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Der etwas andere Biokunststoff

Der japanische Elektronikriese NEC hat einen neuartigen Biokunststoff aus nicht-essbaren Pflanzenbestandteilen entwickelt.

Angesichts der Nahrungsmittelknappheit, mit der große Teile der Weltbevölkerung zu kämpfen haben, standen Biosprit und Biokunststoffe aus genießbaren Pflanzen wie Mais oder Raps zuletzt im Kreuzfeuer der Kritik. Nun hat der Elektronikkonzern NEC nach eigenen Angaben den ersten haltbaren Biokunststoff aus nicht-essbaren Pflanzenbestandteilen entwickelt. Das Material besteht zum großen Teil aus Cellulose, die mit der ölartigen Substanz Cardanol modifiziert wird. Beide Basisstoffe werden aus für Menschen ungenießbaren Nebenprodukten landwirtschaftlicher Prozesse gewonnen: Cellulose aus Pflanzenstängeln, Cardanol aus der Schale von Cashewnüssen. Die pflanzlichen Anteile im so gewonnenen Kunststoff machen 70 Prozent aus. Herkömmliche Bio-Kunststoffe aus Cellulose enthalten dagegen große Mengen erdölbasierter Additive. Das Endprodukt von NEC ist hitzebeständig, wasserabweisend, nicht kristallin und so stabil, dass es für die Gehäuse von Computer- und Unterhaltungselektronikgeräten verwendet werden kann. NEC will den Kunststoff weiter verbessern, damit er für die Massenproduktion von Elektronikgeräten zum Einsatz kommen kann.

Bild: Stefan Klövekorn / pixelio.de

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