

Neue Normen für Befestigungen am Baum Was immer man an Bäumen befestigt, kann die natürliche Entwicklung und damit die Lebensdauer von Bäumen beeinträchtigen. Worauf man achten sollte, wenn man Gegenstände oder Einrichtungen an Bäumen befestigt, steht in der ÖNORM L 1127. Ob Baumhaus oder Schaukel, die neue Norm hilft bei der Findung richtiger Befestigungsarten und erläutert ausführlich die notwendigen Wartungs- und Inspektionsarbeiten.

Austrian Standards Institute:

Bild: Austrian Standards Institute
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Land der Berge, Land der Plastiksackerl

Im Gegensatz zu Ländern mit gesetzlichen Plastiksackerl-Verboten oder Einschränkungen werden in Österreich vorerst noch keine Restriktionen eingeführt (Stand: November 2010). 7.000 Tonnen Plastiksackerl werden hierzulande pro Jahr in Umlauf gebracht, ca. 350 Millionen Sackerln landen im Müll. Davon findet nur ein Teil den Weg in die Verbrennungsanlagen, der Großteil der Kunststofftaschen wird auf Deponien entsorgt.

Bild: CFalk / pixelio.de
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Mahnmal gegen Energieverschwendung in Hamburg

Mit einem meterhohen, begehbaren Iglu, das aus 322 Kühlschränken errichtet wurde, rief der Berliner Künstler Ralf Schmerberg Anfang November 2010 auf dem Hamburger Gänsemarkt zum besonnenen Umgang mit Energie auf. Die Installation mit dem Namen „Stromfresser“ ist Teil der Ausstellungsreihe „denkanstöße“, die durch den Energieversorger ENTEGA unterstützt wird. Im Inneren konnten die Besucher neben den Rückseiten der verbauten Kühlschränke auch ein kunterbuntes, elektrisches Mobile bewundern.

Bild: Ulli Pollex
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Müll-Marathon

Bei großen Laufveranstaltungen wird sehr viel Müll produziert. Die Wiener Müllabfuhr muss zum Beispiel nach jedem Vienna City Marathon rund 400 Kubikmeter Mist einsammeln. Dafür verantwortlich ist vor allem die Verpflegung, die an die Läufer ausgegeben wird. So wurden etwa beim New York Marathon 2010, bei dem 43.000 Teilnehmer starteten, 2,3 Millionen (recyclingfähige) Pappbecher und 42.000 Energieriegel bereitgestellt. Aber auch die neuen Wegwerf-Chips für die Zeitnahme treiben die Müllquote in die Höhe. Die Metallelemente der hypermodernen Zeitmesser sind so fest mit dem flexiblen Plastikstreifen verbunden, dass eine wirtschaftliche Verwertung der Stoffe derzeit nicht möglich ist. Die Chips gehören in den Restmüll, manche Anbieter stellen nach dem Ziel dafür eigene Sammelbehälter auf. An wirtschaftlich sinnvollen Recyclingmethoden wird gearbeitet.

Bild: Terramara / pixelio.de
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Die Sache mit dem Neodym

Seltene Metalle für die Herstellung von Hightech-Produkten wie PCs, Handys, Elektroautos oder Solarzellen werden heute immer begehrter. Deshalb rücken zunehmend alte PCs und Handys in den Fokus, aus denen die gefragten Metalle per Recycling gewonnen werden können. Eine besonders begehrte Gruppe sind die Seltenen Erden. Dazu gehört auch Neodym, ein ausgesprochen seltenes Metall. Neodym kann man aus Altgeräten gewinnen, doch der Prozess ist aufwändig und teuer. Ein Rechenbeispiel: 20.000 PCs enthalten ungefähr 40 kg Neodym. Bei einem PC, der fünf Kilo wiegt, liegt der Neodym-Gewichtsanteil bei nur 0,04 Prozent.

Bild und weitere Informationen
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Steckdose mit Stromverbrauchsanzeige


Wieviel Strom in einem Haushalt verbraucht wird, merkt man meist erst beim Blick auf die Stromrechnung. Für die schnelle Information, wo die größten Stromfresser in der Wohnung lauern, wurde an der Sejong Universität in Seoul, Südkorea, eine Steckdose entwickelt, die den Stromverbrauch direkt anzeigt. Die “Insic Wall Socket“, kürzlich bereits mit einem US-Designpreis ausgezeichnet, ist nicht nur mit einer genauen Watt-Anzeige, sondern auch mit einem speziellen Ring ausgestattet, der in Rot leuchtet, wenn man Strom verbraucht. Befindet sich ein Gerät im Standby-Modus, leuchtet die Steckdose in Blau. Nur wenn wirklich kein Strom verbraucht wird, bleibt der Ring dunkel.

Insic Wall Socket auf www.fastcodesign.com

Bild: Muhyeon Jake Kim of Sejong University (South Korea)
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Unkontrollierte Müllentsorgung in Österreich – Stand 2010

Das von der EU geförderte Projekt “TransWaste“ hat Anfang September 2010 erste Daten über die informelle Abfallsammlung in den EU-Ländern vorgestellt. Demnach werden in Österreich derzeit jährlich 80.000 Tonnen Müll unkontrolliert entsorgt. Laut Projektleitung – das Institut für Abfallwirtschaft der Universität für Bodenkultur in Wien ist hier führend beteiligt – schaffen zumeist nicht autorisierte Sammler den Müll in östliche Staaten.

Detailinformationen zum Projekt “TransWaste“
http://www.transwaste.eu/
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Neue Brennstoffzelle liefert Energie ohne Abfall


Forscher der ETH Zürich und des Consiglio Nazionale delle Ricerche in Sesto Fiorentino (Italien) haben eine neue metallorganische Brennstoffzelle entwickelt, die aus erneuerbaren Rohstoffen ohne Abfallprodukte Energie und wertvolle Feinchemikalien liefert. Die Brennstoffzelle wandelt Alkohole und Zucker effizient in Carbonsäuren um, als Rohstoff kann z. B. Zuckerrohr dienen. Die neue Technologie arbeitet nach einem völlig anderen Prinzip anders als bisherige Alkohol-Brennstoffzellen und erreicht auch eine erstaunlich hohe Leistungsdichte. Die Forscher hoffen damit auf eine weitere Miniaturisierung der Brennstoffzellentechnik, um sie beispielsweise als Stromquelle für biologische Anwendungen wie Herzschrittmacher und Biosensoren, etwa zur in-vivo Verfolgung von Stoffwechselvorgängen, zugänglich zu machen.
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Recyclingobjekt der Begierde: E-Car-Batterien


Die Automobilkonzerne Nissan und GM planen neue Recyclingprojekte für Energiespeicher in Elektroautos und Hybridfahrzeugen. Für gebrauchte Akkus, die beim Austausch zumeist noch 50 bis 80 Prozent ihrer Anfangskapazität aufweisen, jedoch die Reichweite des Elektroautos zu stark reduzieren würden, gibt es nämlich interessante Zweitverwendungsmöglichkeiten. Man kann sie z.B. als Notstromaggregate in Rechenzentren implementieren oder direkt im Stromnetz einsetzen, um Versorgungsschwankungen auszugleichen. Die Lebensdauer einer Lithium-Ionen-Batterie für Elektrofahrzeuge beträgt bei 3000 bis 5000 Ladezyklen rund 5 bis 15 Jahre. Und die Batterie für E-Vehicles oder Plug-in-Hybriden sind nach wie vor sehr teuer. Die Stromspeicher kosten zwischen 8.000 und 11.000 Euro. Oder anders ausgedrückt: Ca. 600 Euro pro kWh. Experten rechnen damit, dass sich die Kosten bis 2015 bzw. 2020 auf 300 Euro bzw. 150 Euro pro kWh reduzieren lassen.

Bild: Nissan
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Mit Schallwellen Handys aufladen


Dass man elektrische Signale – über Lautsprecher – in Töne umwandeln kann, ist bekannt. Dass aber Töne auch zur Stromerzeugung genutzt werden können, verblüfft doch einigermaßen. Koreanische Wissenschaftler forschen jedenfalls an einer Technologie, um Schallwellen, die während eines Telefonats beim Sprechen entstehen, für die Stromerzeugung zu nutzen, womit man Mobiltelefone in Zukunft praktisch durch Sprechen wieder aufladen könnte. Aus den Grundstoffen einer Calamine-Lotion – eine Mixtur aus Zinkoxyd (ZnO) mit ca. 0.5 Prozent Eisen(III)Oxyd (Fe2O3) – wurde ein Material gewonnen, das Schallwellen in Elektrizität transformieren kann. Mit dieser Methode könnte man auch Straßenlärm in elektrische Energie umwandeln. Die Forschung steht allerdings noch am Anfang, denn die Forscher konnten bisher mit einer Beschallung von 100 Dezibel lediglich eine Spannung von 50 Millivolt erzeugen. Aber immerhin: Auch Wissenschaftler an der US-Universität Princeton sind auf diese Methode der Energiegewinnung aufmerksam geworden und möchten die Forschung in den nächsten Jahren vorantreiben.

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Wieviele Gefährlichkeitskriterien gibt es für Sonderabfälle?


Das EU-Recht hat für die Mitgliedsländer einheitliche Richtlinien für “gefährliche Abfälle“ aufgestellt. 405 von 839 Abfallarten werden heute im Europäischen Abfallverzeichnis als gefährlich eingestuft. Für die Einstufung als Sonderabfall gibt es inzwischen 14 Gefährlichkeitskriterien, u.a. die Merkmale „reizend“, „ätzend“, „extrem giftig“ und „fortpflanzungsgefährdend“.
Bild: Rolf van Melis / pixelio.de
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Ausgebrannt


Nach dem Verbot für Mattglas-Glühbirnen und Glühbirnen mit einer Leistung von 100 Watt im Jahr 2009 dürfen in Österreich nun auch keine Glühbirnen mit 75 Watt Leistung in den Handel gebracht werden. Diese zweite Stufe des Umstiegs von der herkömmlichen Glühbirne auf Energiesparlampen trat in Österreich und den anderen EU-Staaten am 1. September 2010 in Kraft, Restbestände können aber noch verkauft werden. 2011 werden auch Standard-Glühbirnen mit mehr als 40 Watt verboten, und ab September 2012 werden auch Glühbirnen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt aus dem Verkehr gezogen. Ab 2016 wird das Verbot auf einen Großteil jener Halogenlampen erweitert, die nicht so sparsam wie Leuchtstofflampen sind. Ziel der Vorschrift, die in der Öko-Design-Richtlinie der EU steht, ist ein geringerer Stromverbrauch und damit weniger Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in die Umwelt.
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Wo entsteht der größte Windpark der Welt?


An der Küste Englands errichtet der deutsche Energieversorger E.ON derzeit zusammen mit Partnerunternehmen den größten Windpark der Welt. Der “London Array“ getaufte Windpark entsteht an der Themsemündung und soll nach der Fertigstellung 750.000 Haushalte in London mit Strom versorgen. Das Projekt ist seit 2001 geplant und wurde im November 2007 genehmigt. E.ON hat im letzten Jahrzehnt mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau der Offshore-Windkraft investiert und betreibt bereits sechs Windparks in der Nord- und Ostsee. Nach einer jetzt veröffentlichten Statistik der Europäischen Windenergievereinigung wurden allein im ersten Halbjahr 2010 in Nord- und Ostsee 118 Windturbinen mit einer Leistung von 333 Megawatt angeschlossen.
Bild: Maren Beßler / pixelio.de
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Neuer Award für ReUse-Design


Im Gegensatz zu Recycling-Design verzichtet ReUse-Design auf die Rückverwandlung der Abfallstoffe in die Ursprungsstoffe, sondern adaptiert das Abfallprodukt direkt für einen neuen Verwendungszweck.
Das EU-Projekt RE:DESIGN[net]Work, das auch von designaustria unterstützt wird,untersucht die Möglichkeiten und Grenzen von ReUse. Erklärtes Ziel: Die Entwicklung und Implementierung von ReUse-Design-Produkten durch Beschäftigungsbereiche für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen. Im September 2010 wird in Wien erstmals der RE:DESIGN[net]WORK Award für einen bisher unverwirklichten Entwurf unter Verwendung von Abfallmaterialien vergeben. Der offene Ideenwettbewerb wurde im Rahmen des Programms zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Slowakei - Österreich 2007-2013 ausgeschrieben. Die Preisverleihung findet am 16. September statt, von 17. bis 19. September (11 bis 18 Uhr) ist eine Präsentation der ausgezeichneten Einreichungen zu sehen.
Ort: designforum Wien, quartier21/MQ, Museumsplatz 1, A-1070 Wien
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Wichtige Mineralien werden knapp


Laut einer im Juni 2010 veröffentlichten Studie der Europäischen Kommission besteht derzeit bei 14 Mineralien die Gefahr, dass diese Rohstoffe knapp werden. Es handelt sich dabei um Rohstoffe, die vor allem für die Herstellung von Produkten für die Elektronik- und Automobilindustrie benötigt werden, also wesentliche Bestandteile von Hightech-Produkten wie Mobiltelefonen, Dünnschichtfotovoltaikmodulen, Lithium-Ionen-Batterien, Glasfaserkabeln und synthetischen Treibstoffen. Insgesamt analysiert die Studie 41 Mineralien und deren Versorgungskapazitäten. Fazit der EU-Analysten: Die Engpässe haben das Potenzial, technologischen Fortschritt und damit künftiges Wirtschaftswachstum in der EU zu hemmen ...
Bild: Joujou / pixelio.de
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Wann wird Altpapier zu alt?


