Gefährlich: Müll aus dem Autofenster

Laut Angaben der ASFINAG werden österreichweit entlang der Autobahnen und Schnellstraßen jährlich rund 12.500 Tonnen Müll eingesammelt. Und eine Studie der Wirtschaftsuniversität Wien im Auftrag der Magistratsabteilung 48 ergab, dass allein in Wien pro Jahr knapp 868 Millionen Zigarettenstummel mit einem Gesamtgewicht von mehr als 300 Tonnen zusammengekehrt werden. Ein großer Teil davon stammt aus Autos.
Zwei Zahlen, die belegen: Auf den Straßen sammelt sich jede Menge Müll an. Vor allem im Sommer neigen viele Autofahrer dazu, einfach das Autofenster zu öffnen und Abfall – vom „Tschik“ bis zu Verpackungsresten – ohne Rücksicht auf die Umwelt oder nachfolgende Lenker loszuwerden.
Deshalb appellierte jüngst der ARBÖ an die Autofahrer, auch im Fahrzeug zum Umweltbewusstsein beizutragen und nicht zum Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer zu werden. Tenor der Aussendung: „Dadurch werden nicht nur die Straßen verschmutzt, sondern es können auch nachfolgende Fahrzeuglenker irritiert, Zweiradfahrer oder Fußgänger sogar gefährdet werden.“ Interessantes Detail am Rande: In Wien können die „Waste Watcher“ im Rahmen des Wiener Reinhaltegesetzes auch Verunreinigungen durch Autofahrer bestrafen. Wirft jemand beispielsweise eine PET-Flasche aus dem fahrenden Auto, so werden die Daten (Kennzeichen etc.) aufgenommen und bei der Behörde zur Anzeige gebracht. Der Strafrahmen kann bis zu 1.000 Euro ausmachen. In schwerwiegenden Fällen kann sich dieser Betrag sogar verdoppeln.
