Home
Home Subsite

Green Fashion – der Dresscode der Öko-Szene

Nachhaltigkeit und Fair Trade haben heute auch in der Modewelt ihren festen Platz. Von Prêt-à-Porter-Mode aus Naturtextilien bis zu veganer Mode reicht die Bandbreite der Öko-Labels, hinter denen zumeist engagierte Jungdesigner stehen. Ein Streifzug durch die neue grüne Fashion-Szene.

Der Trend spiegelt sich auf Modemessen und Einkaufsstraßen gleichermaßen wider: Öko-Fashion ist heute omnipräsent, Nachhaltigkeit für viele Designer eine Philosophie, die ihren Kreationen den Stempel aufdrückt. Egal, ob es sich nun um Recycling-Mode handelt, Bio-Qualität im Vordergrund steht oder streng nach Fair-Trade-Grundsätzen vor allem Wert auf ethische Standards und soziale Gerechtigkeit in der Produktion gelegt wird - Kunden mit ausgeprägtem ökologischem Bewusstsein finden heute in den einschlägigen Boutiquen eine große Auswahl an entsprechender Kleidung. 

Hier aktuelle Angebote im Überblick:

Fair Trade Kleidung

Bei fair gehandelter Kleidung stehen jene Prinzipien im Vordergrund, die generell für Fair Trade gelten: ein faires Preis-Leistungsverhältnis, das einen festgelegten Mindestpreis in der Erzeugung inkludiert, sowie bestimmte Umwelt- und Sozialstandards (sozialverträgliche Arbeitsbedingungen, gerechte Bezahlung). Der Käufer von fair gehandelter Kleidung beteiligt sich aktiv am fairen Handel und trägt etwas dazu bei, dass bei der Produktion von Kleidung in Entwicklungsländern keine Kinderarbeit, schlechte Bezahlung oder giftige Stoffverarbeitung (Pestizide, Herbizide) zum Einsatz kommt.
"Fair Trade Fashion" besteht zumeist aus Bio-Rohstoffen (Baumwolle, Hanf, Leinen), ist aber heute von herkömmlicher Kleidung kaum zu unterscheiden.
WearFair

Die WearFair in Linz konzentriert sich seit 2007auf öko-faire Bekleidung. Zuletzt waren im September 2012 mehr als 120 „weltbewusste" Modemarken und 60 AusstellerInnen aus ganz Europa vor Ort. Veranstaltet wird die Messe von der Agentur Südwind und GLOBAL 2000, unterstützt wird sie von der Arbeiterkammer Oberösterreich.

Die WearFair bietet auch einen Shopping-Guide mit nachhaltigen Modelabels (Österreich und benachbartes Ausland), Shops und Infos zu Fair-Trade-Gütesiegeln an. Eine gute Orientierungshilfe für alle, die in Österreich nach „Green Fashion" suchen.

 

WearFair 2013:

27.09. bis 29.09.2013 in der Tabakfabrik Linz

www.wearfair.at/

 

Bild: WearFair
Göttin des Glücks (GdG)

Erstes öko-faires Modelabel aus Österreich, stellte schon vor Jahren die gesamte Modeproduktion auf fairen Handel und Fair-Trade-zertifizierte Biobaumwolle um. GdG mit Hauptsitz in der Fasangasse im dritten Wiener Gemeindebezirk wurde 2005 gegründet, wird von einem DesignerInnen-Kollektiv geleitet, hat seit 2012 einen eigenen Vertrieb und designt coole Wohlfühlmode. GdG ist das einzige Label, das von der Baumwollproduktion über die Konfektion bis zum Vertrieb sowohl ökologisch als auch Fair-Trade-geprüft ist. Kollektion: U.a. Damen-Oberbekleidung, Unterwäsche für Damen und Herren, Sportbekleidung für Damen und Herren, Übergrößen bis Größe 52.