Der Begriff Recyclingpapier bezeichnet heute alle Papiere, deren Faseranteil vollständig aus Altpapier stammt. Bis zu sechsmal lässt sich Altpapier recyceln. Erst dann sind die Zellstofffasern zu kurz, um daraus Papierprodukte wie Klopapier, Druckerpapier oder Zeitungen herzustellen. Die Verwertung von Altpapier ist vor allem deshalb umweltverträglicher als die Produktion neuen Papiers, weil für die Herstellung von Recyclingpapier bzw. Kartonagen rund zwei Drittel weniger Wasser und Energie verbraucht werden. Kunststoffbeschichtete, gewachste, geölte oder verschmutzte Altpapiere (z. B. Butterbrotpapier, Getränkeverpackungen, Blaupapier, Fotos, Kaffeetüten) gehören allerdings nicht in den Altpapiercontainer.
Bild: C. Nöhren / pixelio.de
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China Rohstoffhunger


Bleiben Wachstum und Rohstoffverbrauch im Reich der Mitte unverändert, werden im Jahr 2030 neunzig Prozent aller gängigen weltweiten Rohstoffe von China benötigt. Beim Öl wären es rein rechnerisch sogar 110 Prozent. Auch die weltweiten Bleiressourcen würden bei einem unveränderten Wirtschaftswachstum in China nur noch für 20 Jahre reichen, bei Kupfer und Cadmium wären 31 bzw. 34 Jahre.
Bild: Kurt Michel / pixelio.de
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Neue Herausforderung: Kaffeekapsel-Recycling


Kaffeekapsel-Hersteller Nespresso, weltweiter Marktführer für portionierten Premium-Kaffee, will grüner werden. Allein im Jahr 2009 hat das 1986 gegründete Unternehmen weltweit knapp sieben Milliarden Espresso-Kapseln verkauft – entsprechend rapide wächst auch der Abfallberg an gebrauchten Kapseln. Das zum Nestlé-Konzern gehörende Schweizer Unternehmen will nun die Verwertung der in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlichen Kaffeekapseln forcieren. Bis 2013 sollen 75 Prozent der Kapseln recycelt werden. Bei einem jährlichen Wachstum von 30 Prozent ist dieser Schritt wohl auch unvermeidlich...
Bild: Henry Klingberg / pixelio.de
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Genügend Stromspeicher für Ausbau der Elektromobilität


Wenn Elektroautos auf lange Sicht diesel- und benzinbetriebene Fahrzeuge ersetzen sollen, müssen auch genügend Ressourcen für die Batterien der E-Vehicles vorhanden sein. Eine aktuelle Metastudie des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) hat jetzt die Verfügbarkeit des Leichtmetalls Lithium für Lithium-Batterien untersucht. Dabei kam heraus, dass genug Lithium-Quellen für Milliarden Elektroautos und andere Anwendungen vorhanden sind. Eine weltweite jährliche Produktion von 50 Millionen Fahrzeugen könnte 200 Jahre lang mit Lithium-Batterien ausgestattet werden.
Bild: Hartmut910 / pixelio.de
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Vermüllter Staudamm


Nach dem Kampf gegen den Müll im pazifischen Ozean besteht nun auch für einen Staudamm akute “Müll-Gefahr“. Nachdem das größte Wasserkraftwerk der Welt, Chinas Drei-Schluchten-Staudamm, im Sommer 2010 wochenlang von gigantische Wassermassen bedroht wurde, treiben jetzt aus dem Jangtse gewaltige Müllmassen auf den Staudamm zu. Vor dem Kraftwerk hat sich inzwischen ein 60 Zentimeter dicker Müllteppich angesammelt, die Menschen können zum Teil schon auf dem Abfall über das Wasser laufen. Die Gesamtfläche des treibenden Müllteppichs beträgt mehr als 50.000 Quadratmeter und die Sicherheit des Staudamms sei stark gefährdet, berichtet die Zeitung "Hubei Daily"
Bild: Roland Bloi / pixelio.de
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Alte Bildschirme schützen vor Röntgenstrahlen


Ausgediente Bildschirme aus der Elektroschrottsammlung kann man als Schutz vor Röntgenstrahlen wiederverwenden. Mit Glasbildröhren ausgestattete Computer- und Fernsehbildschirme der alten Generation werden zu diesem Zweck veredelt und als Röntgenglas zur Abschirmung von Radioaktivität und Röntgenstrahlung in Krankenhäusern und Arztpraxen genutzt. Das Altglas muss dafür nur grobkörnig zerkleinert werden und kann anschließend sofort dem Glasherstellungsprozess zugeführt werden. Displays von Laptops, Plasma-Fernsehgeräte, LCD-Flachbildschirme und Flachbildmonitore kommen für dieses Recycling-Verfahren leider nicht in Frage, da sie über keine Bildröhre verfügen. Entwickelt und zum Patent angemeldet wurde das Verfahren von der deutschen GRIAG Glasrecycling, die zum Stena Metallkonzern gehört. Bisher wurde das Glas der Bildröhren von über zehn Millionen Fernsehgeräten und Bildschirmen recycelt.
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Müllalarm in St. Gallen


Mit Bürgerwehr-Methoden geht eine Frau in St. Gallen gegen das unkontrollierte Entsorgen von Flaschen, Dosen und ähnlichem Müll vor. Die beschäftigungslose Verena Keller, die ganz in der Nähe der Sammelstelle Ahorn in St. Gallen wohnt, wacht streng darüber, dass Müll nicht außerhalb der Öffnungszeiten vor der Recycling-Anlage abgestellt wird. Mit Megafon und Sirene macht sie Guerilla-Entsorger darauf aufmerksam, dass die Sammelstelle von 12 Uhr bis 13.30 Uhr geschlossen ist und die Öffnungszeiten zu beachten sind. Die Begründung für den lautstarken Protest mutet etwas seltsam an: “Ich mache das aus Selbstverteidigung, weil ich den Lärm nicht mehr ertrage, der hier rundherum abgeht“, sagt Keller – und sorgt ihrerseits für einen Geräuschpegel, der ihr bald eine Anzeige wegen Lärmbelästigung einbringen könnte.
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„Nachhaltigkeitswerkstatt“ für Quartier Europacity in Berlin

In Berlin soll im Bereich nördlich des Hauptbahnhofes ein zukunftsweisendes Stadtprojekt verwirklicht werden. Das Quartier Europacity, welches hier auf einer Fläche von 40 Hektar geplant ist, soll vor allem punkto Nachhaltigkeit und Umweltschutz völlig neue Maßstäbe setzen. Eine eigens eingesetzte Nachhaltigkeitswerkstatt hat jetzt Vorschläge für ein detailliertes Nachhaltigkeitskonzept ausgearbeitet. Der Katalog mit Vorschlägen zu den Themen Abfall, Baustoffe, Energie, Freiraum, Soziales, Verkehr und Wasser wurde von 25 Experten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Forschung entwickelt.

Bild: Vivico Real Estate


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Ozeanriesen als Lärmopfer

Gegen übermäßigen, von Menschen verursachten Lärm kämpfen auch die Bewohner der Weltmeere an. Neue Messungen haben jetzt gezeigt, dass Glattwale auf die Lärmbelastung durch Sonare, Schiffsmotoren, Ölförderungsanlagen und dergleichen mehr ähnlich reagieren wie Vögel in Städten: Sie schreien sozusagen gegen den Geräuschpegel an. So wie das Vogelgezwitscher in den Städten in den letzten Jahren immer lauter wurde, weil sich die Tiere im Straßenlärm verständlich machen müssen, werden auch die Meeressäuger zu immer lauterer Kommunikation gezwungen, haben Wissenschaftler von der Pennsylvania State University herausgefunden.
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Das Geburtsjahr der Biotonne


Biologisch abbaubare Abfälle werden heute in Österreich und Deutschland in der Regel über die Biotonne entsorgt. Die Idee zu dieser Abfallbeseitigung, die eine erweiterte Form der Mülltrennung darstellt, gibt es seit 1983. Damals wurde die Biotonne im nordhessischen Witzenhausen sozusagen erfunden. Maßgeblich beteiligt war daran das Fachgebiet Landschaftsökologie und Naturschutz der Universität Kassel. Anfang bis Mitte der 1990er Jahre wurde die Biotonne dann als allgemeine Entsorgungsmöglichkeit für Bioabfall eingeführt. Der Müll aus der Biotonne wird heute in speziellen Verwertungsanlagen kompostiert. Man verspricht sich von diesem System eine größere Ausbeute an verwertbarem Müll, der auch die Umwelt entlasten soll.
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Die Geheimnisse der Obstkerne


Eine halbe Million Tonnen Obstkerne fällt jedes Jahr in Europa an. Am Institut alchemia-nova in Wien, einer kleinen Forschungseinrichtung für innovative Phytochemie, hat man in siebenjähriger Forschungsarbeit herausgefunden, dass man mit die Kerne für erstaunliche Dinge verwenden kann. Etwa für effiziente Abrasiva, also Strahlmittel, mit denen man Flugzeuge sauber machen oder Graffiti abradieren kann. Auch Zahnkaries lässt sich mit kerniger Hilfe gut entfernen. Und man kann die Kerne stofflich nutzen, indem man aus ihnen unter Zuhilfenahme von Naturharzen Fußbodenfließen herstellt.
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Papiersackerl-Kult


Plastiksackerl verursachen Plastikmüll, das weiß jedes Kind. Wer seine Einkäufe hingegen in der Papiertasche verstaut und diese später als Altpapier entsorgt, handelt umweltbewusst, doch besonders schön sind diese Taschen meist nicht. Es gibt aber Unternehmen, die darauf spezialisiert sind, Papiertaschen sehr individuell zu bedrucken. Und zum Glück gibt es in der Modeszene die DiY-Welle (DiY: Do it Yourself). Eines der Kultobjekte dieses Trends ist die Pappversion der legendären, gesteppten Chanel-Tasche. Das Objekt der Begierde wird spottbillig aus einer Packpapiertüte gefertigt. Stepp-Design und Chanel-Logo werden von Hand mit schwarzem Filzstift hingezeichnet, und zuletzt wird die Tasche mit einem Kettchen, das man in jedem Haushaltwarengeschäft findet, über die Schulter gehängt. Und voila, fertig ist das schmucke Papier-Accessoire!
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Österreich gewinnt die EM im Mülltrennen


Laut einer im April 2010 veröffentlichten Umfrage des Magazins “Reader's Digest“ sind die Österreicher Europameister im Mülltrennen. Von 32.000 befragten Europäern trennen im Schnitt rund 82 Prozent bewusst Müll. Von den befragten Österreichern gaben stolze 96 Prozent an, aktiv Müll zu trennen, was zugleich den höchsten Länderwert der Umfrage bedeutet.
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Das Problem mit dem Biokerosin


Biodiesel ist als Treibstoff schon relativ stark verbreitet. Auf Pflanzenbasis kann man aber auch Kerosin für Flugzeuge herstellen. Auf lange Sicht könnte Biokerosin den Kohlendioxidausstoß im Flugverkehr verringern und eine Alternative zum Erdöl darstellen. Im Jahr 2008 hob erstmals eine Boeing 747 mit Biokerosin im Tank zu einem Testflug ab. Für die fünf Prozent Bioanteil am Treibstoff war allerdings das Öl aus 150.000 Kokosnüssen und zudem ein Zusatz aus brasilianischen Babassu-Nüssen zu Biotreibstoff nötig. Nach weiteren Testflügen wurde der Bioanteil im Kraftstoffgemisch auf 50 Prozent erhöht. Das Öko-Kerosin verhält sich auf zehn Kilometer Höhe, bei minus 50 Grad Celsius und bei plus 70 Grad in der Sahara genauso wie der Treibstoff auf Erdölbasis. Doch für Biokerosin braucht man Unmengen von Pflanzen mit sehr hoher Energiedichte – und diese Art der Rohstoffgewinnung konkurriert zwangsläufig mit der Lebensmittelproduktion.
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Wo sind die Spatzen?


Bei der diesjährigen “Stunde der Gartenvögel“, einer Mitmachaktion des deutschen Naturschutzbundes (NABU) und des bayerischen Landesbundes für Vogelschutz (LBV), wurde festgestellt, dass die Zahl der Spatzen in Deutschland kontinuierlich abnimmt. Rund 40.000 Vogelfreunde beteiligten sich an der ungewöhnlichen Zählung und meldeten alle Vögel, die sie während einer Beobachtungsstunde im Garten oder vom Balkon aus entdecken konnten. Nach Auswertung der Ergebnisse stand fest, dass etwa in Berlin heuer rund 16 Prozent weniger Haussperlinge gezählt wurden als noch 2009. In Mecklenburg-Vorpommern waren es gar um ein Viertel weniger als im Vorjahr. Die Gründe für den Spatzenschwund sind noch unklar.
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Rekordstrafe für falsche Müllentsorgung

Der US-Bundesstaat Kalifornien hat die weltweit größte Einzelhandelskette Wal-Mart wegen der falschen Entsorgung von Müll zu einer Rekordstrafe verdonnert. Knapp 27 Millionen Dollar muss das Unternehmen aus Bentonville, Arkansas, nach einem vier Jahre dauernden Rechtsstreit zahlen, weil Angestellte giftige Produkte wie Nagellack oder Reinigungsmittel in den normalen Abfall geworfen hatten. Ein Konzernsprecher betonte, die Mitarbeiter seien inzwischen entsprechend geschult und derartige Probleme würden nicht mehr auftreten.
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Andere Länder, andere elektromobile Ziele

Bis 2020 sollen insgesamt eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein – dieses Planziel hat die deutsche Bundesregierung ausgegeben. Das bedeutet freilich, dass im Erfolgsfall auch in zehn Jahren nur ein Fünfundvierzigstel der in Deutschland zugelassenen Autos über einen Elektroantrieb verfügen werden. Andere Länder sind in diesem Punkt ehrgeiziger: Frankreich strebt für das Jahr 2020 rund zwei Millionen Elektrofahrzeuge an, China will die Schallmauer von einer Million Elektroautos schon 2012 durchbrechen. Auch die deutschen Autohersteller hinken dem Trend etwas hinterher. So wollen etwa Mitsubishi und Peugeot in Europa schon Ende 2010 zwei Kleinwagen mit reinem E-Antrieb auf den Markt bringen. Volkswagen hingegen plant für diese Technik erst 2013 eine Offensive.
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Energieautarke Öko-Computermaus

Corky heißt die bislang grünste PC-Maus. Sie besteht zum größten Teil aus Kork mit Anteilen von recyceltem Kunststoff, arbeitet kabellos und ist biologisch abbaubar. Entworfen wurde die umweltbewussten PC-Steuerung von US-Designerin Adele Peters Der Clou daran: Corky speichert auch Energie und versorgt sich somit selbst mit Strom. Piezoelektrische Bauelemente machen es möglich, dass beim Klicken und Bewegungen auf dem Mousepad Strom erzeugt wird. Sogar das Drehen am Scrollrad bringt noch ein paar Watt für den Betrieb der Energiespeicher-Maus. Bei der alljährlichen “Greener Gadgets Design Competition“ will die Corky-Erfinderin nun den ersten Platz abräumen. Ob’s klappt?

Website der Greener Gadgets Design Competition:
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Was ist Geo-Engineering?


Unter einem Geo-Engineer ist ein Klima- oder Biotechniker zu verstehen, der in geochemische oder biogeochemische Kreisläufe eingreift, um etwa die Klimaerwärmung oder die Versäuerung der Meere zu bremsen. Die Ideen der Forscher und Bioingenieure, die diese neue Berufsgruppe bilden, wurden vor einigen Jahren noch vielfach als versponnen belächelt, gewinnen aber angesichts der Folgen des Klimawandels zunehmend an Bedeutung. Im Vorjahr wurden etwa vom Forschungsschiff "Polarstern" 20 Tonnen Eisensulfat-Dünger ins Südpolarmeer gekippt, um den Meeresboden neu erblühen zu lassen. Und wenn von visionären Ideen wie Sonnensegeln im All oder Reflektoren im Ozean die Rede ist, geht es dabei ebenfalls um Geo-Engineering.
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Die grünste EXPO aller Zeiten


Die Weltausstellung 2010 (1. Mai bis 31. Oktober) in der chinesischen Metropole Schanghai ist die erste “grüne“ Weltausstellung. Die EXPO widmet sich ganz dem Thema Umwelt- und Klimaschutz in der Stadt. “Bessere Stadt, besseres Leben“ heißt das offizielle Motto, und in der 20-Millionen-Einwohner-Megacity Schanghai, in der Smog und schlechte Luft ein Dauerzustand sind, werden für das Großereignis unzählige Bäume, Sträucher und Hecken gepflanzt. Die EXPO-Gebäude trumpfen mit modernster Umwelttechnik auf – weniger Energieverbrauch, weniger Wasserverbrauch, Nutzung von Sonnenenergie und Windkraft stehen dabei im Vordergrund. Die EXPO steht ganz im Zeichen des Konzepts “Neue Technologien verbessern das Leben in den Städten“. In ökologischen Fragen reicht die Bandbreite von Solarenergie, umweltverträglichen Transportsystemen und energieeffizientem Equipment über Ressourcen-Recycling und umweltfreundliche Architektur bis zu Abfallvermeidung und –Verwertung.
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Ökostrom-Film


Einer Vision der besonderen Art geht der neue Dokumentarfilm “Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ (ab 16. April im Kino) nach: die komplette Umstellung der weltweiten Energieversorgung auf Ökostrom. Regisseur Carl-A. Fechner hat vier Jahre lang für diese Doku recherchiert. Zu Wort kommen viele Größen der weltweiten Ökoszene, wie etwa Wirtschaftsnobelpreisträger Muhammad Yunus aus Bangladesh oder Zengrong Shi, der Chef des großen chinesischen Solarzellenherstellers Suntech Power.

