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Neue Aschenbecher für mehr Sauberkeit in Wien

Die Wiener MA 48 setzt im Kampf gegen die Verschmutzung des öffentlichen Raums durch weggeworfene Zigarettenstummel auf neue Aschenbecher mit der Aufschrift „Host an Tschick?“.

Die Zahl spricht für sich: Rund 868 Millionen Zigarettenstummel landen jährlich in Wien am Boden. Kein Wunder also, dass Umweltstadträtin Ulli Sima und die MA 48 der Wegwerfmentalität von Rauchern etwas entgegensetzen wollen.
Mitte September hat die Umweltabteilung deshalb neue Aschenbecher mit der Aufschrift „Host an Tschick?“ präsentiert. Die neuen Aschenrohre bestehen aus einem feuerfesten Metallzylinder, fassen über 1000 Zigarettenstummel und sollen für mehr Sauberkeit in der Bundshauptstadt sorgen. Sie ergänzen die 5700 Papierkörbe in der Stadt, die schon bisher mit Aschenbechern ausgestattet wurden. Die Entleerung erfolgt über eine Klappe am unteren Ende, die von der MA 48 selbst entwickelt und beim Patentamt angemeldet wurde. In der ersten Ausbaustufe sind ca. 250 Stellen zur Aufstellung der neuen Aschenbecher-Rohre geplant. Es handelt sich vor allem um Orte mit hoher Frequenz, wie U-Bahn-Stationen, Haltestellen oder Ämter. „Es gibt längst keine Ausreden mehr, Zigarettenstummel ordentlich zu entsorgen. Das Angebot der MA 48 steht", betont die Wiener Umweltstadträtin. Zigarettenstummel stellen in Wien neben liegen gelassenem Hundekot, „entführten“ Einkaufswagerln und illegal abgelagertem Sperrmüll eines der größten Probleme für die Sauberkeit auf öffentlichen Plätzen dar. Aber auch die Auswirkungen für die Umwelt sind nicht zu unterschätzen: Zigaretten verrotten erst nach ein bis fünf Jahren, sind auf herkömmliche Weise von Grünflächen nur sehr schwer zu entfernen und ziehen noch mehr Dreck an. Außerdem ist die Brandgefahr durch Zigarettenkippen nicht zu unterschätzen.
In Wien sind die WasteWatcher befugt, bei Nichtbefolgen der ordnungsgemäßen Entsorgung „Tschik-Sünder“ zu ermahnen, aber auch Organstrafmandate in der Höhe von 36 Euro zu verhängen.

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