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Nachwehen der Schweinegrippe

Da die Schweinegrippe-Hysterie im Winter fühzeitig abebbte und aus der geplanten Massenimpfung ein Massenflop wurde, muss der Impfstoff jetzt teuer entsorgt werden.

Von der Pandemie keine Spur, dafür aber jede Menge Müll: Das ist die Bilanz, die Apotheken, Pharmaindustrie und Gesundheitsverwaltungen rund ein halbes Jahr nach den ersten Schweinegrippe-Fällen ziehen können. Was zur größten Massenimpfung aller Zeiten werden sollte, scheiterte praktisch in ganz Europa an der mangelnden Impfbereitschaft der Menschen. Die Hersteller blieben auf dem Impfstoff sitzen – und da auch Medikamente ein Ablaufdatum haben, landen die Impfdosen jetzt nach und nach im Müll. Die Gesundheitsverwaltung der deutschen Hauptstadt Berlin meldete schon im Februar, dass inzwischen über 10.000 Dosen mit dem Impfstoff Pandemrix im Wert von rund 90.000 Euro abgelaufen sind und entsorgt werden müssen.
Noch ist freilich nicht der gesamte gelagerte H1N1-Impfstoff wertlos. Nur wenn ein Zehnerpack Pandemrix einmal geöffnet wird, muss der Wirkstoff innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden. Bleibt der Zehnerpack verschlossen, ist der Wirkstoff noch zwei Jahre haltbar.
Wie auch immer, die Schweinegrippe-Impfstoffe Celtura, Focetria und Pandemrix müssen beizeiten entsorgt werden. Wobei der Impfstoff Pandemrix Quecksilber enthält und somit in den Sondermüll gehört.
Und wer bezahlt den gesundheitspolitischen Megaflop? In Berlin ist es der Steuerzahler, andernorts wird die Frage noch heiß diskutiert.
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