 

Website:

www.goettindesgluecks.com

 

Zum Webshop:

http://www.goettindesgluecks.com/webshop/damen/shirt

 

GdG-Shops:

Shop 1: Operngasse 32, 1040 Wien, Tel:+43/676/3587415, Öffnungszeiten: Mi-Fr 11-18h, Sa 10-16h
Shop 2: Hofgasse 3, 8010 Graz, Tel: +43/676/4336919, Öffnungszeiten: Mo-Sa, 10:30-18h
Shop 3: Herrenstraße 2, 4020 Linz, Tel: +43/676/6093040, Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-18h, Sa 10-14h

 

Bild: Göttin des Glücks
Anukoo Fair Fashion

Die Modemarke von EZA Fairer Handel (Österreichs größter Fair Trade Importorganisation, 1975 in Salzburg gegründet) setzt auf direkte Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen auf Mauritius, in Indien, Peru und Bolivien. Statement: „Allen gemeinsam ist der Anspruch, menschenwürdig zu produzieren, die Umwelt zu schonen und einen fairen Lohn zu erzielen". Erhältlich ist die Anukoo-Kollektion im gleichnamigen Shop in der Gumpendorfer Str. 28, 1060 Wien, auf www.anukoo.com, in Weltläden - den Fachgeschäften für Fairen Handel - sowie in ausgewählten Boutiquen.

 

Website:

www.eza.cc/anukoo

 

Zum Online-Shop:

http://www.eza.cc/shop/

 

Anukoo-Shop:

Gumpendorfer Straße 28
1060 Wien

 

Bild: Anukoo
Anzüglich

Das Modelabel der Südsteirerin Bawi Koszednar setzt auf fair getradete Biobaumwolle und arbeitet mit einem Sozialprojekt in Peru zusammen - es ermöglicht gehörlosen Frauen als selbstständige Schneiderinnen zu arbeiten. Mission Statement: „Mode von anzüglich fordert die Trägerin zu kreativen Handlungen an sich und am Kleidungsstück auf"

 

Website:

www.anzueglich.at

 

Anüglich green fashion Shop:

Theobaldgasse 9/1a, 1060 Wien

Öffnungszeiten: Mi.-Fr.: 11-18 Uhr, Sa.: 11-16 Uhr

 

Bild: Anzüglich
Petramark *ein grünes Kleid

Modelabel von Petra Mark, gebürtige Münchnerin mit Wohnsitz Burgenland. Selbstdarstellung: Designerin mit ökosozialem Bewusstsein. Ateliers in Wien und München. Arbeitet vorwiegend mit Walkstoffen, die nach traditioneller Methode in der Bergwelt Griechenlands produziert werden, und Bio-Denim. Parkas, Mäntel, Jacken, Taschen. Entwirft auch Wohndesign, zuletzt „wrap me", ein „multifunktionales Liege-, Sitz-, Schlafelement in Zopfform aus Biostrickwalk mit Dinkelspelzfüllung", das u.a. im April 2013 auf der Internationalen Möbelmesse in Mailand gezeigt wird.

 

Website:

http://www.petramark.de

 

Shop:

Krongasse 20

1050 Wien

Do-Fr 16 bis 20, Sa 12 bis 18 Uhr.

 

Bild: Petramark

Upcycling: Mode aus Abfallresten

Fashion aus Abfallresten – das ist der neue Trend in der Modebranche. Egal ob Stoffreste, Verschnitte oder anderer textiler Abfall, viele Designer haben die Zeichen der Zeit erkannt und gehen jetzt dazu über, aus den tausenden Tonnen an Modemüll angesagte Öko-Fashion zu kreieren.
Milch

Das Wiener Modelabel „Milch" wurde von Cloed Priscilla Baumgartner 1998 gegründet. Milch fertigt aus bereits getragenen Herren-Anzügen und Herrenhemden neue intersaisonale Klassiker wie die Hosenkappe „Gavroche" oder das ein Neckholder-Hosenkleid „Marilinne". Egal ob Kleidung und Accessoires: jedes Stück ist ein Unikat.

Erhältlich in mehreren Modegeschäften in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Cloed P. Baumgartner betreibt in Wien auch den „Y5 - Eco Fashion Showroom" zur Präsentation und Verbreitung des grünen Mode-Gedankens.

 

Website und Online-Shop:

http://milch.mur.at/

 

Y5 Eco Fashion Showroom:
Yppenplatz 5
A-1160 Wien
Öffnungszeiten: jeden Samstag von 11 bis 15 Uhr

 

Bild: Milch
km/a

Modelabel von Katha Harrer und Michael Ellinger. Die Designer entwerfen und produzieren Unikate aus ungewöhnlichen Materialien und benutzen für jede Kollektion eine andere Materialart. Beispiele: k/fall (Jacken und Kleider aus Fallschirmen aus den 60'ern), k/undercover (Mäntel aus gebrauchten Armeedecken unterschiedlichster Länder) und k/tent (Parkas und Trenchcoats aus gebrauchten Zeltplanen). Von km/a stammen auch die Mäntel im Film „Mein halbes Leben" von Marko Doringer.