Offizielle Film-Homepage:
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Glaspalast aus Bierflaschen


In 19 Jahren Bauzeit hat der argentinische Bildhauer Tito Ingenieri aus sechs Millionen Einwegflaschen (hauptsächlich Bierflaschen) ein Haus mit fünf Zimmern errichtet. Das ungewöhnliche Bauwerk steht in der Stadt Quilmes, zwei Fahrstunden südlich von Buenos Aires. Eine “Alarmanlage“ ist in dem haus, das mit Zement und Mörtel zusammengehalten wird, ebenfalls integriert: Wenn der Wind aus Süden weht, geben die Flaschen Pfeiftöne von sich – und Ingenieri weiß, dass dann der nahegelegene Fluss steigt. Derzeit wird geprüft, ob das Flaschen-Bauwerk einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde erhalten wird. Ingenieri ist übrigens ein richtiger Recycling-Enthusiast, der als Künstler auch auf internationaler Ebene bekannt ist. Eines der Hauptcharakteristika seines bildhauerischen Werkes ist die Verwendung von Abfallprodukten.
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Tempel aus Bierflaschen


Nicht ganz so viele Bierflaschen, aber immerhin eine Million davon haben buddhistische Mönche der Sisaket Province 600 Kilometer nordöstlich von Bangkok für den Bau eines Tempel verwendet. Der Öko-Glastempel Wat Pa Maha Chedi Kaew besteht aus Heineken- und braunen Chang-Bierflaschen. Sogar die Waschräume und das Krematorium wurden aus Flaschen errichtet.

Sehen Sie das imposante Bauwerk in der Bildergalerie auf www.treehugger.com:
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Die “Plastiki“ setzt die Segel


Im Frühjahr 2010 will der Umweltaktivist und Bankiersohn David de Rothschild zu einer außergewöhnlichen Mission aufbrechen. Mit seinem Boot „Plastiki“, einem aus 12.500 Plastikflaschen gebauten Katamaran, macht sich der 31-jährige Abenteurer auf die 10.000 Seemeilen lange Reise von San Francisco nach Sydney. De Rothschild will mit seiner ökologischen Expedition auf die wachsende Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll und auf die Notwendigkeit von Recycling aufmerksam machen. Ende Februar präsentierte er sein 20 Meter langes Boot im kalifornischen Sausalito erstmals der Öffentlichkeit. Mit einer ausgewählten Crew von Experten – darunter auch zwei Enkel von Thor Heyerdahl – will der Abenteurer durch den Pazifischen Ozean segeln und dabei zahlreiche ökologisch stark belastete Regionen durchqueren.

Plastiki-Expeditionswebsite:
www.theplastiki.com
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Strom aus der Strömung


Ein völlig neuartiges Mini-Wasserkraftwerk wird derzeit in der Wachau getestet: die “Strom-Boje“, ein schwimmendes Wasserkraftwerk, das an Flussstellen mit gleichmäßiger und schneller Strömung sauberen Strom erzeugt. Die "Strom-Boje 2" ist bereits der zweite Prototyp der seit Dezember 2006 laufenden Testphase auf der Donau. Das neun Meter lange und drei Meter breite schwimmende Kraftwerk wurde im Oktober 2009 gegenüber dem Weingut Jamek in Joching mit Hilfe einer Kette fest im Flussbett verankert und produziert je nach Strömung bis zu 100.000 Kilowattstunden pro Jahr. Im unter Wasser liegenden Teil der Boje ist zu diesem Zweck eine Wasserturbine mit 150cm-Rotor und Generator angebracht. Entwickelt wurde die Technologie von der österreichischen Aqua Libre Energieentwicklungs GmbH. Das Aqua-Libre-Team will der Fachwelt beweisen, dass es auch in der freien Donauströmung ohne Stau und Gefälle möglich ist, ökologisch korrekt und wirtschaftlich effizient Strom zu erzeugen. Ab Sommer 2010 wird basierend auf den Ergebnissen des zweiten Prototypen die „Strom-Boje 3" mit 250cm-Rotor gebaut und zur Serienreife entwickelt.

Aqua Libre-Website:
http://www.aqualibre.at/
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Aktuelle Zahlen zum Weltmüll


Nach Schätzungen des deutschen Bundesministeriums für Umwelt wird der Weltmarkt für Anlagen der Abfall- und Recyclingwirtschaft im Zeitraum 2010 bis 2020 um mehr als die Hälfte auf 53 Milliarden Euro wachsen. Derzeit werden weltweit pro Jahr rund zwölf Milliarden Tonnen Abfall produziert. Bis 2020 wird diese Zahl nach Ansicht der Experten wegen der zunehmenden Urbanisierung und der wachsenen Weltbevölkerung auf 18 Milliarden Tonnen ansteigen.
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“Modding“: Schneeschaufeln und Hausschuhe aus alten Apple-Laptops


Recycling der abgefahrenen Art praktizieren die Betreiber der Website Zweckentfremder.at. Frei nach dem Motto “Aus alt mach pfoah!“ zerlegen die Bastler alte Mac-Notebooks und fertigen daraus erstaunliche – jedoch nicht immer wirklich brauchbare – Dinge wie Snowboards, Hausschuhe oder Schneeschaufeln an. Die “Zweckentfremder“ huldigen dem Freizeittrend “Modding“, der technischen Modifikation von PC-Hardware-Komponenten, worunter im Fall der “Zweckentfremder“ in erster Linie das Gehäuse zu verstehen ist. Aber auch für Modegags sind die unerschrockenen PC-Verwerter jederzeit zu haben. In Kombination mit flüssigem Stickstoff stellen sie aus ausgedienten Laptops hübsche Deko-Steinchen her …

Website:
www.zweckentfremder.at
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Was man aus Elektroschrott sonst noch alles basteln kann


Den ultimativen Leitfaden für die Verwertung von alten PCs, Handys, Scannern, Druckern und sonstigem Elektroschott finden Hobbyrecycler im neuen Buch des US-Autors Randy Sarafan. “62 Projects to Make With a Dead Computer“ (Verlag: Workman Publishing; ISBN: 978-0-7611-5243-9) ist im englischen Original seit Februar 2010 erhältlich. Darin stellt der in San Francisco lebende Medienartist, der momentan als Virtual Fellow bei den F.A.T Laboratorien (Free Art and Technology, Freie Kunst und Technologie) arbeitet, spektakuläre Kreationen wie ein Alkoholtestmikrofon, einen Wasserpistolenwecker und eine USB-Frucht vor.

Randy Sarafin Website:
www.randysarafan.com
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Raumfahrtmüll unter Denkmalschutz


Die US-amerikanische State Historical Resources Commission, eine kalifornische Behörde, hat die auf dem Landeplatz von Apollo 11 zurückgelassenen Überreste der Mondlandung unter Denkmalschutz gestellt. Begründung: Dutzende kalifornische Unternehmen seien an der Mission beteiligt gewesen, die auf dem Mond zurückgelassenen Gegenstände hätten also für den Bundesstaat Kalifornien einen direkten historischen Wert. Hintergrund: Die Behörde befürchtet Plünderungen, sobald private Unternehmen Mondreisen anbieten und Touristen auf dem Landeplatz nach Souvenirs Ausschau halten. Zudem haben sich mehrere US-Bundesstaaten zu einer Initiative zusammengeschlossen, die den Landeplatz auf dem Mond zunächst zur "National Historic Landmark" und die Überreste der Landung zum UNESCO-Weltkulturerbe machen will. Betroffen sind 106 Objekte, die 1969 von den US-Astronauten zurückgelassen wurden.
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Umweltrecht setzt weiter “Fett“ an


Die Gesetze und Verordnungen in den Bereichen Umwelt und Abfallwirtschaft nehmen in Österreich seit Jahren stark zu. Wie dick die Gesetzbücher geworden sind, hat jetzt die Gesellschaft für Ökologie und Abfallwirtschaft, eine als Verein organisierte Interessensvertretung von Entsorgungsunternehmen, errechnet. Demnach erreichte der Kodex des Umweltrechts 2009 mit einer Dicke von 52 mm einen neuen Rekordwert. 1999 waren es noch 35 mm …
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Im Kommen: Akkus als Solarenergiespeicher


Führende Elektronik- und Energiekonzerne erkunden derzeit intensiv die Möglichkeiten, Sonnenenergie mit Hilfe von Akku-Technologie zu speichern. So liefert Sanyo neuerdings die Öko-Häuser seiner Fertighaustochter auf Kundenwunsch mit Lithium-Ionen-Akkus aus. Die Batterien sollen den tagsüber von Solarzellen erzeugten Strom für abend- und nächtlichen Gebrauch zwischenspeichern. Und ein japanisches Forschungskonsortium hat einen extrem flachen Lithium-Polymer-Akku entwickelt, der gemeinsam mit einer Solarzelle auf ein flexibles Substrat aufgetragen werden kann, um so als Solarenergiespeicher Verwendung zu finden.
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Mit Autoreifen CO2-Emissionen reduzieren


Auch energiesparende Leichtlaufreifen helfen bei der Einsparung von Treibhausgasen. Der französische Reifenhersteller Michelin hat errechnet, dass man durch den Verkauf von über 23 Millionen Pkw- und Lkw-Leichtlaufreifen in nur 18 Monaten den Kraftstoffverbrauch weltweit um 66,7 Millionen Liter verringern konnte. Das entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen durch den Straßenverkehr um 134.000 Tonnen.
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Nur noch 30 Jahre


Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung hat 2009 eine Studie veröffentlicht, wonach die Reserven für seltene Metalle wie Tantal bei derzeitigem Verbrauch nur noch dreißig Jahre reichen werden. Vor allem für die Handy-Industrie ist dieses “Ablaufdatum“ alarmierend, denn in Mobiltelefonen werden neben Kupfer, Eisen und Edelmetallen (Gold, Silber, Platin) auch seltene Metalle wie Kobalt Coltan und Tantal verarbeitet. Handy-Recycling wird sich schon allein deshalb in den nächsten Jahren immer mehr lohnen.
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Vom Ego-Shooter zum Eco-Shooter


Ego-Shooter (Schießspiele) für Videospielkonsolen und PCs stehen ja bei Pädagogen und Jugendschützern nicht gerade hoch im Kurs. Demnächst soll aber auf der Online-Plattform für Nintendos Wii ein innovatives Spiel erscheinen, das auf den bekannten Genre-Elementen aufbaut und eine völlig neue Richtung einschlägt. “530 Eco Shooter“ heißt das witzige Science-Fiction-Game, das man Anfang 2010 als sogenanntes WiiWare-Spiel auf die Konsole laden kann. Der Spieler übernimmt hier die Rolle des Recycling-Experten Mack vom Planeten 530 und macht in einer Recyclinganlage Jagd auf Außerirdische, die mit ihrem nicht sehr umweltfreundlichen Verhalten die Erde bedrohen. Der Held ist mit einer Recycling-Kanone bewaffnet, die sich auch als Müllschlucker einsetzen lässt.
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Müllionäre gesucht


Eine spielerische Müll-Idee hatte auch die Abteilung für Abfall- und Stoffflusswirtschaft im Amt der Steiermärkischen Landesregierung umgesetzt. Die Abfallexperten stellten 2009 das Mülltrennspiel “Wer wird Müllionär?“ online. Mehr als 4.000 Steirer und Steirerinnen haben bereits mitgemacht. Die die Benutzer sollen bei diesem Internet-Spiel lernen auf spielerische Art und Weise Müll richtig zu trennen und damit auch Entsorgungskosten zu sparen. Ziel des Landes Steiermark ist es, durch richtiges Mülltrennen die Fehlwürfe im Restmüll um 20 Prozent zu reduzieren.

Zum Spiel “Wer wird Müllionär?“


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Trommelwirbel aus der Mülltonne


Recycling und Kunst – ein schier unerschöpfliches Thema. Auch Musiker widmen sich neuerdings verstärkt der Abfallverwertung. So schaffte es in der letzten Staffel der RTL-Castingshow „Das Supertalent“ eine Band namens Recyklang bis ins Halbfinale – mit Musik, die ausschließlich durch Müll- und Alltagsgegenstände erzeugt wurde. Und aus Öblarn im Ennstal stammt das Quintett Crazy Trash Drummers, das bei seinen Auftritten vorzugsweise Mülltonnen und Plastikrohre verwendet. Ende 2009 spielte die Band für ein großes Müllprojekt im albanischen Tirana zwei Konzerte und führte den erstaunten Gymnasiasten vor, wie man altem Krempel heiße Rhythmen entlocken kann.
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Zu Weihnachten hat auch der Müll Saison


Um rund 10 Prozent steigt das Müllvolumen in Wien zu den Weihnachtsfeiertagen. Mitverantwortlich dafür sind natürlich die gewaltigen Altpapiermengen, die aus entsorgtem Geschenkpapier resultieren. Zu Neujahr gehen dann nach der Entsorgung von Tausenden Sektflaschen die Altglas-Container über, und nach dem Dreikönigstag stapeln sich an den Christbaum-Sammelstellen ausgediente Tannen und Fichten.
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High-Heels aus flüssigem Holz


Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie in Pfinztal bei Karlsruhe hat einen der interessantesten Baustoffe unserer Zeit entwickelt: Arboform, ein Material, das sich am besten als „flüssiges Holz“ beschreiben lässt. Arboform besteht zu 100 Prozent aus Fasern und dem natürlichen Holzbindemittel Lignin, wird in flüssigem Zustand geformt und lässt sich bis zu fünfmal recyceln. Produziert wird der Rohstoff aus der Retorte vom Fraunhofer-Subunternehmen Tecnaro in Ilsfeld-Auenstein (Baden-Württemberg). Die kommerzielle Nutzung von Arboform steckt noch in den Kinderschuhen, doch das könnte sich in den nächsten Jahren ändern. Der italienische Modehersteller Gucci lässt aus Arboform bereits die Absätze von High Heels gießen. Und im Ford-Forschungszentrum Aachen wird der neue Rohstoff auf seine Tauglichkeit für die Innenausstattung von Fahrzeugen untersucht.
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Wie ein Motorenbauer Wasser spart


In wirtschaftlich angespannten Zeiten suchen große Hersteller verstärkt nach Einsparungsmöglichkeiten im Produktionsablauf. Großes Sparpotenzial gibt es vor allem beim Strom-, Wasser- und Wärmeverbrauch. So konnte der Autohersteller BMW in den letzten fünf Jahren den Wasserverbrauch pro produziertes Fahrzeug von 1000 auf 640 Liter reduzieren. Im BMW-Motorenwerk Steyr wurde zudem vor rund zwei Jahren der Abfluss von sogenanntem Prozesswasser, das in der Produktion anfällt, gestoppt. Das verwendete Wasser wird in einer dreistufigen unternehmenseigenen Anlage gereinigt. Auf diese Weise spart das Werk pro Jahr 30 Millionen Liter Wasser ein, was dem Jahresverbrauch von 650 Menschen entspricht.
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Kosmetika aus Strandgut


