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Caritas-Aktion gegen Lebensmittelverschwendung

Allein in Wien landen jährlich rund 9.000 Tonnen einwandfrei genießbare Lebensmittel im Müll. Andererseits leben in Österreich laut Statistik Austria rund eine Million Menschen an der Armutsgrenze. In Wien sind 148.000 Menschen von akuter Armut betroffen.

Diesen Widerspruch will die Caritas nicht länger hinnehmen – und hat nun das Projekt LEO (Lebensmittel und Orientierung) ins Leben gerufen. Damit soll erreicht werden, dass weniger Lebensmittel im Müll landen, sondern an Menschen, die in Armut leben, weitergegeben werden. In Kooperation mit Wiener Pfarren will die Wohltätigkeitsorganisation die Ausgabe von Lebensmitteln an Armutsbetroffene mit einem individuellen, kostenlosen Beratungs- und Orientierungsangebot kombinieren. Zum Start am 16. November sind zehn von Ehrenamtlichen und Sozialarbeitern betreute Lebensmittel-Ausgabestellen in Wiener Pfarren geplant. Soforthilfe soll mit Beratung gekoppelt werden. Armutsbetroffene Menschen erhalten zur Entlastung des Haushaltbudgets Lebensmittel im Sinne einer ausgewogenen Ernährung zu einem symbolischen Preis. Ziel ist es, ein wohnortnahes und flächendeckendes Angebot in ganz Wien zu schaffen. „Parallel dazu werden die Menschen von diplomierten Sozialarbeitern bedarfsgerecht und individuell beraten und informiert. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe, so Bettina Schörgenhofer, Caritas-Bereichsleiterin Soziale Arbeit. Das Projekt soll dazu beitragen, dass einwandfreie Lebensmittel, die als Folge überzogener Konsumansprüche und gängiger Praktiken in Supermärkten bedenkenlos als Müll bzw. Überschuss entsorgt werden, verwertet werden. „Es ist wirklich unglaublich: Mit der Menge an Brot, die täglich in Wien weggeworfen wird, könnte man ganz Graz versorgen“, erklärt Michael Landau, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien.

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