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Weniger Betonabfall durch Pflanzenstärke

Die deutsche Südzucker AG will ein geeignetes Additiv aus pflanzlicher Stärke entwickeln, um Abfälle beim Betonbau zu reduzieren.

Ein pflanzliches Additiv könnte künftig verhindern, dass Teile des Betons beim Nass-Spritzverfahren von den zu bearbeitenden Flächen abprallen. Wie die deutsche Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) kürzlich meldete, sucht die Südzucker AG aus Mannheim – der größte Zuckerproduzent Europas – bereits intensiv nach der richtigen Stärkerezeptur, um mit Hilfe dieses Verfahrens Betonabfälle auf Baustellen deutlich zu reduzieren.
Die Abfallvermeidung im Betonbau macht auch aus ökologischer Sicht Sinn, denn bei den gebräuchlichsten Verfahren, dem Nass- und dem Trockenspritzverfahren, kommen große Mengen an Chemikalienzusätzen zum Einsatz. Der durch den Rückprall entstehende Abfall wird deshalb als Sondermüll eingestuft. Wenn man bedenkt, dass in Europa pro Jahr mehr als drei Millionen Kubikmeter Spritzbeton verarbeitet werden, könnte durch eine bessere Haftung des frisch aufgetragenen Betons viel Abfall eingespart werden. Die größte Herausforderung für die Forscher: Das Additiv soll die qualitativen Eigenschaften des Betons nur im Hinblick auf seine Rückprallneigung verändern, diverse andere Parameter dürfen sich nicht verschlechtern und auch mit weiteren Zusätzen muss das Additiv verträglich sein.
Unter dem Namen „Amitrolit“ verkauft die Südzucker-Tochter Argana bereits ein ähnliches Produkt für den Trockenspritzbeton-Sektor.

Homepage der Südzucker AG
www.suedzucker.de/


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