Angeschwemmte Algen, Seegras und Pflanzenreste aus dem Meer werden an den Stränden und Deichen von Nord- und Ostsee zunehmend zum Problem. Die Biogas- und Stromgewinnung aus Seegras und Algen ist zwar grundsätzlich möglich, die energetische Verwertung jedoch kompliziert und der Ertrag im Vergleich zu anderen Gräsern gering. Christel Dötsch-Jutsch , eine Wissenschaftlerin vom Forschungsunternehmen Aquazosta Marine Plant Biotechnology in Schwerin, favorisiert eine andere Lösung für das Strandgutproblem: Sie hat aus Seegras bereits mit Erfolg Kosmetika, Thalasso-Wellnessanwendungen, Produkte für die Ernährungswirtschaft und Arzneimittel hergestellt.
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Warum sich Salzstöcke für die Atommülllagerung eignen


Die Endlagerung von Atommüll ist ein brisantes Thema. Eine hundertprozentige Sicherheitsgarantie gibt es nirgendwo auf der Erde. Viele Experten sprechen sich allerdings – sozusagen als geringstes Übel – explizit für die Lagerung von radioaktivem Abfall in Salzstöcken aus. Von allen Bodenschichten, die überhaupt für eine Lagerung in Frage kommen – Salz, Ton und Granit – bietet nämlich Salz noch die größten Vorteile. Erstens ist Salz hitzebeständig, zweitens reagiert es auf Bodenbewegungen am harmlosesten: Hohlräume schieben sich im Laufe der Zeit einfach zusammen, das Salz ist in der Lage, eingelagerten Atommüll förmlich zu umfließen. Salz hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: es ist wasserlöslich. Falls Wasser in den Salzstock – und damit in das Atommüllager – eintritt, kann sich dadurch eine radioaktive Lauge bilden, die sich dann immer weiter durch das Gestein frisst. Im deutschen Versuchsendlager Asse ist genau das schon einmal passiert.
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Das „Kondom“ für den Einkaufswagen


Die Gefahr einer Pandemie bei Grippeerkrankungen lässt die Industrie immer erfinderischer werden. Jetzt hat die schweizerische AGERO AG eine neuartige Schutzfolie für die Griffe von Einkaufswagen vorgestellt. Wie das Consumer Protection Board in Korea kürzlich ermittelte, sind Einkaufswagen der gefährlichste Übertragungspunkt für Viren und Bakterien – noch vor Computermäusen, WC-Griffen und Haltestangen in Bussen! Die Hauptursachen für die vermehrten Bakterienansammlungen auf Einkaufswagerln: Täglich werden diese Stangen von vielen Kunden festgehalten und berührt – und Einkaufsstress führt zu vermehrter Schweißabsonderung, was die bakterielle Problematik noch verschärft. Der neue Einweg-Kunststoffüberzug soll direkt im Laden gekauft, über die Haltestange des Einkaufswagens gestreift und nach dem Gebrauch separat für das Recycling entsorgt werden.
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Mutter Erde trägt schwer am Kunststoff


Nach Informationen von PlasticsEurope, der Dachorganisation europäischer Kunststofferzeuger, werden derzeit allein in Europa pro Jahr ca. 60 Mio. Tonnen Plastik produziert, was etwa einem Viertel der Weltproduktion entspreche. Die Menge des Kunststoffs, der in den vergangenen 100 Jahren produziert wurde, würde reichen, um den gesamten Erdball sechsmal einzupacken.
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Rechenbeispiele für Wiener Raucher


Mit den rund 868 Millionen Zigarettenstummeln, die jährlich in Wien am Boden landen, könnte man die Fläche von 30 Fußballfeldern zupflastern. Die Länge dieser Stummel entspricht aneinandergereiht zehn Mal pro Jahr der Strecke von der Quelle der Donau im Schwarzwald bis ins Schwarze Meer, ihr Gewicht entspricht 25 Mal dem Gewicht eines Müllsammelfahrzeugs. Das jährliche Volumen zur Entsorgung dieser unglaublichen Menge an weggeworfenen Zigarettenkippen entspricht dem Inhalt von 36.200 Papierkörben.
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Alternativer Kleiderbügel aus Altpapier


Ein junges australisches Unternehmerteam hat im Kampf gegen die Plastik-Müllberge den „Green Hanger“, einen Kleiderbügel aus gepresstem Altpapier entworfen und feiert damit in der Heimat bereits beachtliche Erfolge. Das Umweltargument der Erfinder: Hunderte Millionen Kleiderbügel aus Plastik und Draht landen jährlich als Abfall auf Deponien – und herkömmliche Kleiderbügel brauchen mehr als 100 Jahre, bis sie verrotten.

Website
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Öko-Tour rund um Alcatraz


San Francisco, eine der „grünen“ Metropolen der USA, ist seit dem Frühsommer 2009 um eine Attraktion reicher. Touristen können jetzt auch eine umweltfreundliche Tour rund um die berühmte Gefängnisinsel Alcatraz buchen. Alcatraz Cruises hat dafür ein neues Schiff in Betrieb genommen: den „Hornblower Hybrid“, der mit einem Energie-Mix aus Wind, Sonne und Dieselkraftstoff angetrieben wird. Es handelt sich dabei um die erste Fähre in den USA, die mit einem derart umweltfreundlichen Antrieb ausgestattet ist und zum Großteil auch nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut wurde.
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Recycling-Clown gegen Müllsünder


Eine ungewöhnliche Aktion ließ sich die Gemeinde Murten in der Schweiz einfallen, um das Littering-Problem auf der Pantschau, einer großen Freizeitwiese am Murtensee einzudämmen. Die im Westen der Schweiz, an der deutsch-französischen Sprachgrenze gelegene Gemeinde engagierte einen weiblichen Clown, um die Leute darauf aufmerksam zu machen, dass man Abfall nicht einfach wild entsorgen darf. Die bunt gekleidete, geschminkte Spaßmacherin ist an den Wochenenden ausgerüstet mit einer Schaufel, einem Besen und einem Abfallsack auf der Wiese am See anzutreffen. Mit Witz und Freundlichkeit animiert sie Ausflügler dazu, Abfall nicht einfach auf der Wiese liegenzulassen. Sie setzt dabei auf pantomimische Effekte und verzichtet auf autoritäres Auftreten. Erste positive Effekte brachte die Aktion bereits, die Müllmengen auf der beliebten Seewiese gingen bereits zurück.
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Prototyp aus Elektroschrott: Sauberes Wasser für Senegal


Mehmet Chasan, ein Gymnasiast aus der deutschen Stadt Seelow, entwickelt eine Wasseraufbereitungsbox, die im Senegal eingesetzt werden könnte. Wie das kommt? Zwischen seinem Gymnasium auf den Seelower Höhen und der senegalesischen Partnerschule "Lycée Moderne" in Rufisque, Afrika bestehen seit 2003 enge Kontakte. Nach einer Projektreise in den Senegal überlegt der 19-Jährige, wie man die Wasserqualität in der Region um Rufisque verbessern könnte. Die Lösung glaubt er nun im Aqua-Vortex-System (AVS) gefunden zu haben. Ein Prototyp dieser Wasseraufbereitungsanlage mit Kiesfilter nutzt Sonnenenergie und Kristalle zur Wasserveredelung und soll bis April 2010 fertig gestellt sein. Der Jungwissenschaftler verwendet für seine Forschungsaktivtäten übrigens größtenteils Elektroschrott. Die erste AVS-Box will er aus billigem Material wie Metalldosen oder einer Luftpumpe bauen. Mehmet Chasan: "Edelstahl wäre natürlich besser für einen neutralen Wassergeschmack. Aber das ist für mich zu teuer. Für den Prototypen bräuchte ich Sponsoren."
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Biosprit aus Wassermelonen


Neben pflanzlichen Rohstoffen wie wie Getreide, Zuckerrüben oder Holzabfällen haben Wissenschaftler nun auch Wassermelonen in die Diskussion um Sinn und Unsinn der Erzeugung von Biokraftstoff gebracht. Der Vorteil: Für die Gewinnung von Biosprit müssten bei Melonen keine zusätzlichen Nutzflächen geschaffen bzw. bebaut werden. In den Handel, so die Melonen-Befürworter, kämen nämlich nur Wassermelonen ohne Schönheitsfehler. Jedes Jahr verfault rund ein Fünftel der angebauten Früchte auf den Feldern. Aus liegengebliebenen Melonen könnte man also große Mengen an Ethanol herstellen, ohne extra Flächen zu bebauen, die auch der Nahrungsmittelproduktion dienen könnten. Pro Hektar könnte man nach neuesten Berechnungen aus dem Wassermelonenabfall bis zu 220 Liter Ethanol herstellen. Zusätzlich ließe sich durch den Wassermelonensaft viel Wasser einsparen, das bei der Ethanolproduktion normalerweise benötigt wird.
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Schottlands Traum von der Null-Müll-Gesellschaft


Die schottische Regierung räumt in Sachen Müll jetzt so richtig auf. Geplant ist ein generelles Deponiverbot für wiederverwertbare Abfälle wie Glas, Metall, Textilien und Holz. Nach eigenen Angaben will das Land damit zur ersten „Null-Müll-Gesellschaft“ werden. Die neuen Vorschläge, die auch die Deponierung von gefährlichen Abfällen verbieten, sind ab sofort für zwölf Wochen in Begutachtung. Werden die neuen Bestimmungen erlassen, sollen neue Sammelsysteme und Abfallverwertungsfirmen entstehen. Geplant sind die Schaffung von 2.000 Arbeitsplätzen in der Abfallindustrie sowie die Einführung neuer Ziele der Materialverwertung. Einen Erfolg konnten die Schotten bereits verbuchen: Die EU-Vorgabe, bis 2010 nicht mehr als 1,32 Mio. Tonnen biologisch abbaubaren Abfall zu deponieren, hat man schon jetzt erreicht.
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Seit wann sprechen wir von „Müll“?


Das Wort „Müll“ gibt es in unserem Sprachschatz noch nicht lange. Herausgebildet hat sich der Begriff im 19. Jahrhundert mit dem Einsetzen der verstärkten Urbanisierung. Bis dahin sprachen die Menschen von Unrat, Straßenkehricht, Sand, Staub oder Dreck. Erstmals erwähnt wird „Müll“ 1895 in Meyers Konversations-Lexikon. Etymologisch lässt sich der Begriff auf das althochdeutsche „müllen“ (= „zerstossen“, „zerreiben“) zurückführen.

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Auch Elektroautos belasten die Umwelt


Strombetriebene Fahrzeuge sind nicht so sauber, wie man gemeinhin denkt. Der Strom muss ja irgendwo erzeugt werden, und praktisch jedes Kraftwerk und jede Anlage zur Energiegewinnung setzt auch CO2 frei. Bei Kraftwerken kommen noch Stickoxide dazu – und am Fahrzeug selbst müssen Verluste in den langen Stromleitungen und beim Laden der Batterie eingerechnet werden. Die Formel für die Umweltbelastung lautet: Tankt ein Elektroauto z.B. Strom aus dem typischen deutschen Energie-Mix (darin enthalten ca. ein Drittel aus fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas), stößt es je nach Leistung des E-Motors 70 bis 100 Gramm CO2 pro Kilometer aus.
(Quelle: www.autobild.de)


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Abgase sind nicht gleich Abgase


Abgase von Flugzeugen schädigen das Klima stärker die Emissionen von Fahrzeugen am Boden. Da Flugzeuge CO2, Stickoxide und Schadstoffpartikel in großer Höhe ausstoßen, bringt das Nebeneffekte mit sich, die bei Fahrzeugen am Boden nicht auftreten. Klimawissenschaftler haben errechnet, dass die negativen Auswirkungen von Flugzeugemissionen um den Faktor 2 bis 4 höher sind als beim Ausstoß derselben Abgase am Erdboden.
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Voll im Trend: Müllfischen in Rio


In der südamerikanischen Metropole Rio de Janeiro wurde das Projekt „Saubere Bucht“ gestartet. Da die Bewohner das Meer immer stärker als Mülldeponie zweckentfremden und die Fischer der Region bereits unter dem Abfall leiden, sah sich der Fischereiverband zu dieser Maßnahme gezwungen. Nicht nur Restmüll wird gern in Flüssen entsorgt und treibt dann ins Meer, auch Fernseher, Autoreifen, Kühlschränke und sogar Autos landen oft im Wasser. Drei Mal pro Woche laufen jetzt etwa 140 Boote aus, um Müll zu sammeln, der verwertet werden kann. Die Fischer beteiligen sich abwechselnd im Drei-Monats-Rhythmus an dem Projekt und kassieren dafür eine Aufwandsentschädigung. Bis Ende 2009 sollen insgesamt 1200 Fischer zu Müllsammlern werden.
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Astronauten als Müllsünder


Vor 40 Jahren, am 20. Juli 1969, landeten die ersten Menschen auf dem Mond. Und mit der Mondlandung kam auch schon der erste Müll auf den Erdtrabanten. Über 170 Tonnen an – zum Teil sündteuren – Hinterlassenschaften sind bisher auf den Landeplätzen zwischen Mare Humorum und Mare Fecunditatis zurückgeblieben. Und zwar hauptsächlich deshalb, weil die Raumfähren Gewicht sparen mussten, um vom Mond wieder wegzukommen. Schon Neil Armstrong und Buzz Aldrin ließen 1969 ihre Mondanzüge und eine Spezial-Fotokamera zurück. Von ausgebrannten Raketenstufen über abgestürzte Orbiter, alte Landefähren und Geländewagen bis hin zu sechs US-Flaggen, zwei Golfbällen und diversen technischen Kleinteilen hat sich im Lauf der Jahre so einiges an Überbleibseln angesammelt.
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Städtischer Müll nimmt rasant zu


Die Müllentsorgung in den Mega-Cities wird in den nächsten Jahrzehnten zum zentralen Problem des globalen Abfallmanagements. Schon heute produzieren beispielsweise die rund 35 Millionen Menschen, die im Großraum Tokio leben, 15 Millionen Tonnen Müll pro Jahr. Seit 2008 lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung (aktueller Stand: ca. 6,75 Milliarden Menschen) in Metropolen, und die Stadtbevölkerung auf der Erde wächst jährlich um insgesamt 60 Millionen Menschen. Im Jahr 2050 werden nach Schätzungen von Experten rund 70 Prozent der Menschen in Städten leben.

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Gefängnissstrafe für Handel mit Plastiksackerln


Plastiksackerl für den Einmalgebrauch sind inzwischen in einigen Ländern verboten – und das Umweltprogramm der UNO (UNEP) setzt sich bereits für den sofortigen, globalen Produktionsstopp dieser Tragetaschen ein. In Indien wird das Verbot besonders drastisch umgesetzt: Auf den Handel mit Plastiktaschen stehen in Delhi bis zu fünf Jahre Gefängnis. Schon beim erstmaligen Vergehen können stolze 100.000 Rupien (umgerechnet ca. 1500 Euro) verhängt werden.
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Was ist eigentlich „Littering“?