 

Website:

www.kmamode.com

 

Showroom:

Helferstorferstraße 6/4A

1010 Wien

 

Shop (Combinat):

Quartier 21/Museumsquartier Wien

1070 Wien

 

Bild: km/a
STEINWIDDER

Modelabel der Designerin Anita Steinwidder. Entwickelt seit Juni 2007 in diversen Transformationsprozessen von Kleidung desselben Typs unter anderem ihre bekannteste Kollektionsreihe „shape": Alte Socken wie nach einem Baukastenprinzip aneinandergereiht und zu dreidimensionalen Kleidungsstücken - Shirts, Pullover, Kleider - modelliert.

Aktuelle Kollektion: „640 Hours - For Some Seconds Of Moments".

 

Website:

http://www.steinwidder.com

 

Bild: Steinwidder
Gabarage

Altmaterialien aus Industrie- und Gewerbebetrieben werden als wertvolle Ausgangsmaterialien für kreative Designstücke verwendet. Im Modebereich auf Taschen („Gaba-Bags"), Accessoires und Schmuck spezialisiert. Taschen aus Aktenordnern, Kegelvasen aus Bowling-Pins und mehr. Weiters: Lampen, Möbel, Regalsysteme.

 

Website:

http://www.gabarage.at

 

Shop & showroom:

Schleifmühlgasse 6,

1040 Wien

Mo-Do, 10-18, Fr von 10-19, Sa von 11- 17

 

Bild: Garbarage

Vegane Mode

Veganismus ist eine Lebensphilosophie, die von vielen Veganern auch bei Textilien praktiziert wird. Sie tragen vegane Produkte, die vollkommen frei von tierischen Bestandteilen sind. Beispiele dafür sind vegane Schuhe ohne tierische Stoffe oder Bio-Jeans ohne Leder-Aufsätze. Auf Stoffe wie Bienenwachs, Leder, Wolle und Seide wird bei der Herstellung veganer Mode verzichtet.
Muso Koroni

Die Steirerin Jasmin Schister eröffnete 2012 den ersten veganen Modeshop Wiens. In der veganen Boutique in der Josefstadt werden ausschließlich Kleidung und Produkte verkauft, die ohne tierische Inhaltsstoffe hergestellt wurden. Das „Muso Koroni" - für den Namen stand eine westafrikanische Göttin Pate - bietet u.a. Gürtel aus Kunstleder, T-Shirts aus pestizidfreier Baumwolle, Schuhe aus Kork sowie Jacken aus recycelten PET-Flaschen an. 40 Marken umfasst das Angebot. Besonders exotisch: Herren-Winterschuhe aus Portugal mit Sohlen aus recycelten Autoreifen.

 

Website:

http://www.muso-koroni.com/

 

Shop

Josefstädter Straße 33/1-2
1080  Wien
Mo-Fr 10- 19 Uhr, Sa 10-17 Uhr

 

Bild: Muso Koroni
Green Ground

In dieser Wiener FairFashion-Boutique findet man u.a. vegane Taschen aus recyceltem Polyester. „Green Ground" wurde 2008 eröffnet und ist auf junge Biomode spezialisiert. Angeboten werden hier ausschließlich Textilien aus 100-prozentiger Bio-Baumwolle, Bio-Leinen, Hanf, Wolle und modernen Recycling-Materialien.

 

Website:

http://www.greenground.at

 

Shop:

Servitengasse 11
1090 Wien

Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di- Fr 12-19 Uhr, Sa 11-17 Uhr

 

Bild: Green Ground
Veganz - Veganer Supermarkt

Ab April 2013 will die deutsche Vegan-Supermarktkette „Veganz" auch in Wien-Mariahilf eine Filiale eröffnen. Veganz verkauft für Anhänger des fleischlosen Lebensstils ausschließlich ohne tierische Produkte und ohne Tierversuche hergestellte Lebensmittel, Kosmetika und Waschmittel. Auch ein Bistro und ein Back-Shop sollen im Komplex enthalten sein.

 

Website:

www.veganz.de/

 

Bild: Veganz

 

Veröffentlicht am 20.03.2013



© UFH 2013 | Impressum