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Neu im Kino: Dokumentarfilm über Plastikmüll

Mit seinem Film „Plastic Planet“ hat Regisseur Werner Boote eine erschütternde Dokumentation über die Auswirkungen des Plastikmülls in die Kinos gebracht.

„Plastik ist praktisch überall - sogar in unserem Blut“. Das sagt Regisseur Werner Boote, nachdem er zehn Jahre lang Informationen über Kunststoffe gesammelt und tausende Kilometer auf der Welt zurückgelegt hat. Für seinen Film „Plastic Planet“, der seit 18. September 2009 in den österreichischen Kinos gestartet ist, hat der österreichische Regisseur und Autor hunderte Interviews mit Vertretern der Kunststoffindustrie, Umweltschützern, Wissenschaftlern und Medizinern geführt. Der Film zeigt auf drastische Weise, welche Folgen unsere Kunststoffwelt für das Leben auf der Erde hat. Selbstverständlich ist auch der „Great Pacific Garbage Patch“, der mittlerweile auf 700.000 Quadratkilometer geschätzte Müllstrudel aus Plastikteilen im Pazifik ein Thema. Werner Boote kann mit beklemmenden Zahlen aufwarten: Zum Beispiel, dass heute in den Weltmeeren sechs Mal mehr Plastikmüll zu finden ist als Plankton. Oder dass Kunststoffe bis zu 500 Jahre in Böden und Gewässern überdauern können und mit ihren zahllosen Zusatzstoffen das menschliche Hormonsystem schädigen. Der Film zeigt auch viele Bilder, die nachdenklich stimmen. Eines davon ist die Sahara in Marokko: Wo einst der Monumentalfilm "Lawrence von Arabien" gedreht wurde, liegen heute Tonnen von Plastikabfällen, die vom Wind in alle Richtungen vertrieben werden. In Deutschland und in der Schweiz kommt „Plastic Planet“ voraussichtlich Anfang 2010 in die Kinos.

Film-Homepage von „Plastic Planet“
Homepage von Regisseur Werner Boote


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