Unter Littering verstehten Wissenschaftler das „achtlose Wegwerfen oder Liegenlassen kleiner Abfälle im öffentlichen Raum“. Von der leeren Getränkedose auf der Parkbank bis zum ausgespuckten Kaugummi auf dem Gehsteig fällt also ziemlich viel unter diesen Begriff. Apropos Kaugummi: Nach weggeworfenen bzw. ausgetretenen Zigarettenstummeln und Plastiksackerln gelten Kaugummireste heute als drittgrößter Umweltmüll.
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Peking 2008: Positive Umweltbilanz


Die Olympischen Spiele in Peking haben laut einer Studie des UNEP (United Nations Environment Programme) ihre gesteckten Ziele in Sachen Umweltschutz nicht nur erreicht, sondern in einzelnen Bereichen sogar übertroffen. Geschätzte 17 Millionen Dollar hatten die chinesischen Ausrichter in Umweltprojekte investiert, wodurch letztlich Ergebnisse wie die Verringerung des Emissionsausstoßes durch Fahrzeuge oder das Anlegen von 720 zusätzlichen Grünflächen in Peking erzielt wurden. Auch im Bereich Müllentsorgung gibt es Positives zu berichten: So wurden etwa die Recyclingziele um 5 Prozent übertroffen und Aufbereitungsanlagen für toxischen und medizinischen Abfall erweitert bzw. erneuert.
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Mount Everest: Höchstgelegene Mülldeponie der Erde


Der höchste Berg der Welt ist zugleich auch der höchstgelegene Mistplatz der Welt. Kommerzielle Touren haben das Problem in den letzten Jahren verschärft: Die rund 30 Expeditionen pro Jahr hinterlassen Tonnen von Abfall, Aufräumaktionen der nepalesischen Regierung können das Problem nur lindern, aber nicht beseitigen. Auch rund um das Gipfelcamp in 8000 Metern Höhe sammeln sich alljährlich Sauerstoffflaschen, Seile und Pickel. Schon im Jahr 2000 sammelte eine Müllentsorgungsexpedition am Mount Everest die unglaubliche Zahl von 632 Sauerstoffflaschen ein …
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500 Millionen Euro für die Elektromobilität


Bis zum Jahr 2020 sollen in Deutschland eine Million Fahrzeuge mit Elektroantrieb unterwegs sein – dieses Ziel hat sich die deutsche Bundesregierung gesetzt. Um die Entwicklung von elektrischen Fahrzeugantrieben voranzutreiben und verkehrsbedingte Kohlendioxid-Emissionen zu senken, stellt das Bundesumweltministerium im Rahmen des jüngsten Konjunkturpakets insgesamt 500 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. Gefördert wird unter anderem die Weiterentwicklung und Erprobung von Hybrid- und Elektroantrieben sowie die Forschung und Entwicklung beim Recycling von Antriebsbatterien.
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Altmetall für 65 Riesenräder


Im Wiener Rathaus hat man errechnet, dass mit dem jährlich in der Stadt gesammelten Altmetall – immerhin rund 16.000 Tonnen – weitere 65 Riesenräder gebaut werden könnten. Und würde man die 130.000 Tonnen Altpapier, die die Wienerinnen und Wiener pro Jahr sammeln, durch Papier aus frisch geschlagenem Holz ersetzen, müsste man dafür einen Wald von der Größe des Wiener Praters roden…
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Schon museumsreif: Automobil-Recycling


Der Automobilhersteller Ford hat dem Technik-Museum im deutschen Speyer ein Recycling-Demonstrationsfahrzeug als Dauerleihgabe übergeben. Das Unikat – ein Ford Focus-Konzeptfahrzeug aus dem Jahr 1999 – weist gegenüber dem damaligen Ford Focus-Serienmodell nahezu den dreifachen Anteil an Recycling-Materialien auf. Insgesamt 89 Teile und Komponenten des nicht fahrbereiten Sondermodells bestehen aus Recycling-Materialien, darunter auch ein besonders hoher Anteil an Naturfasern. So wurde etwa beim Demonstrationsmodell im Vergleich zum serienmäßigen Ford Focus der Naturfaseranteil des Dämmmaterials der Motorhaube durch die Verwendung entsorgter Blue Jeans-Stoffe fast verdoppelt. Der "Demonstrator" wurde seit 1999 immer wieder auf Messen und Kongressen präsentiert und diente für die Produktentwickler von Ford Europa, Ford USA und Volvo als Studienobjekt.
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Schwarzes Gold geht zur Neige


Tag für Tag werden auf der Welt fast 14 Milliarden Liter Erdöl verbraucht. Doch die Ölreserven schwinden dramatisch: Laut Ölreport der "Energy Watch Group" wird im Jahr 2030 nur noch halb so viel Öl gefördert werden können wie heute. Schon seit 20 Jahren wird auf der Erde jedes Jahr mehr Erdöl verbraucht als neues gefunden. Und die maximal mögliche Fördermenge wurde bereits im Jahr 2006 erreicht…
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Neuer Sammelrekord bei Kunststoffrohren


Der Österreichische Arbeitskreis Kunststoffrohr Recycling (ÖAKR) meldet für das Jahr 2008 einen neuen Sammelrekord. 1.280 Tonnen gebrauchte Rohre, Formstücke und bei der Verlegung anfallende Reste wurden im Vorjahr gesammelt, um anschließend dem Recycling zugeführt zu werden. Im Vergleich zu 2007 konnte die Sammelmenge um 55 Prozent gesteigert werden, verglichen mit dem Jahr 2004 wurde sie gar verdreifacht.
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Müllsammlung in Österreich – die aktuellen Zahlen


Die Österreicher bleiben vorbildliche Abfallsammler. Laut Wirtschaftskammer wurden im Jahr 2008 pro Kopf 98,2 Kilogramm Kunststoff-, Metall-, Papierverpackungen sowie Altpapier gesammelt und dem Recycling bzw. der Verwertung zugeführt. Österreichweit ergab das stattliche 817.650 Tonnen. Erfreulich, dass 2008 auch die Sammelmengen bei Elektroaltgeräten stabil blieben. Im Jahr 2007 hat jeder Österreicher durchschnittlich 7,68 kg Elektroaltgeräte bei den Altstoffzentren bzw. Recyclinghöfen abgegeben - die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle (EAK) rechnet für 2008 sogar noch mit einem leichten Anstieg der Pro-Kopf-Sammelmasse. Die endgültigen Daten werden im Juni durch die EAK veröffentlicht.
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Getränkedosen-Boom in Europa


Nach einem Rekordzuwachs an verkauften Getränkedosen im Jahr 2007 (plus 10,2 Prozent) ist der europäische Markt für Getränkedosen im Jahr 2008 erneut um fünf Prozent gewachsen, meldet die Europäische Vereinigung der Getränkedosenhersteller (BCME). Über 52 Milliarden Dosen wurden im Vorjahr in Europa verkauft. Die treibende Kraft hinter dieser Absatzsteigerung ist der osteuropäische Markt: Allein in Tschechien etwa wurden im Jahr 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 18,3 Prozent mehr Dosen verkauft, während das Wachstum in Westeuropa mit durchschnittlich knapp vier Prozent unter dem EU-Durchschnitt lag.
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Autobahnen versinken im Müll


Verlorene LKW-Ladungen, Autoteile, weggeworfener Müll und wilde Ablagerungen – der Abfall, der sich jährlich auf den Autobahnen ansammelt, wir immer mehr. Die Autobahnmeistereien des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen (NRW) haben kürzlich für den Beobachtungszeitraum 2008 erschreckende Zahlen veröffentlicht. 93.000 Tonnen Abfall lagen im jüngsten Erfassungszeitraum auf den Autobahnabschnitten des Bundeslandes – Raststättengelände und Autobahnauf- und Abfahrten miteingerechnet. Kühlschränke, Fernseher, alte Klos, Reifen, Fahrräder, Flaschen, Plastiksackerl, alte Brieftaschen und ganze Autowracks – entlang der Straßen findet sich auch heutzutage alles, was eigentlich auf einen Mistplatz gehört. Zur Kasse gebeten wird für diese Müllsünden natürlich der Steuerzahler: Sechs Millionen Euro musste das Land NRW (das etwa die Hälfte der Fläche Österreichs hat, dafür aber mehr als die doppelte Einwohnerzahl) im Vorjahr für die Beseitigung des Autobahnmülls aufwenden.
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Fahrbahn aus Computermüll


In China hat ein Forscherteam nach neuen Verwendungsmöglichkeiten für Computermüll gesucht. Mit dem Ergebnis, dass zerlegter und von wertvollen Metallen befreiter E-Schrott auch als Beimischung für Straßenbeläge geeignet ist. Wird der Technikschrott pulverisiert und in der richtigen Kombination bzw. in der richtigen Partikelgröße dem Asphalt beigeben, wird der Straßenbelag fester und damit bei höheren Temperaturen stabiler.
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Rechenzentren sind Stromfresser


Im Jahr 2008 hatten allein die Rechenzentren in Deutschland einen Strombedarf von gigantischen 10,1 Terawattstunden - das entspricht der Leistung von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken. Und in den USA gehen Studien davon aus, dass die US-amerikanischen Rechenzentren für 1,2 Prozent des gesamten nationalen Stromverbrauchs verantwortlich sind – das entspricht etwa dem jährlichen Stromverbrauch der über 100 Millionen Fernsehgeräte in den USA.
Nur etwa die Hälfte des Stromverbrauchs in den Datenzentren entfällt entfällt freilich auf den Betrieb der Rechner. Die andere Hälfte braucht man, um sie zu kühlen.


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Versuchskaninchen Pamela


PAMELA wäre heuer 29 Jahre alt geworden. Geburtstag gibt’s freilich keinen mehr zu feiern, denn PAMELA wird gerade nach allen Regeln der Flugzeug-Recyclingkunst verschrottet. Der 1980 in Toulouse gebaute, 88 Tonnen schwere Airbus 300 der türkischen Fluglinie Fly Air ist der Prototyp des Pilotprojekts „Process for Advanced Management of End-of-Life of Aircraft“ (kurz: PAMELA), das die Verwertung von ausrangierten Düsenjets entscheidend verbessern soll. Das im Februar 2006 angelaufene Projekt am Flughafen von Tarbes im Südwesten Frankreichs hat sich zum Ziel gesetzt, umweltgerechte Verfahrensnormen für das Recycling und den Rückbau von Flugzeugen festzulegen. In den nächsten zwei Jahrzehnten werden mehr als 6.000 Passagierflugzeuge das Ende ihrer Betriebsdauer erreichen – nach ca. 30 Jahren Verwendung und rund 80 Millionen Flugkilometern. Mit Hilfe des 2,4 Millionen Euro teuren Versuchsprojekts sollen künftig 85 bis 95 Prozent der Teile und Matarialien von ausrangierten Airbus-Jets umweltschonend wiederverwendet werden. Das Projekt ist Teil des LIFE-Programms der Europäischen Kommission und wird von der EU aus dem Umweltprogramm gefördert. Es vereint unter der Führung von Airbus die Partner SITA France, EADS Sogerma Services und EADS Innovation Works sowie die Präfektur des Departements Hautes-Pyrénées.

Website des PAMELA LIFE-Projekts: www.pamelalife.com


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Vom T-Shirt zum Re-Shirt


Fashion-Recycling ist derzeit stark im Kommen. Die Frage ist nur: Wie macht man aus einem ganz normalen Second-Hand-Leiberl ein Kultobjekt. Re-Shirt, ein Wirtschaftsexperiment aus Österreich, versucht es mit den Geschichten, die ja im Grunde viele Kleidungsstücke erzählen. Das Konzept: Gebrauchte T-Shirts werden von den Vorbesitzern gespendet, frisch gewaschen, mit dem orangefarbenen Re-Shirt-Logo bedruckt und für jeweils 25 Euro zum Wiederverkauf angeboten. Der Clou daran: Jedes verkaufte Re-Shirt erhält mit dem Logo auch einen eigenen Code, wird damit also endgültig zum Unikat. Gibt man diesen Code auf der Re-Shirt-Website ein, kann man den bisherigen Weg des Shirts nachverfolgen und die damit verbundenen persönlichen Geschichten der Vorbesitzer lesen. Das Ganze soll später auch einem guten Zweck dienen. Sobald die Betreiber, die Shapeshifters Information Management GmbH, mit den Einnahmen ein internationales Vertriebssystem aufgebaut haben, wollen sie einen Teil des Gewinns an eine Non-Profit-Organisation im Bereich Wasserschutz weitergeben.

Re-Shirt Website: www.re-shirt.net


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Unappetitlicher Krabbencocktail


Die Krabbenfischerei in der Nordsee wird laut WWF (World Wildlife Fund) immer mehr zum Umweltproblem. Das rührt daher, dass die Fischer heute zumeist den Großteil ihres Fanges wieder über Bord werfen. Pro Kilo brauchbare Krabbe werden von den Krabbenkuttern heute oft bis zu neun Kilo zu kleine Krabben, Babyschollen oder junge Seezungen ins Meer entsorgt. Schuld daran sind die kleinmaschigen Netze, die von den Fischern benötigt werden, wollen sie die wohlschmeckenden kleinen Garnelen fangen. Krabben werden vorwiegend im flachen Wasser gefangen, wo auch Fischarten wie Kabeljau oder Scholle ihren Nachwuchs aufziehen. Auch kleine Fische, die in das Krabbennetz geraten, kommen nicht mehr raus. Die EU hat das Problem schon vor Jahren erkannt und schreibt seit 2003 Netze mit Notausgang (sog. Trichternetze) vor. Allerdings gibt es für deutsche und niederländische Fischer - auf ihr Konto gehen 85 Prozent des Krabbengeschäfts - Ausnahmen. Diese Kutter dürfen von Mai bis Ende September mit normalen Netzen auf Krabbenfang gehen – eine Praxis, die der WWF kritisiert.
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Willkommen in Masdar City!


Auch dort, wo das Erdöl noch in großen Mengen fließt, ist man sich über die Knappheit fossiler Energieträger im Klaren. Mitten in der Wüste baut Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, der Kronzprinz von Abu Dhabi, die Öko-Stadt Masdar City (Masdar = arab.: die Quelle). Die grüne Vorzeigestadt wird CO2-frei sein, fast keinen Müll erzeugen und ohne Autos auskommen. Masdar City wird sich zudem autark mit erneuerbaren Energien versorgen und für 50.000 Menschen Platz bieten. Das notwendige Kapital für das milliardenschwere Projekt ist im Emirat, das zu den größten Erdöllieferanten der Welt gehört, selbstverständlich vorhanden.

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Müll in Mexico City: Viva la Revolución!


