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Recyclingsystem für Solartechnik im Aufbau

Heizen mit Sonnenenergie liegt voll im Trend, doch auch die Solartechnik wird in den kommenden Jahren für größere Mengen an „Elektroschrott“ sorgen. Die Branche hat deshalb schon jetzt mit dem Aufbau eines Recyclingsystems begonnen.

Wie jede andere Energiegewinnung erfordert auch die Nutzung der Sonnenenergie einen gewissen technischen Aufwand. Unter anderem kommen bei der Solartechnik Solarmodule zum Einsatz: mehrheitlich kristalline Modelle oder Dünnschicht-Modelle, die hauptsächlich aus Glas, Aluminium, Kunststoff sowie – je nach Technik – aus Silizium oder Cadmium-Tellurium-Verbindungen bestehen.
Die Module sind recht langlebig. Experten rechnen damit, dass frühestens in 15 bis 20 Jahren größere Mengen ausgedienter Geräte anfallen werden. So gesehen könnte sich die Solarbranche mit dem Aufbau eines Recycling-Netzes also Zeit lassen. Doch der dafür zuständige Verein PV Cycle mit Sitz in Brüssel, in dem 43 Unternehmen bzw. rund 80 Prozent der europäischen Hersteller Mitglied sind, will schon im Herbst 2009 seine Arbeit aufnehmen und erste Module einsammeln.
Eine Schlüsselrolle spielen in diesem System die Installateure. Kunden sollen ausrangierte Module beim Installateur ihrer Wahl abgeben können, dieser schickt die Teile anschließend in spezielle Recyclingwerke.
Rund 60 Prozent der Module will PV Cycle erfassen. Pro Modul sollen 80 Prozent recycelt werden. Vorrangiges Ziel ist dabei, nicht nur Massenstoffe wie Aluminium zu „retten“, sondern auch seltene Metalle und Halbmetalle, die nur in Spuren enthalten sind, in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Wissenschaftler des Berliner Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) haben in diesem Zusammenhang bereits darauf hingewiesen, dass auch die Zukunftstechnologie Solarenergie auf seltenen fossilen Rohstoffen basiere, die rechtzeitig in einen Stoffkreislauf überführt werden müssten.

Zur Homepage von PV Cycle
www.pvcycle.org

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