12.500 Tonnen Müll werden in Mexico City täglich produziert. Bislang litt die mexikanische Hauptstadt unter einem ziemlich chaotischen Abfallmanagement ohne funktionierende Mülltrennung oder Recycling. Lediglich 6 Prozent des Abfalls werden derzeit verwertet oder verbrannt, der Rest landet auf völlig überfüllten Deponien. Das soll jetzt anders werden: Bis 2012 will die Stadtverwaltung mithilfe einer neu gegründeten Müllkommission die Müllsammlung und –verwertung in der Millionenmetropole revolutionieren. In vier Jahren sollen 20 Prozent des Mülls verwertet, 20 Prozent kompostiert und weitere 45 Prozent verbrannt und zur Energiegewinnung verwendet werden. Um das hoch gesteckte Verwertungsziel (also insgesamt 85 Prozent) zu erreichen, sind vier hochmoderne Abfallbearbeitungszentren geplant. Mexiko Citys Abfallmanagemant wäre damit mit einem Schlag das umweltfreundlichste in ganz Lateinamerika und vergleichbar mit jenem von San Francisco. Der Stadtverwaltung von Mexico City bleibt übrigens gar keine andere Wahl: Die Bundesregierung wollte die Hauptdeponie Bordo Poniente am nordöstlichen Stadtrand im Januar schließen lassen, da sie mit 50 Millionen Tonnen Müll überfüllt sei und die Umgebung kontaminiere.
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Als der Oscar™ im Müll landete…


Für die Stars und Sternchen der Filmwelt ist der Oscar™ – er wird am 22. Februar zum 81. Mal verliehen – das höchste der Gefühle. Im Jahr 2000 jedoch landeten die heiß begehrten Statuetten im Müll eines Supermarkts. Ein gewisser Lawrence E. Ledent hatte eine Woche vor der Oscar™ Gala alle 58 Oscars gestohlen und auf der Flucht entsorgt. Die Verleihung der Academy Awards fand trotzdem statt. Der Dieb wurde drei Tage später gefasst und zu sechs Monaten Haft sowie zu 50.000 Dollar Geldstrafe verurteilt. Die Original-Oscars konnten gerade noch rechtzeitig aus den Müllcontainern geborgen werden…
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Wenn Freeganer “containern“…


Neben sozial bedürftigen Menschen (z.B. Obdachlosen), die Mülltonnen nach essbarem Abfall durchstöbern, suchen immer öfter sogenannte Freeganer den Müll der Wohlstandsgesellschaft nach weggeworfenen Lebensmitteln, Kleidung, elektronischen Geräten oder anderen noch verwertbaren Dingen ab. Der Begriff “Freeganismus“ leitet sich ursprünglich vom englischen Wort “free“ (frei) und “vegan“ (Verzicht auf Verzehr von Tierprodukten) ab. Inzwischen werden allerdings generell Menschen, die sich – ohne unmittelbar bedürftig zu sein – aufgrund ihrer alternativen Lebensweise kostenlos versorgen, als Freeganer bezeichnet. Im Alltag äußert sich diese Einstellung zumeist darin, dass Freeganer regelmäßig den Müll von Supermärkten oder Handelsketten nach verwertbarem Essen oder anderen Wertgegenständen durchsuchen und dabei oft auch original abgepackte, nicht abgelaufene Produkte erbeuten. Diese Angewohnheit der “freegans“ wird in den USA auch als “dumpster diving“ (Eintauchen in Müll) und im deutschen Sprachraum als “containern“ bezeichnet.
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Größte PET-Flaschen-Recyclinganlage der Welt


Coca-Cola hat am 14. Jänner 2009 in Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina die (laut Unternehmensangaben) größte PET-Bottle-to-Bottle-Recyclinganlage der Welt eröffnet. Das Werk produziert im Vollbetrieb pro Jahr über 45.000 Tonnen recycelte PET-Flaschen. Durch die Anlage soll in den nächsten zehn Jahren die Freisetzung von 1 Million Tonnen Kohlendioxid verhindert werden.
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Speiseöl-Entsorgung: Aktuelle Daten aus Niederösterreich


Interessante Zahlen zur Entsorgung von Speiseöl: Jeder Liter altes Speiseöl, der in den Ausguss oder in das WC geleert wird, verursacht Folgekosten von 50 bis 70 Cent für die Kanalreinigung, weil das unsachgemäß entsorgte Fett die Kanäle füllt und verklebt. Allein in Niederösterreich entstehen so pro Jahr Reinigungskosten in Höhe von mehr als 2,4 Millionen Euro.
Andererseits ermöglicht hier die getrennte Sammlung von alten Speiseölen und -fetten – über den speziellen Öl-Abfallbehälter NÖLI – die Produktion von knapp einer Million Liter Biodiesel pro Jahr. Damit können bei einer durchschnittlichen Kilometerleistung von 15.000 Kilometer jährlich und einem durchschnittlichen Spritverbrauch von fünf Liter auf 100 Kilometer 1.200 Pkw ein Jahr lang mit Biodiesel fahren.

Quellen:
Amt der NÖ Landesregierung
Niederösterreichischer Abfallwirtschaftsverein



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Bessere Ökobilanz durch Nano-Verpackungen


Eine neue Studie des Schweizer Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung (TA-SWISS) befasst sich u.a. mit Verpackungsmaterial, das mit Hilfe von Nanotechnologie hergestellt wird. Konkret handelt es sich dabei um Verpackungsfolien und PET-Flaschen, die mit synthetischen Nanokomponenten angeboten werden. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass nanotechnologisch optimierte PET-Flaschen eine günstigere CO2-Bilanz als herkömmliche PET-Flaschen haben. Die Ökobilanz der Nano-PET-Flasche ist mit jener der Glas-Mehrwegflasche vergleichbar – und sie verursacht bei Herstellung, Transport und Recycling ca. ein Drittel weniger Treibhausgase als Aluminium und ca. 60 Prozent weniger als die Glas-Einwegflasche. Mit dem Einsatz von Nano-PET-Flaschen könnten allein in der Schweiz klimaschädliche Emissionen in der Grössenordnung von 10.000 Tonnen eingespart werden.


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Müllfachmann für Zuwanderer


In der Stadt Herten im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ist ein Abfallberater mit Arabisch-Kenntnissen tätig. Der Grund: In einer Siedlung der Stadt leben 164 Familien aus 16 Nationen unter einem Dach. Bei der Entsorgung von Müll kam es aufgrund von Sprachbarrieren immer wieder zu Problemen – viele Mieter wussten einfach nicht, in welche Tonne die unterschiedlichen Abfälle (Glas, Papier, Plastik, etc.) zu entsorgen sind. Abdo Kabbani, ein Chemiestudent aus Syrien, erklärt den Hausbewohnern nun bei Hausbesuchen auf Arabisch, wie das deutsche Abfallsystem funktioniert.
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Richtig teurer Atomstrom


Der Hochtemperaturreaktor im deutschen Hamm, einst als Wunderwerk deutscher Ingenieurskunst gepriesen, soll abgerissen werden. Der Thorium-Hochtemperaturreaktor (THTR) lieferte Ende der Achtziger Jahre nur 423 Tage Strom, bis er 1989 nach zahlreichen Störfällen abgeschaltet wurde. Für den Rückbau, der im Jahr 2030 beginnen und bis 2044 abgeschlossen sein soll, liegt nun ein Zeit- und Kostenplan vor, in dem 347,1 Millionen Euro veranschlagt sind. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn man der Gesamtkosten-Schätzung der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Hamm Glauben schenkt. Die hat jetzt vorgerechnet, dass in das Projekt “Hochtemperaturreaktor“ insgesamt mehr als 5,3 Milliarden Euro – darin enthalten 400 Millionen für die Wartung, Sicherung und Bewachung des still gelegten Kraftwerks – investiert wurden. Jeder Tag Strom aus dem THTR habe somit rund 12,5 Millionen Euro gekostet …
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USA und Europa: Das Müll-Duell


Die Zürcher Zeitschrift Weltwoche hat in der Ausgabe 43/08 nach acht Jahren Bush-Regierung den ultimativen Vergleich zwischen der US-amerikanischen und der europäischen Gesellschaft gezogen. Neben Themen wie Kriminalitätsrate, Gesundheitsversorgung oder Energieverbrauch wurde auch das Müllaufkommen diesseits und jenseits des Atlantiks unter die Lupe genommen. Fazit der Weltwoche: “Amerikaner produzieren pro Kopf ziemlich viel Müll, aber die Norweger sind noch schlimmer, während Iren und Dänen fast gleichauf liegen. Doch in Sachen Abfallrecycling stehen sie genauso gut da wie Finnen und Franzosen und sogar besser als Briten, Griechen und Portugiesen. Seit 1990 ist das Müllaufkommen (pro Kopf) in Amerika kaum gestiegen, während in allen europäischen Ländern, für die Zahlen vorliegen, eine dramatische Zunahme registriert wurde – über 50 Prozent in Italien, 40 Prozent in Norwegen, 30 Prozent in Schweden.“

http://www.weltwoche.ch/


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Recycling-Innovation bei Druckerpatronen


Dem Elektronikriesen Hewlett-Packard (HP) ist nach eigenen Angaben ein technischer Durchbruch bei Recyclingmaterial für Druckerpatronen gelungen. Mit Hilfe der neuen Technik sei es möglich, Kunststoffrecyclate bei der Herstellung von neuen Original-Inkjet-Druckerpatronen zu verwenden. Schon bisher hat HP weltweit mehr als 200 Millionen Druckerpatronen aus aufbereiteten Recyclaten hergestellt.
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Müll-Krippe in Neapel


Madonna! Ausgerechnet die süditalienische Metropole Neapel, seit Jahren wegen ungelöster Abfallprobleme in den Schlagzeilen, überrascht jetzt mit einer weihnachtlichen Müllidee. Die Stadt, die auch als Hochburg der Krippenkunst bekannt ist, will den Touristen zur Weihnachtszeit eine teilweise aus Müll hergestellte Krippe präsentieren. Ihr Schöpfer, der Krippenbauer Antonio Cantone, hat die Krippe “Munnezza“ (ital. für Müll) zur Hälfte aus recycelten Abfällen (Pappe, Plastik, usw.) und zur Hälfte aus traditionellen Materialien gebaut. Damit will er das “Wesen und Unwesen Neapels“ in einem Werk darstellen. Die Müll-Krippe wird vom Erzbischof von Neapel in der Kirche San Domenico Maggiore feierlich eingeweiht.
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Vermüllter Weihnachtsbaum in Bremen


Im Bremen sorgt ein anderer Künstler mit seiner Müll-Weihnachtsidee bereits für Proteste. Im Auftrag des örtlichen Einzelhandelsverbandes gestaltete Joachim Fischer einen rund sechs Meter hohen Weihnachtsbaum auf dem Kleinen Markt in Bremen-Vegesack. Das Problem: Fischer hängte statt Weihnachtsschmuck oder Lametta Tetrapaks, Dosen und rot-weißes Baustellenband in die Zweige – und löste damit prompt einen Sturm der Entrüstung aus. Er habe darauf aufmerksam machen wollen, wie viel Müll zum Fest anfällt, verteidigte sich der Künstler. Nachdem es zu feindseligen Akten seitens der  Marktbesucher kam – ein Rentner schritt sogar zur Selbsthilfe, entfernte die Gegenstände aus dem unteren Teil des Baumes und hängte statt dessen Christbaumkugeln auf – berief der Einzelhandelsverband eine Krisensitzung ein. Nun wird der Baum “entschmückt“ und soll eine Woche bewusst kahl bleiben, bevor die Bürger aufgerufen werden, ihn selbst zu dekorieren. Fazit: Sogar für die Freiheit der Kunst gibt es keinen Weihnachtsfrieden mehr…
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Schenken, statt entsorgen


Seit kurzem gibt es für Leute, die Wohnungen entrümpeln und dafür Entsorgungsgebühren berappen müssen, eine völlig neue Perspektive: Die Online-Plattform “nurgeschenkt.at“. Angesichts der Tatsache, dass täglich unzählige brauchbare Einrichtungsgegenstände und intakte Geräte mangels Abnehmer auf dem Müll landen, gründeten vier junge Österreicher eine eigene Geschenkbörse im Internet. Das Motto: „Verwenden statt verschwenden!“. Wer nicht weiß, wohin mit alten Möbeln, Elektrogeräten, Kleidung oder Spielzeug, kann die Sachen über nurgeschenkt.at loswerden. Die Anbieter sparen sich die Kosten der Entrümpelung – und Menschen, die sich neuwertige Sachen nicht leisten können, kommen gratis zu den Gegenständen, die sie dringend brauchen. Dass durch die Wiederbenützung auch die Abfallmengen weniger werden, ist ein weiterer positiver Nebeneffekt.

www.nurgeschenkt.at


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Recycling auf der Raumstation


Auf der Internationalen Raumstation ISS ging kürzlich eine Anlage in Betrieb, die aus dem Urin der Astronauten Wasser produziert. Die Anlage wurde von der US-Raumfähre “Endeavour“ ins All gebracht und soll aus Urin, Schweiß und kondensierter Atemluft frisches Trinkwasser aufbereiten. Der Vorteil: Statt wie bisher drei Astronauten könnte die ISS dann sechs Astronauten beherbergen. Trinkwasser ins All zu transportieren ist enorm aufwändig, die Ressourcen auf der Raumstation sind entsprechend knapp. Die Urin-Recyclinganlage wird derzeit noch getestet und soll – sofern das damit erzeugte Wasser gefahrlos getrunken werden kann – im Februar 2009 planmäßig in Betrieb gehen.
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Löst ein Regenwald-Pilz das Treibstoffproblem?


Der US-Pflanzenforscher Gary Strobel von der Montana State University hat im südamerikanischen Regenwald einen Pilz entdeckt, der die Biosprit-Produktion revolutionieren könnte. Gliocladium roseum heißt der Wunderpilz, der bisher noch nicht bekannt war und in Patagonien auf der Chilenischen Scheinulme wächst. Der Pilz produziert antibiotische Gase, die wiederum verschiedenste Kohlenwasserstoffe – Alkane, Alkene, Esterverbindungen, Alkohole und Fettsäuren – enthalten. Die Besonderheit bei Gliocladium roseum: er produziert unter sauerstoffarmen Bedingungen Verbindungen, die die Hauptbestandteile von Diesel sind. Da der Pilz auch Zellulose in ein explosives Gebräu (sog. “Mykodiesel“) verwandeln kann, könnte er die unterschiedlichsten Pflanzenabfälle in Bio-Diesel verwandeln. Für die Herstellung von Biosprit aus Abfällen wurden bisher vozugsweise Hefepilze oder Bakterien herangezogen. Ob Gliocladium roseum einmal tatsächlich bessere Ergebnisse liefert, bleibt abzuwarten.
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Müll lockt Wildschweine an


In Deutschland rätselt man im Herbst 2008 über die explosionsartige Zunahme des Wildschweinbestandes. Die Population ist im Vergleich zum Vorjahr stark gewachsen, die Abschussquote war im abgelaufenen Jagdjahr in manchen Bundesländern um rund 80 Prozent höher als im Jahr davor. Dass die frei lebenden Verwandten des Hausschweins neuerdings immer häufiger in verbautes Gebiet vordringen und zum Teil kaum noch Scheu vor Menschen zeigen, liegt auch daran, dass sie von gut gefüllten Mülltonnen und Fast-Food-Resten in Straßengräben angelockt werden. Das Szenario in den betroffenen Vorstädten ähnelt dem in amerikanischen Städten, wo viele Bären lieber Mülltonnen plündern als auf Beutejagd zu gehen.
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Digitale Müllhalde: “Deletionpedia“


Dass es viel zu viel digitalen Müll gibt, wird angesichts der nicht enden wollenden Spam-Flut jeder PC-User bestätigen. Während man Junk-Mails aber immer noch am eigenen Computer entsorgen muss, wurde jetzt für digitalen Müll anderer Art eine eigene Internetseite aus der Taufe gehoben. “Deletionpedia“ heißt der Abfalleimer für Banalitäten und Binsenweisheiten in Anlehnung an das erfolgreiche Online-Lexikon “Wikipedia“. Triviale, tendenziöse oder sonst bedenkliche Einträge, die von den Administratoren der Online-Enzyklopädie weggeworfen werden, landen jetzt automatisch auf der "Deletionpedia"-Seite. Auch optisch ähnelt die neue Website, auf der sich inzwischen schon knapp 65.000 Artikel angesammelt haben, dem Vorbild “Wikipedia“. Man findet hier übrigens nicht nur Wegwerf-Texte wie schlecht übersetzte Speisekarten oder sinnlose Abhandlungen über nutzlose Erfindungen, sondern auch interessante Beiträge von Schriftstellern wie Max Goldt(hat als Kind am liebsten im Müll gespielt) und Axel Hacke, der auf der Sprachmüll-Website einen “Sprachwertstoffhof“ eingerichtet hat.

Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deletionpedia


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Flughafen auf Müll gebaut


Der 1923 eröffnete Berliner Flughafen Tempelhof – der älteste Verkehrsflughafen der Welt – wurde buchstäblich auf Müll gebaut. Um den Airport in der City fertigstellen zu können wurden 1,5 Millionen Quadratmeter Grünfläche mit 18 000 Lkw-Fuhren Müll aufgeschüttet und planiert. Der Berliner Zentralflughafen wurde Ende Oktober geschlossen und hat künftig nur noch Denkmalscharakter.
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Das “grünste“ Museum der Welt


Als “grünstes“ Museum der Welt wurde das vom italienischen Star-Architekten Renzo Piano entworfene neue Naturkundemuseum in San Francisco von der LEED-Jury (Leadership in Energy and Environmental Design) ausgezeichnet. Das Gebäude der “California Academy of Sciences“ vereint neben dem Naturkundemuseum auch ein Aquarium, ein Planetarium und Forschungsstätten unter einem Dach. Mit der Verleihung des LEED-Umweltzertifikats ist es der weltweit umweltverträglichste Museumsbau und zugleich das größte öffentliche Gebäude der Welt, das mit diesem Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Der 488 Millionen Dollar teure Bau steht im Golden Gate Park der Westküstenmetropole und verbraucht jährlich 30 bis 35 Prozent weniger Energie als ein vergleichbares Gebäude. Zur Wärmedämmung wurden Abfälle von Blue-Jeans-Stoffen verwendet, sämtliche Stahlträger bestehen aus Recycling-Material. Für die Klimatisierung des Gebäudes werden statt einer Klimaanlage motorisierte Fenster eingesetzt, die den Einlass kühler Frischluft steuern. Die Konstruktion ist zudem mit 60.000 Solarzellen bestückt, die zehn Prozent des gesamten Energiebedarfs decken sollen.

http://www.calacademy.org/



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Handlungsbedarf bei Batterierecycling


Eigentlich kaum zu glauben: Jede zweite Gerätebatterie, die 2002 in den 15 EU-Staaten verkauft wurde, landete später auf Deponien oder in Müllverbrennungsanlagen. Auch Batterien, die getrennt gesammelt und zurückgenommen wurden, gingen manchmal diesen Weg. Die neue, strengere EU-Richtlinie für die Entsorgung und Verwertung von Altbatterien (RL 2006/66/EG) war also längst überfällig. In Österreich wurde sie kürzlich durch die neue Batterienverordnung in nationales Recht umgesetzt.


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Disney-Filmstar hilft bei Recyclingkampagne


Das musste ja so kommen: Aufräumroboter WALL-E, der Held aus dem gleichnamigen Kinohit der Filmfirma Disney-Pixar, wurde jetzt in der Schweiz für eine großangelegte Umweltkampagne eingespannt. Der blecherne Leinwandheld ermuntert die Kids auf diversen Werbemitteln mit einschlägigen Botschaften (z.B. “Hilf WALL-E, die Welt sauber zu halten“) zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Die Berner Werbeagentur Polyconsult hat auch einen Recycling-Guide verfasst, der den jüngsten Konsumenten auf spielerische Art vermitteln soll, welche Abfallprodukte wo und wie wiederverwertet werden und was daraus alles entstehen kann. Lanciert wurde die Aktion von der IG saubere Umwelt und Recycling-Organisationen in Kooperation mit den Walt Disney Studios Schweiz.

www.helpwalle.ch


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Kultobjekte aus antiken Elektrogeräten: Nerdbots


Wenn Sie einem Hi-Tech-Freak aus dem Familien- oder Freundeskreis zu Weihnachten eine echte Freude machen wollen, schenken Sie ihm doch einfach einen Nerdbot. Ein Ehepaar aus Kansas City im US-Bundesstaat Missouri hat vor Jahren damit begonnen, diverse elektronische Fundstücke aus Antiquitätenläden oder Flohmärkten zu witzigen Roboter-Skulpturen zusammenzubauen. Für jeden der freundlichen Blechkameraden, die auf Namen wie “Leotron“, “Klorg“ und “Beamer“ hören, denken sich die Schöpfer eine bestimmte nerdige Perönlichkeit aus (Nerd, engl.: Bezeichnung für weitgehend kommunikationsunfähige, intellektuelle und unsoziale Einzelgänger; häufiges Merkmal von Computerfreaks). Käuflich erwerben kann man die Kunstobjekte zu Preisen ab 150 US-Doller im Online-Shop auf der Nerdbot-Homepage.

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W-LAN-Antenne aus elektronischem Müll


Aus Verpackungsresten und Elektroschrott haben Funkamateure eine WLAN-Billigantennne gebastelt. Die Kreation hat Ähnlichkeit mit einer alten Fernsehantenne und wird einfach auf die vorhandene Stummelantenne des Access Points gesteckt. Die Selbstbau-Antenne besteht aus einer Reihe von leitenden Elementen, die gegeneinander isoliert parallel zueinanderstehen. Länge und Abstand der einzelnen Bauteile müssen dabei genau an die Funkfrequenz angepasst werden. Für die WLAN-Kommunikation im 2,4-GHz-Band (Standards 802.11b und 802.11g) reicht sogar eine winzige Antenne, die mit etwas Draht
und einem Stück Styropor schnell gebaut ist.


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Großreinemachen im Wörthersee


Zwei bis drei Mal pro Jahr lassen die Österreichischen Bundesforste – als Eigentümer des Gewässers – den Wörthersee in Kooperation mit Tauchern von Müll säubern. So auch im September 2008, als die Sporttaucher des Veldener Tauchsportklubs "AquaJan" den berühmtesten Badesee Mitteleuropas wieder einmal vom Müll einer langen Badesaison säuberten. Von Stühlen, Liegen und Sonnenschirmen bis hin zu Autoreifen und sogar Autobatterien fördern die “Unterwasser-Reinigungskräfte“ eine breite Palette an Abfall zutage. Bisher spektakulärster Fund waren zwei Aluminium-Flugzeugtanks einer "Speedfire" – ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg.
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Müll im Meer – Neuer “Fang-Rekord“


Die Umweltorganisation KIMO (Kommunernes internationale miljøorganisation), in der sich Kommunen aus ganz Europa zum Schutz der Weltmeere zusammen getan haben, machte unlängst mit einem interessanten Testlauf auf das wahre Ausmaß der Verschmutzung aufmerksam. Die Aktion, bei der zehn Fischkutter auf hoher See nach Abfall fischten, ergab in nur einem Monat zwölf bis 14 Tonnen Müll (Plastikbecher, Tonnen, Kisten, etc.). Ein Kutter stellte dabei mit 2,6 Tonnen Abfall den absoluten “Müll-Fangrekord“ auf.

http://www.kimointernational.org/


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Olympischer Müllrekord


Weltrekorde gab es bei den Olympischen Sommerspielen 2008 zur Genüge. Nun meldet die chinesische Tageszeitung "Xin Jing Bao" auch einen Müllrekord. Insgesamt 108 Tonnen Abfall produzierten allein die 110.000 Zuschauer und Teilnehmer bei der Eröffnungsfeier der Spiele im "Vogelnest"-Stadion von Peking. Die gute Nachricht: Immerhin 90 Tonnen dieses ersten olympischen Abfalls können verwertet werden.
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Alpiner Kampf gegen den Müll


Der Tourismus in den Alpen hinterlässt deutliche Spuren - und manche davon reichen bis zum Himmel. Seit dem Beginn der alpinen Säuberungseinsätze im Jahr 1972 wurden in Österreich 2,3 Millionen Liter Müll gesammelt. 800 Freiwillige haben an der Aktion "Saubere Alpen - Saubere Gewässer" bisher teilgenommen, rund 2,15 Millionen Euro verschlang das Projekt.
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Deospray gegen Müllgestank


Weil die Bewohner der indischen Metropole Mumbai zunehmend unter dem Gestank der größten städtischen Müllhalde leiden, ergriff die Stadtverwaltung drastische Gegenmaßnahmen. 42.000 Liter eines süß duftenden Kräuter-Deodorants werden jetzt eingesetzt, um die von der Deponie entweichenden Gerüche zu überlagern. Die Menge soll für etwa sechs Monate reichen. Falls erforderlich will man den Müllplatz namens Deonar (nomen est omen!) später weiterhin mit Deo behandeln…
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Captain Kork


Herr Weber lässt die Korken knallen, sammelt sie sorgfältig ein – und lässt sie anschließend in Kork recyceln. Vor sechs Jahren hat den Umweltbeauftragten des Evangelischen Johanneswerks in Bielefeld die ungewöhnliche Sammelleidenschaft gepackt. Weber brachte es in dieser Zeit auf stolze 36.000 Korken (132 Kilogramm), die er jetzt der Diakonie in Kork, einem Stadtteil von Kehl (Baden-Württemberg), zum Recycling übergab. Die Diakonie betreibt seit 17 Jahren eine Sammelstelle für Kork-Abfälle, aus denen durch das Recycling Granulat für Dämmstoffe gewonnen wird. Herr Weber wollte mit seiner Aktion auf die Verschwendung von Kork aufmerksam machen. Eine Korkeiche bildet nämlich erst nach 20 Jahren jene Korkschicht, die für den Menschen einen Nutzwert hat. Erst dann kann man diesen “weiblichen“ Kork alle neun bis zwölf Jahre vorsichtig vom Stamm schälen und für die Herstellung von Flaschenkork verwenden.
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Recycling für Verspielte


Wird das Recycling-Thema jetzt auch für die Spielebranche interessant? Die Entwickler der Spieleschmiede Matmi New Media Design Ltd. haben jedenfalls für den britischen Wal-Mart-Entsorgungsbetrieb ASDA das witzige Online-Spiel “Landfill Bill“ kreiert. In dem Flash-Game schlüpft man in die Rolle eines Müllsortierers, der die unterschiedlichsten Abfälle mit einem gekonnten Wurf in verschiedene Behälter wirft. Der Müll läuft über ein Förderband und muss für das Recycling richtig getrennt werden. Gut möglich, dass “Landfill Bill“ nur die Aufwärmübung für eine neue Welle von Recycling-Spielen für Konsolen und PC ist…

Zum Spiel: www.matmi.com/games/landfillbill
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Alter Meister der Recycling-Künste


Der 1991 verstorbene Maler und Bildhauer Jean Tinguely ist der Pionier unter den Recycling-Künstlern. Schon in den 1950er Jahren schuf der Schweizer Avantgardist bewegliche Skulpturen aus dem Schrott der Großstadt und revolutionierte damit den Kunstbetrieb in Paris. Vom 3. Juli bis 9. November 2008 zeigt das Kunsthaus Wien eine umfassende Werkschau mit rund 160 Skulpturen, Zeichnungen, Modellen, Entwürfen, Skizzen und Fotos Tinguelys. Schauen Sie sich das an…

ww.kunsthauswien.com
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Mit Fasten Energie sparen


Rund 19 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der USA wird für die Herstellung, den Transport und die Lagerung von Nahrungsmitteln verwendet. Da die US-Bürger durchschnittlich 3747 Kalorien pro Tag – und damit 1200 bis 1500 Kalorien mehr als empfohlen – in sich hineinfuttern, hat das auch für die Energiebilanz dramatische Folgen. In der Zeitschrift "Human Ecology" zeigen amerikanische Forscher jetzt, mit welchen Maßnahmen der fossile Energieverbrauch der Nahrungsmittelkette um bis zu 50 Prozent gesenkt werden kann. Wichtigste Empfehlung: Die Menschen sollten einfach weniger essen.


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Strom aus Stallmist


Ein Forscherteam der University of Texas in Austin, USA, hat errechnet, wieviel Strom man aus dem Mist von Kühen und anderen Nutztieren gewinnen könnte. Satte 100 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr – knapp drei Prozent des US-Jahresverbrauchs – ließen sich aus dem natürlichen Dünger generieren. Zugleich könnte man damit das Klima schützen, argumentieren die Wissenschafter, denn beim Verrotten von Fäkalien werden die stark klimaschädlichen Gase Methan und Lachgas freigesetzt. Für die Stromgewinnung müsste der Viehdung in einem der Kompostierung ähnlichen Verfahren in Biogas umgewandelt werden. Mit Biogas könnten in weiterer Folge Turbinen für die Stromproduktion angetrieben werden. Die Experten haben errechnet, dass man auf diese Weise die Menge der Treibhausgase, die allein in den USA bei der Stromgewinnung entstehen, um etwa vier Prozent senken kann.
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Elektrorocker aus Elektroschrott


Die Rock-Newcomer des Jahres 2008 kommen aus Neuseeland und vergießen auf der Bühne garantiert keinen Tropfen Schweiß. “The Trons“, so heißt die Band, wurden von ihrem Mastermind Greg Locke (40) aus Elektroschrott und Ersatzteilen zusammengezimmert und begeisterten mit einem Videoclip auf YouTube schon in der ersten Woche mehr als 130.000 User. Ende Juni gab die Roboterband ihr erstes Live-Konzert auf dem Ignition Fringe Festival im neuseeländischen Hamilton. “Bandleader“ Locke, der normalerweise als Maschinenbauingenieur Ernte- und Sortiermaschinen entwickelt, hat über ein halbes Jahr gebraucht, um die kultige Recycling-Combo auf die Beine zu stellen. Der Erfolg gibt ihm recht: “The Trons“ sind ein echter Hit und hatten in Neuseeland auch schon ihren ersten Fernsehauftritt.

Youtube Video anschauen: http://www.youtube.com/watch?v=fVDyzvmGrT8
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87 Millionen Autos weniger…


Die Experten des deutschen Instituts für Ökologie und Politik (Ökopol) haben errechnet, dass jährlich bis zu 247 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart werden könnten, wenn alle EU-Mitgliedsländer ihren Hausmüll halbieren und stattdessen verstärkt recyceln würden. Man müsste 87 Millionen Autos von der Straße nehmen, um im Straßenverkehr soviel CO2 einzusparen.
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Kairos private Müllabfuhr


12.000 Tonnen Hausmüll fallen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo pro Tag an. Von den 17 Millionen Einwohnern der nordafrikanischen Metropole fristen rund 80.000 Menschen als ganz private Müllsammler und -sortierer ihr Dasein. Es handelt sich dabei um die Bewohner des Slums Manshiet Nasser, die traditionell den Abfall in den Straßen der Stadt einsammeln, von Hand sortieren und verkaufen. Zum Beispiel Plastikmüll zur Weiterverarbeitung für zwei ägyptische Pfund pro Kilo (ca. 25 Cent).
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Weltmeister bei Müllgeschäften


Wenn es um das Geschäft mit dem Müll geht, sind die Deutschen Weltmeister. Nach Berechnungen der Unternehmensberatung Roland Berger erwirtschaften die 4500 deutschen Spezialisten für Abfallsammlung, Stofftrennung, Müllaufbereitung und Recycling aktuell einen Umsatz von rund 50 Milliarden Euro - so viel wie in keinem anderen Land weltweit. Damit hat sich das Marktvolumen in der deutschen Kreislaufwirtschaft binnen weniger Jahre nahezu verdoppelt. Und bis zum Jahr 2020 soll der Markt laut Roland Berger noch einmal um mehr als die Hälfte wachsen.
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Beruf: Müll-Psychologe


Die latente Müllkrise im Großraum Neapel führt mittlerweile zu kuriosen Entwicklungen. Unterstaatssekretär Guido Bertolaso, der von der Regierung Berlusconi mit der Lösung des Müllproblems beauftragt wurde, will den genervten Neapolitanern psychologische Hilfe von Katastrophenspezialisten zukommen lassen. 300 freiwillige "Müll- Psychologen" sollen schon bald aus Norditalien in die kampanische Metropole reisen, um den seit Monaten von Gestank und Dreck gebeutelten Menschen beizustehen, berichtete die Zeitung "La Repubblica".
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Mit höheren Recyclingquoten gegen den Treibhauseffekt


Von durchschnittlich 460 Kilogramm auf 520 Kilogramm pro Person ist die Menge der Siedlungsabfälle im Bereich der Europäischen Union im Zeitraum von 1995 bis 2004 gestiegen. Bis zum Jahr 2020 prognostizieren die Experten des European Topic Centre on Resource and Waste Management (ETC/RWM) in Kopenhagen einen weiteren Anstieg um ca. 25 Prozent auf 680 Kilogramm. Von den Vorgaben für die Abfallwirtschaft in der EU und der Umsetzung in den einzelnen Ländern wird es in Zukunft abhängen, welche Auswirkungen auf die Umwelt damit verbunden sind. Kommen künftig verstärkt Recycling und die Müllverbrennung mit Energieverwertung zum Einsatz, könnten die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 sogar beträchtlich sinken. Derzeit werden in der EU 37 Prozent der Siedlungsabfälle recycelt, was eine Verringerung der Treibhausgasemissionen - gerechnet in Kohlendioxid-Äquivalenten - in Höhe von 158 Millionen Tonnen bewirkt. Mit einer Erhöhung der Recyclingquote auf 53 Prozent könnten zusätzlich 89 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Das entspricht dem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 31 Millionen Autos auf Europas Straßen.
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Flugzeugwracks als Goldminen


Mit ausrangierten Passagierflugzeugen kann man viel Geld verdienen. Ein altes Triebwerk in gutem Zustand bringt professionellen Verwertern zwischen 500.000 Euro (für Hilfstriebwerke) und 1,5 Millionen Euro (gut erhaltenes Haupttriebwerk) ein. Auch mit Metallen wie Titan, Stahl und Aluminium kann man beim Ausschlachten von abgewrackten Jets ein hübsches Sümmchen verdienen. Eine alte Boeing 747 beispielsweise hat nach Schätzungen von Experten Aluminium im Wert von 50.000 bis 70.000 Euro an Bord.
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EURO 2008: Mehrwegbecher rechnen sich für den Klimaschutz


Die 0,5-Liter-Mehrwegbecher, die in den Austragungsorten der Fußball-Europameisterschaft auf offiziellen Fanmeilen und in Public-Viewing-Bereichen ausgegeben werden, leisten einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz. Die Stadt Wien hat errechnet, dass man mit den 45.000 Behältern, die schon in den letzten drei Jahren bei 360 Veranstaltungen zum Einsatz kamen, 1,3 Millionen Wegwerfbecher einsparen konnte. Und das entspricht wiederum einer Einsparung von 14 Tonnen Müll bzw. rund 100 Tonnen CO2.
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Preise für Metallschrott auf Rekordhoch


Nicht nur die Spritpreise, auch die Preise für Altmetall kletterten in den letzten Wochen in ungeahnte Höhen. Ursache ist die weltweit rasant steigende Nachfrage der Stahlwerke nach Sekundärrohstoff. So hat sich etwa der Zinnpreis seit dem Jahr 2006 verdreifacht, und der Preis für Stahlschrott ist allein in diesem Jahr um rund 40 Prozent gestiegen. Im April wurde die magische Grenze von 300 Euro pro Tonne Stahlschrott durchbrochen. In Deutschland gab die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) Ende April bekannt, eine Tonne Stahl koste durchschnittlich zwischen 320 und 350 Euro - und damit knapp 80 Euro mehr als noch im März 2008.
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Energiesparlampen sparen CO2 ein


215 Kilogramm CO2-Ausstoß pro Jahr kann ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt durch den Umstieg auf Energiesparlampen einsparen. Und noch eine interessante Zahl: Sollten tatsächlich alle österreichischen Privathaushalte auf Energiesparlampen umsteigen, würde die damit erzielte Stromeinsparung der Leistung von zwei Kraftwerken in der Größe des Donaukraftwerks Freudenau entsprechen.
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"Big Brother" als Waste-Watcher


Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: In der australischen Metropole Sydney werden jetzt erstmals Mülltonnen mit integrierten Funkchips an die Bewohner ausgegeben. Mit den schlauen elektronischen Helfern wollen die Behörden die Haushalte beim Müllsortieren überwachen und die Recyclingquoten in die Höhe treiben. Insgesamt werden in Sydney 78.000 neue Abfallbehälter mit Chips verteilt. Die städtische Müllabfuhr kann die geleerten Mülltonnen identifizieren und den jeweiligen Haushalten zuordnen. Speichern lassen sich Menge, Gewicht und Art des Mülls. Die Behörden wissen künftig nicht nur, wie viel Müll jede einzelne Familie produziert, sondern können auch feststellen, ob die Haushalte den Müll richtig sortieren. Gegen Einwände von Datenschützern setzte sich der Bürgermeister der Millionenstadt entschieden zur Wehr: Man wolle sich mit der Aktion nur auf ohnehin bekannte Problembezirke konzentrieren und das Recycling vorantreiben.
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Belohnung für Hinweise auf Kupferdiebe


Der Trend zum Metalldiebstahl treibt völlig neue Blüten. Erstmals hat jetzt ein Recyclingbetrieb im deutschen Opladen für die Ergreifung von professionellen Kupferdieben eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Zuvor hatte eine Diebsbande mehr als 10 Tonnen Kupfer vom Hof des Betriebes gestohlen. Und das, obwohl das Unternehmen nach einer Diebstahlsserie im Jahr 2007 auf dem gesamten Firmengelände eine sündteure Videoüberwachungsanlage installiert hat. Die Täter umstellten einfach die Videokameras und umgingen geschickt die Alarmanlagen.
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Biohemden aus Sojabohnen


Modefirmen springen neuerdings gern auf den Öko-Zug auf und bieten Kollektionen aus umweltfreundlichen, biologisch abbaubaren Materialien an. Auch Sportartikelhersteller Adidas hat seit Anfang April eine Biolinie im Programm. Wie das Unternehmen mitteilt, bestehen diese Produkte aus Stoffen wie Jute, Hanf, Bambus oder Gummi mit recycelten Reishülsen. Wer es noch exklusiver will, findet bei Adidas sogar Hemden aus einer "Mischung von Sojabohnen und organischen Baumwollgeweben", bei denen auf der Kragenrückseite Sonnenblumenkerne eingearbeitet sind. Dass beim Bio-Zwirn auch auf die Verwendung von ursprünglichen, natürlichen Farben geachtet wird, versteht sich von selbst…
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Das Mooresche Gesetz und die Folgen


Die Produktzyklen bei Computern werden immer kürzer. Das hat schon Gordon Moore, Mitbegründer des Computerchip-Herstellers Intel, vor rund 40 Jahren erkannt. Das Mooresche Gesetz besagt, dass sich die Rechenleistung der Computer etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Das heißt, Rechner, die heute verkauft werden, sind spätestens in zwei Jahren bereits veraltet. Spätestens deshalb, weil bedingt durch neue Software immer früher neue Hardware nötig wird. Damit steigt aber auch die Anzahl der ausrangierten Geräte pro Jahr rasant an. Die amerikanische Umweltschutzbehörde hat zum Beispiel errechnet, dass in naher Zukunft allein in den USA jährlich 30 bis 40 Millionen PCs entsorgt werden müssen.
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Täglich eine Apfelernte im Müll


Laut einer neuen Studie von "Love Food Hate Waste" ("Wir lieben Essen und hassen Abfall") - eine Kampagne der britischen Regierung - werden in Großbritannien täglich unglaubliche 4,4 Millionen ganze Äpfel einfach unberührt weggeworfen. Insgesamt wandern in den britischen Haushalten pro Jahr einwandfreies Obst und Gemüse im Wert von rund 3 Milliarden Pfund Sterling (umgerechnet ca. 3,8 Milliarden Euro) in den Müll.
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Plastikmüll im Meer: Aktuelle Zahlen


Der Müll im Meer wird zu einem immer größeren Problem. Laut einer Studie des UN-Umweltprogramms UNEP treiben mittlerweile auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche 18.000 Plastikteile. Forscher des französischen Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung haben herausgefunden, dass sogar am Meeresboden in der Arktis rund 15 Millionen Stück Müll liegen, davon 80 Prozent Plastikteile. Im nordwestlichen Mittelmeer lagern übrigens ungefähr 300 Millionen Stück Müll, am Boden der Nordsee vor Dänemark 150 Millionen. Nach Schätzungen der Experten werfen auch Schiffsbesatzungen - trotz eines internationalen Verbots - Jahr für Jahr ca. fünf Millionen Tonnen Plastikmüll über Bord.
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Was ist "Urban Mining"?


So nennt sich eine neue, von der Stadt Wien geförderte Forschungskooperation, die sich speziell der Rückgewinnung von Wertstoffen aus dem Müll widmen soll. Das Projekt zählt zu den "Vienna Spots of Excellence", erstreckt sich über vier Jahre und wird von den Wiener TU-Instituten für Ressourcenmanagement und Verfahrenstechnik sowie der Firma ASH DEC Umwelt AG durchgeführt. Konkretes Ziel der Forschungsarbeit ist es, ein Konzept zu entwickeln, wie eine Stadt wie Wien ihre Rückstände aus der Verbrennung von Aschen und Schlacken in Zukunft bewirtschaften soll.


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Deutscher Mehrweg-Filmpreis


In Deutschland wurde 2008 bereits zum zweiten Mal der "Mehrweg-Filmpreis" vergeben. Mit dem Award würdigen die deutsche Umwelthilfe e.V. und die Stiftung Initiative Mehrweg besonders kreative Werbespots und Kurzfilme, "die mit Witz, Charme und Einfallsreichtum dazu beitragen, Mehrwegprodukte als Umwelt- und Qualitätsmarke zu etablieren". Beim diesjährigen Wettbewerb standen die Vielseitigkeit, Umweltfreundlichkeit und kulturellen Werte der Mehrwegflasche im Mittelpunkt.
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Windenergieanlagen gefährden Fledermauspopulation nicht


Nachdem in Deutschland in der Nähe von Windenergieanlagen mehrere tote Fledermäuse gefunden wurden, brachte nun eine Studie Klarheit in den "Konfliktbereich Fledermäuse und Windenergieanlagen". Untersucht wurde das Umfeld von insgesamt 137 Windenergieanlagen in 24 Windparks in Sachsen. Fazit: Windenergieanlagen haben keinen übermäßigen Einfluss auf die Population von Fledermäusen. "Jede tote Fledermaus ist eine zuviel", stellt dazu Dr. Martin Maslaton, Landesvorstand des Bundesverbands Windenergie in Sachsen, klar. "Jedoch weist die Studie auch nach, dass der Einfluss von Windenergieanlagen auf diese bedrohte Tierart nicht größer ist als zum Beispiel der von Gebäuden, Bundesstraßen und Autobahnen." Bei künftigen Genehmigungsverfahren müsse man deshalb zwar Aspekte des Naturschutzes selbstverständlich berücksichtigen, aber auch die Verhältnismäßigkeit zwischen Naturschutz und dem Einsatz erneuerbarer Energien im Auge behalten.
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Chip-Sportschuh ist kein Elektroschrott


Viele Sportschuhe sind heute mit technischen Spielereien (Lichteffekte, Chips, etc.) ausgestattet. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es sich bei ausrangierten "Sneakers" dieser Art nicht vielleicht um Elektroschrott handelt. Das deutsche Bundesverwaltungsgericht verneinte dies kürzlich in einem Grundsatzurteil und entschied damit in einem seit drei Jahren schwelenden Streit zwischen dem Sportartikelriesen Adidas und der für Elektroschrott zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte (EAR) zugunsten des Sportschuh-Herstellers. In der Sohle eines aktuellen Adidas-Laufschuhmodells steckt nämlich ein kleiner Motor, der den Schuh beim Laufen mit Hilfe von Mikrochips automatisch dämpft. Die Stiftung vertrat den Standpunkt, der Schuh sei deshalb als Elektrogerät einzustufen. Adidas müsse sich daher offiziell als Elektrohersteller registrieren lassen und wäre für das Recycling des Schuhs verantwortlich. Doch das hohe Gericht befand: Ein Sportschuh ist ein Sportschuh und muss deshalb auch nicht als Elektroaltgerät entsorgt werden.
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Auf dem Weg zum 100-Prozent-Recyclinghandy


Wurde aber auch Zeit: Als erster Hersteller hat Nokia auf dem Mobile World Congress 2008 in Barcelona den Prototypen eines "grünen" Mobiltelefons präsentiert, das ausschließlich aus Recycling-Materialien besteht. Auch wenn es sich beim "Remade" getauften Gerät nur um einen Konzeptentwurf handelt, geht das Projekt über die bisher bekannten "grünen" Ansätze in der Handy-Produktion hinaus. Bislang wurden von diversen Herstellern nämlich nur biologisch abbaubare oder auf andere Art verwertbare Handy-Hüllen angeboten. Das elektronische Innenleben der Handys wurde davon nicht erfasst. Nokia hingegen will nach eigenem Bekunden auch beim technischen Innenleben umweltfreundlichere Technologien - wie zum Beispiel gedruckte Elektronik - verwenden. Auch auf Metall von Aluminiumdosen, Plastik aus Getränkeflaschen und Gummi alter Autoreifen will das "Remade"-Designerteam zurückgreifen.
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80 Millionen ausgediente Fernseher in den USA?


In Österreich hat das digitale Fernsehen (Stichwort: DVB-T) ja schon Einzug gehalten - und viele TV-Konsumenten haben sich im Zuge der Umstellung gleich ein neues TV-Gerät zugelegt. Das gleiche Schicksal droht jetzt vielen Fernsehern in den USA. Wenn im Februar 2009 das gesamte US-Fernsehen auf digitale Programme umgestellt wird, werden die Amerikaner Expertenschätzungen zufolge bis zu 80 Millionen Fernseher wegwerfen. Denn auch hier gilt: Wer am Tag X ein analoges Empfangsgerät besitzt, muss einen Decoder zwischenschalten oder ein neues digitales TV-Gerät kaufen.

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